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München - Die Elfmeterentscheidung gegen Gladbach im Spiel gegen Stuttgart erhitzt die Gemüter. Im CHECK24 Doppelpass bezieht VfB-Sportdirekor Mislintat Stellung.

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Elfmeter oder nicht? Diese Entscheidung sorgte für hitzige Diskussionen im Doppelpass.

Nachdem Sasa Kalajdzic vom VfB Stuttgart in der letzten Minute der Nachspielzeit im Duell mit Ramy Bensebaini von Borussia Mönchengladbach im Sechzehner zu Fall gekommen war, hatte Schiedsrichter Dr. Felix Brych zunächst die Partie weiterlaufen lassen, nach Hinweis von Bibiana Steinhaus aus dem "Kölner Keller" die Szene aber nochmals in der Review Area betrachtet und auf Strafstoß entschieden. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Brych übersieht Fußkontakt

Allerdings übersah Brych, dass Kalajdzic in der Szene über die Füße seines Teamkollegen Waldemar Anton stolperte und daraufhin in Bensebaini, der den Österreicher zuvor umklammert hatte, hineinfiel.

Den Strafstoß verwandelte Silas Wamangituka zum 2:2-Endstand. "Ich habe nur die Hände gesehen, aber mir war es vom Gefühl her ein Tick zu wenig. Auf den anderen Umstand wurde ich nicht hingewiesen, den habe ich auch nicht gesehen, auch nicht auf dem Bildschirm. Erst jetzt, mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung", erklärte der Schiedsrichter nach der Partie bei Sky.

Für die Experten im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 (LIVE im TV und Stream) war der Elfmeterpfiff Brychs eine Fehlentscheidung, für sie war der Kontakt mit Anton maßgeblich am Stolpern von Kalajdzic verantwortlich. "Muss man den Elfer pfeifen? Nein. Wenn Brych sagt, das Klammern habe ich gesehen und ist mir zu wenig, ist alles vorbei", erklärte SPORT1-Experte Marcel Reif.

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Mislintat verteidigt Elfmeterentscheidung

Doch VfB-Sportdirektor Sven Mislintat sah es anders. "Wenn der VAR-Schiri eingreift, ist es ein klarer Elfer. Es ist ähnlich naiv verteidigt wie von Borna Sosa bei uns im eigenen Sechzehner", erklärte der 48-Jährige.

Generell müssten die Spieler im eigenen Strafraum vorsichtiger zu Werke gehen. "Da müssen wir die Spieler schulen und smarter werden", erklärte er.  Widersprüchen aus der Expertenrunde entgegnete er: "Wenn Frau Steinhaus in der Situation sagt, da ist ein Halten, dann müssen wir nicht darüber diskutieren. Ein Foul im Sechzehner ist spielentscheidend. Da ist ein Eingriff notwendig. Selbst wenn es ein Elfmeter der Kategorie fifty fifty gewesen wäre, hätten wir noch fünf, sechs gut in diesem Jahr."

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Die TV-Bilder seien für ihn nicht eindeutig genug, um von einer Fehlentscheidung zu sprechen. "Man kann es nicht klären, wieviel anteilig das eine oder das andere ist. Ich finde, eine ultimative Bewertung aufgrund von TV-Bildern könnte man durchaus auch mal diskutieren", sagte Mislintat.

Seine Wahrnehmung im Stadion war dagegen klar. "Ich sitze momentan auf der Tribüne und sehe daher die TV-Bilder sehr schnell und hätte Randale gemacht, wenn er ihn nicht gegeben hätte. Das wäre auch mein Auftrag. In so einer Situation muss ich meine Position durchbringen", erklärte er.