Keine Tore zwischen Hoffenheim und Bielefeld
Keine Tore zwischen Hoffenheim und Bielefeld © FIRO/FIRO/SID
Lesedauer: 3 Minuten

Für Trainer Sebastian Hoeneß wird die Luft bei der TSG Hoffenheim immer dünner.

Anzeige

Für Trainer Sebastian Hoeneß wird die Luft bei der TSG Hoffenheim immer dünner. Die Kraichgauer kamen am 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld hinaus. Damit stehen für die TSG nur vier Zähler aus den vergangenen sechs Punktspielen zu Buche. Dazu kommt das Aus im DFB-Pokal.

Angesichts von lediglich 16 Zählern auf dem Konto werden die Fragezeichen hinter der Zukunft des angezählten Trainerneulings Hoeneß beim ambitionierten Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp immer größer - trotz der jüngsten Treuebekundungen der Verantwortlichen.

Anzeige

"Ich fühle mich nicht ungerecht behandelt. Wenn man in der Bundesliga arbeitet, muss man damit rechnen", hatte Hoeneß vor der Begegnung die wachsende Kritik an seiner Person kommentiert: "Die Mannschaft lebt. Sie will sich gegen die Situation auflehnen. Ich habe deshalb Hoffnung, dass wir uns kurz- bis mittelfristig stabilisieren."

Beim Geisterspiel in Sinsheim agierten die nach wie vor stark ersatzgeschwächten Gastgeber, die auf neun Profis verzichten mussten, in der Anfangsphase ungewohnt zurückhaltend. Dennoch sorgte Munas Dabbur per Kopf für ein wenig Gefahr (7.).

Die Bielefelder, bei denen Noel Niemann, Manuel Prietl und Andreas Voglsammer fehlten, waren bei den Spielanteilen mindestens auf Augenhöhe - Torchancen konnten sich die Ostwestfalen in der ersten Viertelstunde aber nicht erarbeiten.

In der 19. Minute hatte der Israeli Dabbur nach Vorarbeit von Mijat Gacinovic die TSG-Führung auf dem Fuß, Bielefelds Torwart Stefan Ortega parierte aber stark. Nach dieser Szene erhöhten die Hoffenheimer, die am Dienstag bei Hertha BSC antreten müssen, die Schlagzahl. 

Die Gäste hatten in der Defensive alle Hände voll zu tun, verteidigten aber geschickt. Den Hoffenheimern fehlte die nötige Kreativität, um die Bielefelder vor ernsthafte Probleme zu stellen. Auch Standardsituationen wurden leichtfertig vergeben.

Auf der Gegenseite konnte der Japaner Ritsu Doan einen Freistoß aus aussichtsreicher Position nicht zu einem Treffer nutzen (38.). Das torlose Remis zur Pause hatten sich die Bielefelder, die am Mittwoch auf den VfB Stuttgart treffen, absolut verdient.

In der Pause musste Hoeneß den nächsten Stammspieler ersetzen. Abwehrchef Kevin Vogt blieb mit einer Handverletzung in der Kabine und wurde durch Havard Nordtveit ersetzt. Dennoch starteten die Hoffenheimer gut in den zweiten Durchgang, Diadie Samassekou vergab eine gute Gelegenheit (52.). Vier Minuten später sorgte Andrej Kramaric für Gefahr.

Nach einer Stunde hatte Bielefeld das Spiel wieder weitgehend im Griff, Hoffenheim fiel in der Offensive nicht viel ein. Schon eine Viertelstunde vor Schluss sah es schwer nach einer torlosen Begegnung aus, ehe TSG-Keeper Oliver Baumann in der Schlussphase auch Bielefelds beste Chance durch Ritsu Doan (89.) zunichte machte.