Lesedauer: 2 Minuten

Manager Oliver Ruhnert von Union Berlin hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach ein Spieler der Köpenicker Nadiem Amiri rassistisch beleidigt haben soll. Der DFB ermittelt.

Anzeige

Manager Oliver Ruhnert von Union Berlin hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach ein Spieler der Köpenicker im Anschluss an die Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen am Freitagabend (1:0) Gäste-Spieler Nadiem Amiri rassistisch beleidigt haben soll.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat indes Ermittlungen eingeleitet.

Anzeige

Ruhnert betonte, das die Aussage eines Spielers wohl etwas "überinterpretiert" worden sei und man "nicht wirklich von einer Thematik, die ich heute gelesen habe, von irgend einem Skandal rassistischer Art" ausgehen könne, so Ruhnert.

Der CHECK24 Doppelpass mit Sven Mislintat am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1 

Der Vorwurf einer rassistischen Äußerung sei auch an den Verein herangetragen worden, "wir selbst haben diese Information nicht", sagte Ruhnert in einem digitalen Pressegespräch.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Schalke: Neururer wartet auf Signal
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Zorc-Nachfolge beim BVB fix!
  • Fussball / Transfermarkt
    3
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: 60-Millionen-Mann bei Bayern angeboten?
  • Wintersport / Skispringen
    4
    Wintersport / Skispringen
    Deutsches Mixed überrascht alle
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Das fordert Effenberg von Schalke

Der Union-Spieler habe erklärt, dass er sich nicht so geäußert habe. "Für uns hat es diese rassistische Thematik, wie sie jetzt gerade dargestellt wird, so nicht gegeben" betonte Ruhnert. Dem Verteidiger Rassismus "anzudichten" sei schon alleine wegen der Hautfarbe von dessen Ehefrau "schwierig".

DFB ermittelt "automatisch"

Wie Unions Manager bestätigte, seien "automatisch" vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) Ermittlungen durch den Kontrollausschuss eingeleitet worden. Das sei deshalb passiert, weil der Schiedsrichter in den Spielbericht eingetragen habe, dass er auf den Vorfall hingewiesen worden sei.

"Es besteht der Verdacht, dass der Berliner Spieler Florian Hübner seinen Leverkusener Gegenspieler Nadiem Amiri, dessen Eltern aus Afghanistan stammen, rassistisch beleidigt haben könnte", teilte der Verband am Samstag mit.  

Nach dem Spiel war es zu Verbal-Attacken zwischen den Spielern beider Mannschaften gekommen. Amiris Mitspieler Jonathan Tah erhob später bei DAZN schwere Vorwürfe. "Nadiem Amiris Herkunft wurde beleidigt. Das gehört hier nicht auf den Platz", meinte Tah. In der Diskussion sei von Unioner Seite gegenüber Amiri "der Begriff Scheiß-Afghane" gefallen, behauptete Tah.

Nauwid Amiri, Nadiem Amiris Bruder und Berater, beschuldigte via Social Media konkret Florian Hübner der fremdenfeindlichen Äußerung. "Respekt Florian Hübner!!! Zu meinem Bruder in einem Bundesliga-Spiel 'Scheiß Afghane' zu sagen und damit unsere Herkunft anzugreifen, ist das Allerletzte!", wütete Nauwid Amiri in einer Instagram-Story, die Nadiem Amiri am späten Freitagabend teilte, später wieder entfernte.