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Mit Vorstandsmitglied Oliver Kahn spricht sich erneut ein Mitglied der Bayern-Chefetage gegen Panikkäufe aus. Im Winter wird beim Rekordmeister nichts passieren.

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Mit Vorstandsmitglied Oliver Kahn hat sich erneut ein Mitglied der Chefetage von Bayern München gegen Panikkäufe ausgesprochen.

"Wir sind voll überzeugt von diesem Kader. Deswegen beschäftigen wir uns überhaupt nicht mit irgendwelchen Wintertransfers", sagte Kahn vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg, das der Rekordmeister mit 2:1 gewann, bei Sky. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Vor Kahn hatte sich bereits Sportvorstand Hasan Salihamidzic ähnlich geäußert. Auch Trainer Hansi Flick betonte, dass er keine weiteren personellen Ergänzungen benötige. "Wenn man die Probleme insgesamt in der Defensive analysiert, wäre mir nicht aufgefallen, dass das irgendetwas mit dem Kader zu tun hätte. Das hat etwas mit taktischen Dingen zu tun, an denen Hansi Flick gerade, denke ich, intensiv mit der Mannschaft arbeitet", erklärte Kahn.

Kahn moniert individuelle Fehler

Das seien Dinge, die sie abstellen müssten: "Individuelle Fehler, Stellungsfehler, wir müssen uns insgesamt taktisch im Defensivbereich besser verhalten. Dann werden wir auch wieder häufiger zu null spielen und die Folge dessen ist dann auch immer ein erfolgreicher Fußball." (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Kahn sprach auch über das überraschende Zweitrundenaus gegen Holstein Kiel im DFB-Pokal. "Es war eine sehr, sehr große Überraschung, ohne den Kielern da zu nahe treten zu wollen. Sie haben es sehr intelligent gemacht, trotzdem muss es unser Anspruch sein, gegen eine Mannschaft aus der Zweiten Liga weiterzukommen." Es sei für alle nicht ein Tiefpunkt gewesen, aber ein Endpunkt einer Entwicklung, die sie schon über mehrere Spiele gesehen hätten.

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Kahn erklärt defensive Schwächen 

Der Rekordmeister offenbart in dieser Saison erhebliche Abwehrschwächen. "Wir haben schon seit Beginn dieser Saison erhebliche Probleme, gerade was unser defensives Spiel anbelangt. Damit meine ich nicht nur die Viererkette, sondern auch den Gegner zu attackieren", erklärte Kahn und ging ins Detail: "Auch unser Pressing spielen wir nicht so, wie wir das in der Vorsaison gemacht haben. Dazu kommen Stellungsfehler im Abwehrbereich oder individuelle Fehler. Das führt immer wieder zu Gegentoren. Wenn sich das häuft, wird es sehr schwer, die Spiele zu gewinnen." Die Basis sei immer eine gute defensive Leistung, die ganz vorne beginne. Dann überstünde eine Mannschaft Phasen, wenn sie mal nicht optimal spiele.

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Doch was ist der Grund für die defensive Anfälligkeit? Fehlende mentale Frische? "Die Mannschaft hat sehr viel, eigentlich alles gewonnen. Dazu kamen viele persönliche Ehrungen gegen Jahresende. Natürlich neigt man als Spieler dazu, es sich ein wenig bequem zu machen", erklärte Kahn. Allerdings sei Fußball ein Tagesgeschäft und der FC Bayern München dazu verpflichtet, in jeder Saison so erfolgreich wie möglich zu sein.

Trotz der Krise werden die Bayern in Sachen Meisterschaft nicht unruhig. "Wir schauen nicht nach unseren Verfolgern, sondern wir haben im Moment genug mit uns selbst zu tun, um wieder die Qualität und vor allem die Stabilität zu entwickeln, um unsere Spiele wieder erfolgreich zu gestalten. Wenn wir dort wieder hinkommen und unsere Qualität zeigen, dann wird es für die Konkurrenz natürlich extrem schwierig", ist Kahn überzeugt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)