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München und Berlin - RB Leipzig verkürzt den Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern München. Ein Traumtor von Marcel Sabitzer ebnet RB bei Hertha BSC den Weg.

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Auch dank eines Sonntagsschusses hat RB Leipzig wieder für Spannung im Titelrennen der Bundesliga gesorgt.

Die Mannschaft von Julian Nagelsmann bezwang Hertha BSC mit 3:0 (1:0) und verkürzte den Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern auf zwei Punkte. Die Münchner hatten sich am Samstag beim 1:2 bei Eintracht Frankfurt den zweiten Ausrutscher nach dem 3:3 gegen Arminia Bielefeld am vergangenen Montag geleistet. (Spielplan und Ergebnisse)

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"Es ist schön, dass wir wieder oben dran sind. Auch für das Ziel Champions-League-Qualifikation ist es wichtig, ein bisschen Ruhe zu haben. Wir müssen fokussiert bleiben und versuchen, unsere Spiele zu gewinnen", forderte RB-Trainer Nagelsmann.

Sabitzer: "... sonst lachen mich wieder alle aus"

"Es war nicht zu erwarten, dass Bayern jetzt fünf Punkte hergibt", sagte Sabitzer bei Sky. "Jetzt haben wir die Punkte aufgeholt, jetzt sind es nur noch zwei."

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Der Österreicher ergänzte im Hinblick auf die Titelambitionen der Leipziger: "Wir haben uns ein bisschen zu Rang drei abgesetzt, deshalb ist es ein Zweikampf. Es hilft nichts, darüber zu reden, wir müssen es auch machen und Woche für Woche dranbleiben. Sonst kann ich nächste Woche schon wieder etwas ganz anderes erzählen und dann lachen mich wieder alle aus."

Seinen Kunstschuss aus gut 30 Metern (28.) bezeichnete Sabitzer als "Dosenöffner". "Dann brauchst du auch mal so ein Tor. Er springt gut auf und knallt richtig hinten rein. Der Torwart hatte keine Chance."

Sabitzer antwortet mit Traumtor auf Patzer

Der Österreicher zog mit dem rechten Fuß einfach mal ab, der Ball flog in hohem Bogen und mit viel Effet über den verdutzten Rune Jarstein hinweg rechts oben in den Winkel. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Der eingewechselte Nordi Mukiele (71.) baute die RB-Führung aus, nachdem Tyler Adams Mattéo Guendouzi im Strafraum den Ball abgeluchst hatte. Die Herthaner reklamierten ein Foulspiel, aber nach Überprüfung des Videoassistenten behielt der Treffer seine Gültigkeit. In der Schlussphase machte Willi Orban (84.) alles klar.

Kurios: Die beiden ersten Leipziger Torschützen Sabitzer und Mukiele verschuldeten mit ihren individuellen Fehlern am Dienstag bei der 0:2-Niederlage im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Liverpool beide Gegentore.

Hertha BSC unter Dárdai weiter sieglos

Die sportliche Krise der seit acht Spielen sieglosen Berliner setzte sich derweil fort. Hertha hat als Tabellen-15. nur noch einen Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Auch im vierten Spiel unter Trainer Pál Dárdai blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus. (Tabelle der Bundesliga)

"Wir haben die Tore zu den schlechtesten Momenten bekommen", sagte Dárdai. "Wir müssen hart arbeiten, das Quäntchen Glück ist momentan nicht da. Wir sind ein bisschen bestraft worden. Für die Spieler ist es psychologisch nach den Niederlagen nicht einfach. Wir haben keine Panik."

Dárdai überraschte vor dem Anpfiff mit einigen Änderungen in der Aufstellung. Neben Rio-Weltmeister Sami Khedira feierte auch sein Sohn Márton Dárdai (19) sein Startelfdebüt für die Berliner. Bei RB verhalf Trainer Julian Nagelsmann Angreifer Hwang Hee-chan zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz von Beginn an. Dafür fehlten die angeschlagenen Dayot Upamecano und Kevin Kampl.

Hwang und Dárdai jr. standen in einer munteren Anfangsphase früh im Mittelpunkt. Der Südkoreaner enteilte der Berliner Innenverteidigung nach einem langen Ball, scheiterte dann aber freistehend an Hertha-Torwart Jarstein (5.).

Khedira verleiht Hertha Stabilität

Großchancen wie diese hatten für Leipzig trotz anfänglicher Dominanz Seltenheitswert. Zwar kontrollierte RB das Geschehen, allerdings fehlte besonders im letzten Drittel die Präzision. Hertha agierte zudem defensiv überwiegend konzentriert und schaffte es, Leipzig vom eigenen Strafraum fernzuhalten.

Es entwickelte sich ein intensives Duell auf Augenhöhe. Khedira verhalf den Blau-Weißen im zentralen Mittelfeld zu Stabilität, aus der sich Chancen ergaben. Krzysztof Piatek (18.) verpasste den Ball aber ebenso wie Dodi Lukebakio (22.).

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Herthas stärkster Phase setzte Sabitzer ein fulminantes Ende. Der 26-Jährige nahm aus der zweiten Reihe Maß und traf sehenswert zur Führung. Jarstein blickte dem Ball im Hertha-Tor staunend hinterher. Überhaupt wirkten die Berliner beeindruckt. Bis zur Halbzeit boten sich den Gästen mehr Lücken, aus denen sie aber kein Kapital schlugen. 

Mukiele und Orban sorgen für Entscheidung

Hertha wehrte sich gegen den erneuten Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Die Berliner fanden gut in die zweite Halbzeit, Lukebakio (50.) und Matheus Cunha (51.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß. Insgesamt fehlte den Offensivbemühungen aber die Struktur.  

Leipzig blieb vor allem aus der Distanz gefährlich. Dani Olmo (69.) zielte nur knapp daneben. Kurz darauf machte es Mukiele besser. Der Franzose profitierte dabei von einem Patzer seines kurz zuvor eingewechselten Landsmanns Mattéo Guendouzi. Nemanja Radonjic (80.) hatte auf der Gegenseite die Chance zum Anschluss, stattdessen traf Orban dann per Kopf.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)