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München - Bei Borussia Dortmund steht ein Umbruch bevor. Maßgeblich beeinflusst wird dieser durch die Leistungen in der aktuellen Saison. Die Champions League ist Pflicht.

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Der BVB ist auf Platz 7 abgeschmiert, die Meisterschaft mit 13 (!) Punkten Rückstand auf die Bayern längst abgehakt. Für die Borussia geht es jetzt nur noch darum, mit aller Kraft das Minimalziel, die Champions League, zu erreichen.

Im Sommer soll es dann bei den Schwarz-Gelben einen Umbruch geben. Mit dem bisherigen Saisonverlauf sind die Klub-Bosse – wenig erstaunlich – alles andere als zufrieden. "Wir hinken unseren Ansprüchen hinterher", hatte Manager Michael Zorc schon vor der 2:4-Pleite in Gladbach gesagt. (Was eine Saison ohne Champions League bedeuten würde)

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Jadon Sancho ist Verkaufskandidat beim BVB

Nach SPORT1-Informationen rechnen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Zorc fest mit einem Abgang von Jadon Sancho. Der 20 Jahre alte Superstar stand schon im Sommer vor einem Wechsel zu Manchester United. Die "Reds" waren letztlich aber nicht bereit, die geforderte Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro zu bezahlen. 

Die Wunsch-Summe wird man wohl erneut nicht bekommen. Der BVB, der aufgrund der Corona-Pandemie mit einem Verlust von mindestens 75 Millionen Euro rechnet, wird allerdings auf Transfererlöse zur Verlustvermeidung angewiesen sein und würde den Spieler wohl auch für weniger Geld ziehen lassen.

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Entscheidend für den erforderlichen Umbruch ist auch die Frage, wo man am Ende der Saison landen wird: In der Königsklasse oder erstmals seit 2015 wieder in der Europa League? Ein Verpassen der lukrativen Champions League würde den Klub in seiner Entwicklung zurückwerfen. Rund 40 Millionen Euro würden an Einnahmen fehlen. Statt nur Sancho müsste man dann noch einen weiteren Star verkaufen. (Kommentar: Der BVB braucht einen Umbruch!)

Dortmunds Wunschspieler: Florian Neuhaus

Gesetzt den Fall, der BVB erreicht die Champions League, ist Florian Neuhaus ein heißer Kandidat für eine Verpflichtung. Wie von SPORT1 exklusiv berichtete, hat die Borussia großes Interesse am Gladbach-Profi. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler hat im Sommer eine Ausstiegsklausel von rund 40 Millionen Euro. Auch die Bayern und Tottenham sind dran.

Klar ist: Nur beim Erreichen der Champions League könnten die Dortmunder im Rennen um den talentierten Nationalspieler wirklich mitmischen.

Die BVB-Bosse sind von Neuhaus, der zweikampfstark und torgefährlich ist, total begeistert und verfolgen dessen Entwicklung schon länger. Jung, talentiert, ehrgeizig: Neuhaus passt ins Beuteschema des Pott-Klubs, der in der Vergangenheit schon deutsche Spieler wie Sebastian Rode (Bayern), Julian Brandt (Leverkusen), Mahmoud Dahoud (Gladbach) oder Nico Schulz (Hoffenheim) geholt hat. (Achtung Bayern! Auch der BVB will Neuhaus!)

Fraglich ist zurzeit noch, welcher Trainer den erforderlichen Umbruch umsetzen wird. Marco Rose ist die Wunschlösung. Der BVB ist gewillt, die Ausstiegsklausel von rund 5 Millionen Euro zu zahlen. Eine Zusage des 44 Jahre alten Gladbach-Trainers, der ein Bekenntnis zu den Fohlen weiterhin auslässt, gab es nach SPORT1-Informationen aber noch nicht.

Der BVB plant den Umbruch!

Im Sommer endet die BVB-Zeit der "Oldies" Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer. Auch die Verträge von Felix Passlack und Marwin Hitz laufen aus. Während der Verein mit Hitz gerne verlängern will (der Spieler zögert noch), plant er indes ohne Passlack.

Im Sommer 2022 enden die Arbeitspapiere von Dan-Axel Zagadou, Manuel Akanji, Mats Hummels, Axel Witsel (Achillessehnenriss), Thomas Delaney, Tobias Raschl und Mahmoud Dahoud.

Während die Dortmunder gerne mit Zagadou verlängern wollen, gelten – mit Ausnahme von Hummels – alle anderen genannten Spieler als potenzielle Verkaufskandidaten. Dahoud, an dem aktuell Monaco, Marseille und Sassuolo interessiert sind, soll im Sommer definitiv verkauft werden.

Die Dortmunder fahnden außerdem bereits nach einem Sancho-Nachfolger für die Flügel. Der 18-jährige Jayden Braaf von Manchester City ist ein Kandidat.

Auch die Position des rechten Verteidigers, auf der Thomas Meunier (kam ablösefrei aus Paris) bislang nicht überzeugt, und des Torwarts, auf der Roman Bürki momentan wackelt, werden für den Rest der Saison genauer beobachtet.

Die Alternative für Schwarz-Gelb: Manuel Locatelli

Ein Kandidat für den Umbruch könnte auch Manuel Locatelli sein. Wie SPORT1 erfuhr, wollten die Dortmunder den Italien-Star von US Sassuolo schon im Sommer holen. Der Wechsel des italienischen Nationalspielers, der in Sassuolo noch Vertrag bis 2023 hat, zerschlug sich aber. Locatelli, der im defensiven Mittelfeld beheimatet ist, könnte nach der Saison wieder ein heißer Kandidat werden.

Übrigens: Top-Stürmer Erling Haaland würde trotz Umbruch bleiben. Der Norweger hat erst im Jahr 2022 eine Ausstiegsklausel von über 75 Millionen Euro.

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Insgesamt spielen in den Plänen der Bosse vor allem Akteure eine Rolle, die gierig und willig sind und das auf dem Platz verkörpern. Die DNA des Kaders soll verändert werden.

Beim BVB stehen große Veränderungen bevor. Viel Arbeit, die auf Manager Michael Zorc zukommt. Entscheidend ist auch, wo Borussia Dortmund am Saisonende landet: in der Champions League oder in der Europa League?