Lesedauer: 3 Minuten

Marco Bode spricht im CHECK24 Doppelpass über die Situation bei Werder Bremen. Mit dem Sportlichen ist er zufrieden, sieht aber dennoch Steigerungspotenzial.

Anzeige

In der vergangenen Saison musste Werder Bremen bis zum Schluss um den Bundesliga-Klassenerhalt zittern, das Team von Trainer Florian Kohfeldt setzte sich erst in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim durch.

In der aktuellen Spielzeit sieht es besser aus, die Bremer haben zum Ende der Hinrunde elf Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. (Die Tabelle der Bundesliga)

Anzeige

DAZN gratis testen und die Freitags- und Montagsspiele der Bundesliga live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Dementsprechend sind die Hanseaten mit dem sportlichen Abschneiden einverstanden. "Sportlich und punktemäßig sind wir im Soll und zufrieden", erklärte Werders Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1. Die Leistungen seien in vielen Fällen ordentlich gewesen.

Bode: "Lage sportlich und wirtschaftlich angespannt"

Auch den in der vergangenen Saison stark in die Kritik geratenen Kohfeldt lobte Bode. "Wir haben unter Kohfeldt eine gute Entwicklung genommen, aber dann kam das Krisenjahr. In diesem Jahr haben wir kein konkretes Tabellenziel genannt. Wir wollen uns konsolidieren und unsere Philosophie schärfen, junge Spieler zu entwickeln. Da sind wir auf einem guten Weg", erklärte Bode.

Ausruhen könnten sich die Bremer auf ihrem Erfolg allerdings nicht. Und auch wirtschaftlich sehe die Situation bei den Werderanern nicht so rosig aus. "Insgesamt ist die Lage sportlich und wirtschaftlich noch enorm angespannt. Wir sind weit entfernt von Normalität. Aber so geht es allen in der Branche", skizzierte Bode die Folgen der Corona-Krise.

Meistgelesene Artikel

Bode fehlen die Zuschauer

Finanzielle Einbußen gebe es bei jedem Verein. "Den einen trifft es vielleicht etwas weniger, weil sie starke Partner im Hintergrund haben. Aber wir wollen da nicht neidisch sein. Wir versuchen, hart dafür zu kämpfen, da durchzukommen", gab sich der ehemalige Nationalspieler kämpferisch.

Er hofft auf eine baldige Veränderung der Situation dank der gestarteten Impfungen. "Die Zuschauer fehlen nicht nur wegen der Einnahmen, sondern auch wegen der Atmosphäre."

Die Branche könne es auch verkraften, wenn Einnahmen etwas nach unten korrigiert würden und die Spielergehälter etwas niedriger seien. "Das wird niemanden hart treffen. Aber die Anpassungen nach unten sind schwer zu gestalten", erklärte Bode.

"Positive Entwicklung" unter Kohfeldt

Zu dem viel kritisierten Kohfeldt hat Bode weiterhin großes Vertrauen, auch weil er junge Spieler besser mache. "Wir sind mit der Entwicklung der jungen Spieler zufrieden", sagte er. Allerdings sieht er auch noch Steigerungsbedarf. "Wir hatten einige Spiele in der Hinrunde, wo wir glücklich Punkte geholt haben. Da müssen wir stabiler werden. Aber unter diesen Umständen hat es gerade in den letzten Wochen eine positive Entwicklung gegeben."

Diese habe auch mit Kohfeldt zu tun. "Vielleicht war das etwas ungewöhnlich, dass wir damals so an ihm festgehalten haben, aber wir sind sehr glücklich damit", erklärte Bode. Dass der Trainer von sich aus das Kapitel Werder zeitnah beenden könnte, glaubt Bode nicht. "Ich habe keinerlei Anzeichen dafür, dass er keine Lust auf Werder haben könnte. Er ist super engagiert und identifiziert sich mit dem Klub. Er ist auch noch jung und noch nicht so lange in der Branche. Da muss er sich auch weiterentwickeln."