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München - Julian Nagelsmann befördert bei Leipzig mit Sidney Raebiger ein Mega-Talent zu den Profis. SPORT1 zeigt die zehn größten Teenie-Talente der Bundesligisten.

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Erst Youssoufa Moukoko, nun also Sidney Raebiger.

Es herrscht eine Art Jugendboom in der Bundesliga. Immer mehr Vereine setzen auf immer jüngere Spieler.

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Kein Wunder. Der eigene Nachwuchs ist kostengünstig und kann bestenfalls nach einigen Jahren versilbert werden - wie der bis zu 100 Millionen Euro schwere Wechsel von Kai Havertz von Bayer Leverkusen nach England gezeigt hat.

Ein Geschäftsmodell, dass gerade in der Coronakrise Sinn macht.

Dass nun nach Wunderkind Moukoko mit dem 15 Jahre alten Raebiger der nächste Teenager den Sprung zu den Profis geschafft hat (Raebiger trainert bei den Profis mit, ist allerdings bis zu seinem 16. Geburtstag noch nicht für die erste Mannschaft spielberechtigt) zeigt, dass nicht nur im Nachwuchszentrum von Borussia Dortmund sehr gute Arbeit geleistet wird.

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SPORT1 präsentiert die zehn größten Teenie-Talente der Bundesligisten:

Florian Wirtz (Bayer Leverkusen): Er ist der Senkrechtstarter des Jahres 2020 bei der Werkself gewesen. Mit 17 Jahren gehört der U21-Nationalspieler bereits zum Stammpersonal und hat seinen Vertrag langfristig bis 2023 verlängert. Mit zwei Treffern und fünf Vorlagen ist Wirtz im Mittelfeld maßgeblich an der bisher guten Saison beteiligt und aus Leverkusens Elf nicht mehr wegzudenken.

Youssoufa Moukoko (Borussia Dortmund): Das Wunderkind des BVB kürte sich im Laufe der Hinrunde zum jüngsten Spieler der Geschichte in der Champions League und der Bundesliga. Gegen Union Berlin traf der 16 Jahre alte Stürmer bereits und ist seitdem der jüngste Torschütze des Oberhauses. Der Hype um den gebürtigen Kameruner ist riesig!

Bright Arrey-Mbi (FC Bayern): Gegen Atlético Madrid stand der 17 Jahre alte Deutsch-Engländer in der Champions League völlig überraschend als Linksverteidiger in der Startelf. Es war das Profidebüt des Innenverteidigers, der bei der Reserve in der 3. Liga bereits zum Stammpersonal zählt. Ist er der Erbe von David Alaba?

Jamal Musiala (FC Bayern): Die Fußballwelt ist verrückt nach dem 17 Jahre alten Mittelfeldspieler. Gleich drei Nationen machten sich Hoffnungen darauf, dass er für die jeweilige Nationalelf aufläuft. Nigeria sagte Musiala bereits ab. Nun bleiben England und Deutschland in der Verlosung. Herausragend ist vor allem seine Dribbelstärke.

Luca Netz (Hertha BSC Berlin): Seine erste große Auszeichnung hat die Nachwuchshoffnung der Hauptstädter bereits eingeheimst. Im August 2020 bekam der 17 Jahre alte Linksverteidiger die Fritz-Walter-Medaille in Bronze als eines der größten deutschen Talente bei der U17 verliehen. Er musste in seinem Jahrgang nur Florian Wirtz und Thorben Rhein (FC Bayern) den Vortritt lassen. Sein Bundesliga-Debüt feierte Netz kürzlich beim 3:0 gegen den FC Schalke. Er spielt normalerweise für die zweite Mannschaft in der Regionalliga. 

Juan Cabrera (FC Schalke): Der königsblaue Rohdiamant lebte vor seiner Ankunft in Deutschland bereits in Uruguay, Brasilien und Argentinien. In seiner Heimat Uruguay wird Cabrera nicht nur wegen seiner Frisur "El Forlán del Schalke 04" genannt. Der Spielmacher traf mit seinen 17 Jahren in der unterbrochenen Saison der U19-Bundesliga in vier Spielen dreimal. Er kann antreiben und selbst eiskalt abschließen. Führt er die Riege der Knappenschmieden-Stars nach Leroy Sané und Leon Goretzka fort?

Emrehan Gedikli (Bayer Leverkusen): Trainer Peter Bosz ist ein großer Förderer des gebürtigen Oberhauseners. Gedikli ist mit 17 Jahren eigentlich noch in der U19-Bundesliga zu Hause, durfte aber schon drei Mal in der Europa League Profiluft schnuppern. Auch in der Bundesliga stand der Mittelfeldspieler mehrmals im Kader. Auf sein Debüt wartet Gedikli aber noch. 

Sidney Raebiger (RB Leipzig): Hat Leipzig ein neues Wunderkind? RB-Coach Julian Nagelsmann hat das 15 Jahre alte Ausnahmetalent nun hochgezogen. Der zentrale Mittelspieler darf fortan bei den Stars der Sachsen Erfahrung sammeln. Spielen darf der Deutsche in der Bundesliga erst ab dem 16. April. Dann wird er 16 Jahre alt. Raebiger übersprang zuletzt zwei Altersklassen und lief schon mit 14 Jahren in der U17 auf. Ihm war es egal. Raebiger überragte trotzdem bei den deutlich Älteren. 

Malick Sanogo (Union Berlin): Das Toreschießen liegt ihm in den Genen! Bereits sein Vater Boubacar Sanogo war viele Jahre unter anderem bei Werder Bremen und dem Hamburger SV als Stürmer erfolgreich. Der 16 Jahre alte Sohn des Ex-Profis, der einen Pass der USA besitzt, hat große Qualitäten. In der U17-Bundesliga schoss er vor der Corona-Pause in vier Partien satte sechs Treffer.

Keke Topp (Werder Bremen): Wird er Werders Sturm-Anführer der Zukunft? Topp ist mit seinen 16 Jahren in der U17-Bundesliga ein Tor-Garant und traf in fünf Partien fünf Mal. Auch in der U15-Nationalmannschaft war er gesetzt vor der Generalabsage der Jugend-Länderspiele aufgrund der Corona-Pandemie. Er jubelte beim Testspiel gegen Österreich (2:1) im Sommer 2019 bereits über seinen ersten Treffer mit dem Adler auf der Brust.