Dani Olmo (l.) klatscht mit Vorlagengeber Angelino ab
Dani Olmo (l.) klatscht mit Vorlagengeber Angelino ab © Imago
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Mit einem knappen Sieg in Stuttgart übernimmt RB Leipzig zumindest für einen Tag die Tabellenführung. Die Sachsen haben mit dem VfB Stuttgart allerdings große Mühe.

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RB Leipzig hat zumindest bis Sonntagabend wieder die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen.

Beim zu Hause nach wie vor sieglosen VfB Stuttgart kam der favorisierte Champions-League-Achtelfinalist durch einen Treffer von Dani Olmo (67.) zu einem verdienten 1:0 (0:0) und liegt damit zunächst einen Punkt vor Titelverteidiger Bayern München, der erst am Sonntag den FSV Mainz 05 empfängt. (Die Tabelle der Bundesliga)

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"Wir haben die ersten zehn bis zwölf Minuten gebraucht, um reinzukommen. Dann haben wir uns angepasst und uns gesteigert", zeigte sich RB-Cheftrainer Julian Nagelsmann bei DAZN zufrieden. "In der zweiten Halbzeit waren die ersten 30 Minuten sehr gut. Das Tor haben wir mit einer sehr guten Struktur herausgespielt."

Was dem RB-Coach nicht gefiel, war die Chancenverwertung. "Die Chancen sind unser leidiges Thema der letzten Wochen. Wenn du eine Mannschaft von da oben bist, dann musst du die Mentalität und die Power haben, das hatten die Jungs aber und haben es durchgezogen."

"Die Art und Weise, wie wir es machen, macht Spaß"

Einen höheren Sieg vergab Leipzig unter anderem in Person von Emil Forsberg, der mit einem Foulelfmeter am guten VfB-Torhüter Gregor Kobel scheiterte (22.). 

Dass sich RB die Tabellenführung schnappte, fühlt sich laut Kapitän Willi Orban "sehr gut an. Auch die Art und Weise, wie wir es machen, macht Spaß. Wir haben eine gute Balance mit dem Ball und gegen den Ball, wir freuen uns auf die nächsten Wochen."Torschütze und Tabellenführer: Dani Olmo hatte gleich doppelten Grund zur Freude. "Es war ein sehr guter Abend für uns und für mich. Es war sehr wichtig, mit einem Sieg in das Jahr zu starten", sagte der Spanier.

Aber auch der VfB musste kein Trübsal blasen. "Unglücklich müssen wir nicht sein", sagte Trainer Pellegrino Matarazzo. "Wir hatten in der ersten Hälfte unsere Chancen. In der zweiten Halbzeit mussten wir leiden und haben viele Zweikämpfe verloren. Am Ende haben wir noch unsere Comeback-Qualitäten gezeigt "

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Stuttgart versuchte es zu Beginn mit sehr hohem Pressing, Leipzig aber konnte sich gut befreien, besaß mehr Spielanteile und zudem die besseren Chancen. Bei den Schüssen des guten Angelino (3.) und von Marcel Sabitzer (12.) reagierte Kobel aber souverän.

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Seine größte Tat vollbrachte der Schlussmann freilich beim Strafstoß des zuvor von Pascal Stenzel gefoulten Forsberg: Den Schuss des Schweden lenkte er mit einer großartigen Fußabwehr an die Latte, von dort sprang der Ball weit vor die Torlinie.

Olmo trifft aus kurzer Distanz

Leipzig zeigte sich davon jedoch weitgehend unbeeindruckt. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann, bei der TSG Hoffenheim einst Chef seines VfB-Kollegen Pellegrino Matarazzo, zeigte die reifere Spielanlage.

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Die beste Abwehr der Liga ließ außerdem die Stuttgarter zudem offensiv nur selten zur Entfaltung kommen. Die beste Gelegenheit besaßen die Schwaben zunächst kurz vor der Pause, als Sasa Kalajdzic eine scharfe Hereingabe von Silas Wamangituka nicht richtig traf (43.).

Bei aller Überlegenheit fehlte Leipzig jedoch gegen die nicht immer sattelfeste Stuttgarter Abwehr lange Zeit die Durchschlagskraft im Strafraum und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Der Treffer von Olmo fiel dann allerdings zu einem günstigen Zeitpunkt, nachdem der VfB in den ersten 20 Minuten nach der Pause in der Offensive bessere Aktionen hatte. Eine leicht abgefälschte Flanke des guten Angelino musste der Spanier aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)