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Ob Erling Haaland über den Sommer hinaus in Dortmund bleibt, ist unklar. Für den bisher holprigen Saisonverlauf von Jadon Sancho hat der BVB-Boss eine Erklärung.

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Hans-Joachim Watzke rät Erling Haaland zu einem Verbleib bei Borussia Dortmund über den Sommer hinaus. 

"Erling und auch sein Berater Mino Raiola wissen, was sie an uns haben. Ich kann ihm nur den Rat geben, es so zu machen wie Robert Lewandowski", sagte der Geschäftsführer des BVB dem kicker (Service: ERGEBNISSE und SPIELPLAN der Bundesliga).

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Watzke glaubt nicht, dass der Norweger bereits nach der Saison auf einen Wechsel drängt. Haaland solle sich wie Lewandowski die Zeit nehmen, "in Dortmund zu einem absoluten Weltklassespieler zu reifen". Das gelinge nicht in einem Jahr.

Haaland war im vergangenen Winter vom RB Salzburg zur Borussia gewechselt und trifft seitdem wie am Fließband. In bisher 33 Spielen für Dortmund erzielte er 33 Tore.

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"Klar ist, wenn Erling uns irgendwann verlassen sollte, dann geht er nur zu einem noch größeren Klub. Und so viele kommen da ja nicht in Betracht. Wenn du zu einem Klub wie - nur um ein Beispiel zu nennen - Real Madrid gehst, musst du schon Weltklasse sein", sagte Watzke. Haaland hat beim BVB noch einen Vertrag bis Mitte 2024.

Watzke glaubt an Sancho 

Neben Haaland ist auch Jadon Sancho bei anderen Top-Teams auf dem Zettel. In der Vorsaison blühte Sancho mit 17 Treffern auf, doch aktuell hinkt der 20-Jährige seiner Form noch hinterher, auch wenn er beim 2:0 gegen den VfL Wolfsburg sein erstes Saisontor erzielte.

Watzke hat dafür eine Erklärung: "Jadon hatte sich unterbewusst womöglich schon ein wenig auf einen Wechsel eingestellt. Ich glaube, darüber hatte er sich zumindest so viele Gedanken gemacht, dass er seine Leichtigkeit verloren hat. Ich empfinde ihn aber seit Wochen als sehr bemüht."

Sancho wurde im vergangenen Sommer immer wieder mit einem Wechsel zu Manchester United in Verbindung gebracht. Vor der laufenden Saison schoben die Dortmunder einem etwaigen Transfer einen Riegel vor.

"Der größte Unterschied ist: Früher hat er nicht über seine nächste Ballaktion nachgedacht. Jetzt überlegt er. Und die Zehntelsekunde, die ihm dadurch fehlt, ist häufig genau die, in der ihm der Gegenspieler dann schon auf den Füßen steht. Je mehr man sich als Kreativer bemüht, desto schwieriger wird es oft", sagte Watzke.

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Der BVB-Boss geht dennoch davon aus, dass Sancho wieder zu seiner alten Stärke zurückfindet: "Ich denke, er benötigt zwei, drei Erfolgserlebnisse am Stück, dann wird es ganz schnell auch wieder aufwärtsgehen. Er ist nach wie vor eines der größten Talente, die es gibt."