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München - Ex-Profi Bo Svensson ist offiziell neuer Cheftrainer in Mainz und soll die 05er vor dem Abstieg retten. Der Publikumsliebling kehrt aus Österreich zurück.

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Ex-Profi Bo Svensson wird neuer Trainer des abstiegsbedrohten Bundesligisten FSV Mainz 05.

Der 41 Jahre alte Däne übernimmt die Nachfolge des kurz vor dem Jahreswechsel entlassenen Jan-Moritz Lichte. Svensson kommt vom österreichischen Zweitligisten FC Liefering, wo er ursprünglich bis 2023 unter Vertrag stand.

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Außenverteidiger Svensson spielte von 2007 bis 2014 beim FSV, nach dem Ende seiner aktiven Karriere war er von 2015 bis 2019 als Juniorentrainer bei den Rheinhessen beschäftigt. Bei seinem Wechsel nach Österreich kassierten die Mainzer angeblich 1,5 Millionen Euro, die Liefering nun wohl zurückerhält.

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Der frühere Publikumsliebling Svensson soll die Talfahrt des Tabellenvorletzten stoppen. Der FSV hat nach 14 Spieltagen gerade einmal sechs Punkte auf dem Konto, dazu kam das Pokal-Aus gegen den Zweitligisten VfL Bochum.

Schmidt beschrieb Svenssons Profil

Der neue Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt hatte auf der gemeinsamen Vorstellungspressekonferenz mit Sportvorstand Christian Heidel auf SPORT1-Nachfrage zwar den Namen Svensson  noch nicht explizit genannt, aber ein Profil des neuen Trainers beschrieben, das Svensson komplett erfüllt.

"Mein Ziel ist es, einen Trainer zu installieren, der das spielen lässt, was Mainz auszeichnet", sagte Schmidt.

Genauer übersetzt lautet dieses Mantra: Nach dem Ball jagen, Pressing spielen, Tempofußball anwenden und Umschaltfußball praktizieren. Schmidt kennt die in Mainz geforderten Tugenden, der neue Sportdirektor lebt diese als früherer Coach des Vereins vor. (SERVICE: Bundesliga-Spielplan)

Liefering-Boss lobt Svensson

Manfred Pamminger, Geschäftsführer von Svenssons bisherigem Klub Liefering, lobte Svensson bei SPORT1: "Unser Trainer hat sich sehr gut entwickelt in den letzten Monaten. Bo schafft es neben seinen fachlichen Qualitäten, ein Klima in und um die Mannschaft herzustellen, in dem sich sowohl Spieler als auch Mitarbeiter entwickeln können und wollen."

Eine Eigenschaft war beim aktuellen Tabellenzweiten der 2. Liga dabei von ganz besonderer Bedeutung: "Er versteht es, die Spieler mitzunehmen, sie zu einem richtigen Team zu machen, was in unserer Multi-Kulti-Mannschaft mit Spielern aus unterschiedlichsten Nationen und mit unterschiedlichsten Sprachen oft nicht einfach ist."

In Mainz gilt es nun 14 verschiedene Nationen unter einen Hut zu bekommen – wie in Liefering auch. Ein Faustpfand beim Kampf und den Klassenerhalt! (SERVICE: Bundesliga-Tabelle)

"Wir wollen uns gegen alle Widrigkeiten wehren. Der Trainer ist klar der Chef im Verein und wir stehen hinter ihm", kündigte Schmidt an. Es ist die Vertrauensbasis, die ein in diesem Business noch neuer Coach wie Svensson benötigt. Auch der Abstieg in die 2. Liga mit anschließendem Neuaufbau wäre bei den 05ern realistischerweise einkalkuliert.

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Mit Material des Sportinformationsdienstes (sid)