Alexander Hack leistete sich vor dem 0:2 einen dicken Patzer
Alexander Hack leistete sich vor dem 0:2 einen dicken Patzer © Imago
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Mainz - Der FSV Mainz muss den nächsten Rückschlag wegstecken. Gegen den VfL Wolfsburg gibt es die nächste Niederlage. Zudem verlässt der beste Stürmer den Verein.

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Der FSV Mainz 05 bleibt tief im Abstiegskampf stecken. Gegen den VfL Wolfsburg gab es eine 0:2 (0:0)-Heimniederlage. Die Mission Klassenerhalt wird immer mehr zur Herkules-Aufgabe. Mit nur sieben Punkten zeichnet sich der erste Abstieg seit 14 Jahren immer deutlicher ab. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Wolfsburgs Super-Joker Bartosz Bialek schoss fünf Minuten nach seiner Einwechslung das 1:0 (65.). Später erhöhte dann Angreifer Wout Weghorst per Lupfer (80.). Die Norddeutschen rückten auf Rang fünf vor und zogen nach Punkten mit dem Tabellenvierten Dortmund gleich. "Wir haben uns anfangs schwer getan und schlampig gespielt, aber wir sind insgesamt als verdienter Sieger vom Platz gegangen", sagte Sportdirektor Marcel Schäfer bei Sky(Bundesliga-Tabelle)

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Die Stimmung bei den Gastgebern war hingegen deutlich schlechter.

Sie spielten durch die erneute Pleite ihre schlechteste Hinrunde in der Bundesliga. Ihre zuvor schwächste Hinserie hatten die Mainzer 2006/07 (elf Punkte) unter Trainer Jürgen Klopp gespielt - am Saisonende stand der erste und bislang letzte Abstieg aus dem Oberhaus. Dieses Schicksal blüht nun auch unter Bo Svensson, der nach drei Spielen als Mainzer Cheftrainer erst einen Punkt geholt hat. "Nach dem Dortmund-Spiel haben wir sehr gehofft, dass wir nachsetzen können", meinte der Coach bei der ARD.

Mainz muss ohne Mateta planen

Bitter für die Rheinländer: Neben der zwölften Niederlage der Saison müssen sie zukünftig auf ihren mit sieben Treffern besten Torjäger verzichten. Stürmer Jean-Philippe Mateta steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Crystal Palace in die Premier League. 

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Der Stürmer befand sich während der Partie bereits zum Medizincheck in London. "Wenn alles gut läuft, wovon wir ausgehen, wird das über die Bühne gehen", sagte Coach Bo Svensson bei Sky.

Die Partie zeigte jedoch, dass seiner Mannschaft ein Torjäger wie Mateta fehlt. Mainz hielt kämpferisch stark dagegen. Der Tabellenvorletzte zeigte aber, dass er im Spiel nach vorne arg limitiert ist. Viele weite Schläge bestimmten die Partie. Kombinationen gab es kaum.

"Es war lange ein Spiel ohne richtige Torchancen. Auf dem Platz war es schwer, flüssigen Fußball zu spielen. Deshalb war es klar, dass die Mannschaft mit dem ersten Tor als Sieger vom Platz gehen würde", erklärte Svensson.

Chancen waren ebenfalls Mangelware. Karim Onisiwo (6.) und Moussa Niakathé (24.) gaben ungefährliche Schüsse ab. Mehr kam von Mainz offensiv nicht. Allerdings taten sich auch die Gäste lange schwer und kamen zunächst nur durch Maximilian Arnold (22.) und Ridle Baku (36.) zu Abschlüssen. "Ich bin sehr froh, dass wir gewinnen konnten. Es war ein richtiges Kampfspiel, es war sicherlich von beiden Mannschaften kein fußballerischer Leckerbissen. Wir haben aber zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt", gab Trainer Oliver Glasner zu.

Bialek und Weghorst schießen Wolfsburg zum Sieg

Mainz, das nach dem 1:1 bei Borussia Dortmund fast unverändert agierte und nur mit Onisiwo anstelle von Robin Quaison auflief, unterbrach aber oft das Wolfsburger Spiel mit harten Zweikämpfen.

Es entwickelte sich deshalb eine zähe Partie mit wenigen Möglichkeiten. Die erste Großchance gab es sogar erst in der 56. Minute als Wolfsburgs Maximilian Philipp abschloss und der Mainzer Verteidiger Alexander Hack vor der Linie rettete (56.). (Ergebnisse/Spielplan)

Wenig später kam Wolfsburgs Bialek ins Spiel und traf freistehend nach einem Traumpass von Maximilian Arnold (65.). 

Damit war der Widerstand gebrochen. In der 80. Minute leistete sich dann Hack einen großen Fehler. Der Innenverteidiger traf den Ball beim versuchten Rückpass kaum und so lief Weghorst alleine auf Keeper Robin Zentner zu. der Stürmer überlupfte den Schlussmann und sorgte für die Entscheidung (80.). Das zwölfte Saisontor bedeutete einen Rekord. Nie zuvor traf ein Wolfsburger so häufig in der Hinserie in der Bundesliga. 

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)