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München - Der FC Bayern will keine Wintertransfers tätigen. Umso intensiver wird jetzt schon für den Sommer geplant. Dann stehen einige Abgänge bevor.

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Wetten, dass dieser Transfersommer beim FC Bayern richtig heiß wird?

Bis zum Ende des Winter-Transferfensters am 1. Februar planen die Münchner aktuell nicht, ihren Kader aufzurüsten. Die Devise lautet vielmehr: Geld zusammenhalten! Denn im Sommer wird der Triple-Sieger investieren müssen. Wie schon zuletzt wird aber ebenso nach ablösefreien Talenten und Soforthilfen geschaut.

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Transfer-Baustelle Defensive

Die Verträge von David Alaba, Jérôme Boateng und Javi Martínez laufen im Sommer aus. Aktuell drohen drei ablösefreie Abgänge. Noch am wahrscheinlichsten ist, dass mit Boateng ein weiteres Jahr verlängert wird. Gespräche sind ab März geplant.

Tanguy Nianzou gilt zwar als Versprechen für die Zukunft. Nach zwei schweren Oberschenkelverletzungen ist jedoch völlig unklar, ob und wann der 18-Jährige sein Potenzial abrufen kann.

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Mit Lucas Hernández und Niklas Süle stehen somit nur zwei gestandene Innenverteidiger bereit. Kein Wunder, dass die Bayern mindestens einen weiteren verpflichten wollen und müssen.

Ein heißer Kandidat ist Leipzigs Dayot Upamecano (Vertrag bis 2023), der eine 42-Millionen-Ausstiegsklausel besitzt. Eine Summe, welche die Bayern nach SPORT1-Informationen nicht abschreckt, im Kontext der unklaren Finanzlage aufgrund der Corona-Krise aber erstmal gestemmt werden muss.

Gespräche laufen bereits. Möglich ist auch, dass die Bayern ins Rennen um Mohamed Simakan von Racing Straßburg einsteigen. Der Vertrag des 20-Jährigen läuft 2023 aus. Er gilt derzeit als bester französischer Innenverteidiger in der Ligue 1. Der AC Milan wirbt momentan am intensivsten um ihn. Auch RB Leipzig ist dran.

Möglich ist zudem, dass die Bayern einen neuen Rechtsverteidiger verpflichten. Benjamin Pavard steckt im Formtief, Joshua Kimmich soll im Zentrum bleiben. Neuzugang Bouna Sarr ist bislang ein Fehleinkauf.

Verwunderlich ist außerdem, dass der 28-Jährige von Hasan Salihamidzic mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet wurde. Sarr selbst dürfte daher nicht auf einen Wechsel drängen, ein Verkauf könnte sich als schwierig erweisen. Das Duo Pavard/Sarr ist für allerhöchste Aufgaben zukünftig aber zu wenig. Die Flick-Ideen Benjamin Henrichs (jetzt Leipzig, zuvor Monaco) und Dodô (Donezk) erfüllte ihm Salihamidzic vor einem Jahr nicht.

Transfer-Baustelle Mittelfeld

Nach SPORT1-Informationen soll ein Spieler für die defensive Zentrale verpflichtet werden. Dort sind Kimmich und Leon Goretzka gesetzt. Corentin Tolisso agiert solide, aber zu oft durchschnittlich. Neuzugang Marc Roca spielt unter Flick bislang gar keine Rolle und ist zu langsam. Die 7,5-Millionen-Kaufoption für Lissabon-Leihgabe Tiago Dantas will Salihamidzic nach SPORT1-Informationen nicht ziehen. Eigengewächs Angelo Stiller (Vertrag bis 2021) zieht es ablösefrei zur TSG Hoffenheim.

Transfer-Kandidaten sind die Gladbacher Florian Neuhaus (Vertrag bis 2024) und Denis Zakaria (Vertrag bis 2022).

Transfer-Baustelle Flügel

Mit Leroy Sané, Serge Gnabry und Kingsley Coman verfügt man über Weltklasse. Neuzugang Douglas Costa enttäuscht bislang. Derzeit ist es unwahrscheinlich, dass die Bayern die Leihgabe von Juventus Turin fest verpflichten. Bei den Italienern hat Costa noch einen Vertrag bis 2022. Im Falle seines Abgangs wird ein weiterer Flügelspieler benötigt, damit diese Position doppelt besetzt ist.

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Supertalent Jamal Musiala hat nachgewiesen, dass er auf dem Flügel spielen kann. Der 17-Jährige kann seine Stärken aber am besten in der Zentrale ausspielen.

Transfer-Baustelle Sturm

An Weltfußballer Robert Lewandowski soll es bis mindestens 2023 kein Vorbeikommen geben. Dann endet der Vertrag des 32-Jährigen.

Möglich ist, dass der im Sommer auslaufende Vertrag von Neuzugang Eric Maxim Choupo-Moting um ein weiteres Jahr verlängert wird. Der 31-Jährige kommt unter Flick zwar kaum zum Zug, erwies sich bislang aber als ein in der Mannschaft beliebter Backup. Trennt man sich vom gebürtigen Hamburger, brauchen die Bayern einen Lewandowski-Ersatz. Eine Rolle, die man Joshua Zirkzee derzeit nicht zutraut. Jan-Fiete Arp auch nicht.