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Mönchengladbach - Gladbach verzichtet gegen Werder auf Breel Embolo, der für einen Party-Eklat gesorgt haben soll. Marco Rose erklärt seine Sichtweise, Yann Sommer findet deutliche Worte.

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Breel Embolo muss sich warm anziehen!

Angesprochen auf den Schweizer, der nach Informationen der Bild am vergangenen Samstagabend an einer illegalen Party von 23 Personen teilgenommen haben soll, fand Gladbach-Keeper Yann Sommer nach dem 1:0-Sieg gegen Werder Bremen am Sky-Mikrofon deutliche Worte:

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"Das ist ein sehr unglückliches Thema. Ihm ist ein großer Fehler passiert und er muss daraus lernen. Wir werden das mit ihm in der Mannschaft besprechen, wenn er wieder zurückkommt", sagte Embolos Landsmann: "Er hat nicht allzu viel überlegt in der Situation. Ich war auch jung, ich habe auch viele Fehler gemacht. Es ist nicht einfach mit dem Fokus der Öffentlichkeit, der auf einem liegt. Wir werden mit ihm hart ins Gericht gehen und das auch deutlich ansprechen."

Gladbach-Trainer Rose: "Völlig sinnfrei"

Auch Gladbach-Trainer Marco Rose hatte sich vor der Partie bei Sky zu diesem Thema geäußert und erklärt:

"Ich habe mit ihm telefoniert, das ganze Gespräch zu erläutern, dauert jetzt aber zu lange. Es ist allein schon völlig sinnfrei, an einem Samstagabend um 2.30 Uhr in einer Pandemie-Zeit mit einem Kumpel zu einem anderen Freund zu fahren. Schon in diesem Moment bricht man die Regel. Allein aus dem Grund müssen wir ihn dann schon rausnehmen. Er hat versichert, dass er kein Teil einer Party war."

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Embolo hatte am späten Montagabend via Instagram Stellung bezogen. "Ich bin in der Nacht auf Sonntag nach der Rückkehr vom Spiel in Stuttgart mit einem Freund nach Essen gefahren", schrieb er in einem Statement: "Das war in der heutigen Zeit ein Fehler."

Den Vorwürfen, er habe an einer Party teilgenommen, widersprach Embolo: "Das ist eine falsche Darstellung. Die Wohnung, in der ich war, befand sich im unmittelbaren Umfeld des Lokals, in dem diese Party stattfand."

Polizei widerspricht Embolo

Die Polizei widersprach allerdings der Darstellung Embolos. "Wir kennen die Aussage des Herrn Embolo. Wir haben keinen Einsatz in der Nachbarschaft gehabt. Unser Einsatz konzentrierte sich auf das Gebäude des Gastronomiebetriebs", sagte Christoph Wickhorst, Sprecher der Essener Polizei, der dpa zufolge auf Anfrage.

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Sollte Embolo doch auf der Party gewesen sein, würde dies für Rose einen "großen Unterschied machen": "Eine Party zu feiern in dieser Zeit wäre eine große Dummheit. Wir haben eine Vorbildfunktion und müssen dementsprechend agieren. Es geht allen gleich, jeder muss sich an die Regeln halten. Der Aufschrei ist dann zu Recht groß."