Christina Rühl-Hamers (re.) ist die erste Frau, die die finanziellen Geschicke eines Bundesligisten leitet
Christina Rühl-Hamers (re.) ist die erste Frau, die die finanziellen Geschicke eines Bundesligisten leitet © Imago
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Schalke 04 ist in einer prekären Situation. Doch Finanzchefin Rühl-Hamers gibt zumindest leichte Entwarnung für das vermeintliche Horrorszenario des Abstiegs.

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Der FC Schalke 04 steckt nicht nur in einer tiefen sportlichen, sondern auch finanziellen Krise. Durch die Corona-Pandemie hat sich die schon angespannte Lage weiter verschlechtert. Die Fans fürchten deshalb, dass S04 bei einem möglichen Abstieg in Liga zwei keine Lizenz bekommen könnte. (Tabelle der Bundesliga)

Dieses Horrorszenario schließt Christina Rühl-Hamers, Klub-Vorstand Finanzen, Personal und Recht, vorerst aus. 

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Der Verein arbeite mit "Hochdruck" daran, die Lizenzen sowohl für Liga eins als auch für Liga zwei zu erhalten, erklärte sie im Interview mit dem kicker. Dabei sei das Thema zweite Liga ohnehin kein "unbekanntes":

"Wir haben uns schon in der Vergangenheit regelmäßig damit auseinandergesetzt, weil alle Vereine im Rahmen der Lizenzierung immer dann, wenn ein Abstieg in der jetzigen Phase rein rechnerisch noch möglich ist, auch ein Szenario für die zweite Liga bei der DFL vorlegen."

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Ein Abstieg wäre dabei offenbar auch zunächst kein Todesurteil. "Wenn es um eine Saison in der zweiten Liga geht, bin ich überzeugt, dass Schalke 04 das hinbekäme, ohne allzu viel an Konzepten und Strukturen verändern zu müssen." Erst wenn das Verpassen eines direkten Wiederaufstiegs absehbar wäre, müsse man möglicherweise umdenken, erklärte die Finanzchefin. 

Rühl-Hamers machte trotz eines gewissen Optimismus aber auch deutlich: "Einnahmen würden wegfallen, harte Einschnitte wären die Folge." (Spielplan der Bundesliga)

Buchta: Schneider sucht mit Verein nach Sportdirektor

Indes ist eine wichtige Personalie bei den Königsblauen weiterhin ungeklärt. Seit einiger Zeit wird nach einem neuen Sportdirektor gefahndet. Der kicker hatte in diesem Zusammenhang berichtet, dass der eigentlich für diese Suche zuständige Sportvorstand Jochen Schneider nicht mit in die Entscheidung involviert sei, weil der Aufsichtsrat des Vereins den neuen Sportdirektor als langfristigen Ersatz für Schneider selbst sehe.

Gleichzeitig hieß es in dem Bericht, dass der Aufsichtsrat Schneider im Falle eines Abstiegs auf jeden Fall ersetzen wolle. Diese Behauptung dementierte der Verein aber deutlich. Es handele sich um eine "Falschmeldung".

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jens Buchta wird zu dem Thema auf der Schalke-Website zitiert: "Die Aussagen der kicker-Meldung sind falsch. Der Aufsichtsrat arbeitet nicht daran, einen Nachfolger für Jochen Schneider zu finden. Ebenfalls ist Jochen damit betraut, gemeinsam mit uns einen Sportdirektor für unseren Klub zu finden."

Schneider selbst hatte bei Sky wortkarg auf die kicker-Meldung reagiert: "Ich mache meinen Job. Das ist das, was ich beeinflussen kann. Auf die Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, verschwende ich weder Zeit noch Energie." 

Nach der Niederlage am Sonntagabend stehen die Knappen erneut auf Platz 18 der Bundesliga. Am Mittwoch folgt das nächste Schicksalsspiel gegen den Abstiegskonkurrenten aus Köln.