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München - Der deutsche Rekordmeister verzeichnet zum Jahresabschluss einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn. Karl-Heinz Rummenigge bewertet die Zahlen dennoch positiv.

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Der FC Bayern weist auch im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Gewinn aus. Der fällt jedoch ebenso wie der Umsatz beim deutschen Rekordmeister deutlich geringer aus als im vergangenen Jahr.

Der Gewinn der Münchner beläuft sich im Geschäftsjahr 2019/20 auf 9,8 Millionen Euro nach Steuern. Das sind im Vergleich zur Saison davor (52,5 Mio.) über 40 Millionen Euro weniger.

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Auch der Umsatz brach ein. Während im vergangenen Jahr noch über 750 Millionen Euro umgesetzt werden konnten, sind es aktuell nur 698 Millionen Euro gewesen.

Rummenigge: "Das betraf natürlich auch den FC Bayern"

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge begründet diesen Rückgang mit den Folgen der Corona-Pandemie für den Verein.

Der CHECK24 Doppelpass mit Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

"Das betraf natürlich auch den FC Bayern. So hatten wir seit dem 8. März keine Zuschauer mehr in der Allianz Arena", sagte der Vorstandsvorsitzende des FCB. "Vor diesem Hintergrund sind sowohl der erwirtschaftete Umsatz als auch die Tatsache, dass wir die zurückliegende Saison mit Gewinn abschließen konnten, positiv zu bewerten."

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Hauptgrund dafür seien die sportlichen Erfolge der Mannschaft in der vergangenen Saison gewesen, so Rummenigge. Der FC Bayern gewann 2019/20 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League. Ohne die Coronakrise hätte es sicher ein "Rekordergebnis" gegeben, erklärte Bayerns Finanz-Vorstand Jan-Christian Dreesen. 

Finanz-Vorstand: Liquidität sinkt deutlich

"Das laufende Geschäftsjahr wird allerdings deutlich stärker betroffen sein", prophezeite Dreesen zudem: "Denn wenn wir nun die komplette Saison ohne Zuschauer spielen müssen, reden wir von Umsatzeinschlägen im Konzern von eher 150 Millionen als 100 Millionen Euro, das sind 20 Prozent des Umsatzes. Man müsse in der Bilanz des nächsten Geschäftsjahres mit Verlusten rechnen.

Teure Königstransfers, wie die von Leroy Sané und Lucas Hernández würden in näherer Zukunft daher "zumindest sehr, sehr schwierig." Selbst das Festgeldkonto der Bayern könne Einschränkungen nicht verhindern. 

"Wir haben in den vergangenen zwei Jahren Transfers getätigt, die auch für unsere Verhältnisse überproportional waren", sagte Dreesen - und ergänzte: "Kombiniert mit deutlichen Umsatzrückgängen, bedeutet das zwangsläufig: Unsere zum Glück vorhandene Liquidität sinkt deutlich."