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München - Mit Bayerns Pavard und Hoffenheims Posch sind die Spieler 64 und 65 positiv auf Corona getestet worden. Die Diskrepanz zur Gesamtbevölkerung ist erklärbar.

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Am Donnerstag gab der FC Bayern offiziell bekannt, dass sich auch Benjamin Pavard mit dem Coronavirus infiziert habe. Erst vor einer Woche hatte der französische Weltmeister die Bayern zum Titel bei der Klub-WM geschossen.

Nun ist er neben Thomas Müller der zweite Bayern-Profi, der sich aktuell in Corona-Quarantäne aufhalten muss. Müller war noch während der Klub-WM in Katar positiv auf COVID-19 getestet worden.

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Die Bilder wie Müller in München - gehüllt in einen Ganzkörper-Schutzanzug - aus dem Flieger stieg, sind noch prägnant in Erinnerung. Ebenso wie die kritischen Worte von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

Seit dem Ausbruch der Pandemie vor einem Jahr wurden inzwischen 65 der aktuell 550 gelisteten Bundesligaprofis positiv auf das Coronavirus getestet. Der jüngste Fall ist Stefan Posch von der TSG Hoffenheim.

Damit sind 11,81 Prozent der Bundesliga-Profis positiv auf Corona getestet worden. Inzwischen also mehr als jeder zehnte Spieler!

DFL verweist auf Dunkelziffer in Deutschland

Zum Vergleich: Die Ansteckungsrate in der Gesamtbevölkerung liegt in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 2,84 Prozent.

Die Infektionsrate in der Bundesliga ist folglich fast vier Mal so hoch wie im Rest des Landes. Eine erhebliche Diskrepanz.

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Und dennoch: Auf Nachfrage zeigt sich die Deutsche Fußball Liga zufrieden, wie das Hygienekonzept umgesetzt wird. Als Erklärung für die Diskrepanz zwischen Liga und der Gesamtbevölkerung wird auf die engmaschigen Tests der Vereine auf der einen Seite und die extrem hohe Dunkelziffer im Land auf der anderen Seite hingewiesen.

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Hoffenheim und Bayern von Corona geplagt

Auffällig ist die Schieflage der Klubs bei den coronainfizierten Spielern. Trauriger Tabellenführer ist Hoffenheim mit bereits zehn infizierten Profis.

Gar nicht so weit vom Kraichgau entfernt hat der VfB Stuttgart dagegen noch keinen einzigen Coronafall in der eigenen Mannschaft zu verzeichnen.

Neben Hoffenheim sind auch die Bayern leidgeprüft. Während Müller und Pavard am Samstag beim schweren Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt noch ausfallen, stehen die wiedergenesenen Leon Goretzka und Javi Martínez wieder zur Verfügung.

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Bei Serge Gnabry (21. Oktober), Niklas Süle (2. November) und Joshua Zirkzee (5. November) geht das Gesundheitsamt jeweils von falsch-positiven Tests aus.

Einen ähnlichen Fall gab es beim Gladbacher Christoph Kramer. Nach Aussage von Sportchef Max Eberl gab es bei Kramer im Mai 2020 zunächst einen positiven Coronatest, im Anschluss innerhalb von einer Woche aber drei negative Tests.

So oder so: Die Diskrepanz der Ansteckungsrate im Vergleich zur Bevölkerung bleibt groß.

Erhöhen Auslandsreisen das Risiko?

Ob dies auch mit den Auslandsreisen der Teams in der Champions League und Europa League zusammenhängt? Nachweisbar ist dies nicht. Und auch das Ranking der betroffenen Mannschaften legt diesen Schluss nicht nahe.

Zwar ist Hoffenheim als Teilnehmer der Europa League das Team mit den meisten positiven Tests, doch der Klub vermeldete die ersten Fälle bereits deutlich vor der ersten Auswärtsreise ins belgische Gent.

Beim VfL Wolfsburg infizierte sich während der Auslandsreisen in der Qualifikation zur Europa League mit Renato Steffen nur ein Spieler.

Die weiteren international spielenden Mannschaften wie Borussia Dortmund (drei Fälle), RB Leipzig (vier), Gladbach (vier) und Bayer Leverkusen (fünf Fälle) weisen ebenfalls keine erhöhten Zahlen im Vergleich zum Rest der Liga auf.

Festzustellen ist auch: Im Vergleich zu anderen europäischen Top-Ligen kommt die Bundesliga noch gut weg.

In der italienischen Serie A wurden bereits über 150 positive Coronafälle gemeldet, wobei die Liga mit 20 statt 18 Mannschaften spielt. Die Premier League vermeldete bis zum 7. Februar sogar 240 Fälle - allerdings sind in dieser Liste nicht nur Spieler, sondern auch Trainer, Betreuer und medizinisches Personal der Klubs aufgezählt.