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Am 13. Spieltag verliert die Hertha gegen Freiburg. Anschließend knöpft sich Bruno Labbadia unter anderem Matheus Cunha vor.

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Nach dem 1:4 in Freiburg ließ Bruno Labbadia mächtig Dampf ab - und pickte sich in seinem Ärger vor allem Matheus Cunha heraus. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Der Topscorer der Berliner hatte gegen den Sport-Club erneut einen lustlosen Auftritt gezeigt. Auf die Gründe für die schwache Leistung Cunhas angesprochen sagte der sichtlich angefressene Hertha-Coach: "Es ist schwer zu erklären. Es ist nicht das erste Mal. Ich habe schon viele Gespräche mit ihm geführt."

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Einmal in Fahrt redete sich Labbadia ordentlich in Rage: "Fakt ist, dass seine Körpersprache nicht dazu passt. Das zieht auch andere runter, gerade weil er ein wichtiger Spieler ist. Ich habe ihm immer wieder gesagt, wie wichtig er ist. Wir sprechen es seit mehreren Wochen an. Aber es wird immer schlechter."

Labbadia rügt "unterirdischen" Cunha

Der 54-Jährige fällt ein vernichtendes Urteil: "Für mich war er in der ersten Hälfte unterirdisch, damit meine ich vor allem Körpersprache, mitarbeiten, Position halten."

Damit jedoch nicht genug, Labbadia nimmt Cunha deutlich in die Pflicht: "Er ist noch ein junger Mensch mit 21, aber er muss sich schleunigst verändern. Er darf die anderen Spieler nicht mit runterziehen. So gefestigt sind wir dann nicht in der Phase. Zumal wir dann zu wenige auf dem Platz haben, die ihm das auch mal sagen. Das kommt immer vom Trainerteam. Er muss sich schleunigst ändern. Bei aller Wichtigkeit ist es ein No-Go, wie er aufgetreten ist. Ich mache das so selten, dass ich das direkt sage, aber ich bin total verärgert."

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Labbadia sieht die Schuld für die Auswechslung seines Topscorers zur Pause einzig und allein beim Brasilianer selbst. "Wir hätten ihn eigentlich schon gegen Mainz runter nehmen müssen, haben wir aber nicht, da wir immer glauben, dass er ein Mann ist, der Besonderes machen kann. In dem Fall muss er sich an seine eigene Nase fassen."

Cunha reagierte mit etwas Abstand, wandte sich via Twitter direkt an die Hertha-Fans: "Hallo meine Herthafans, ich weiß heute war kein guter Tag für uns, es gibt Leute, die viel reden, aber ich spiele wirklich für dich, für unsere Hertha." Zudem gelobte Cunha Verbesserung: "Ich werde mich verbessern und dir Cunha zurückgeben."

Freiburg vergrößert Abstand zum Tabellenkeller

Während Labbadia mit der Leistung von Cunha und dessen Mitspielern haderte, verabschiedete sich der SC Freiburg erfolgreich aus dem Bundesliga-Jahr 2020. 

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Nach drei Dreiern in Folge geht der SC mit großem Selbstvertrauen ins baden-württembergische Pokalderby am Mittwoch beim VfB Stuttgart. (DFB-Pokal: VfB Stuttgart - SC Freiburg, 23.Dezember ab 20.45 Uhr im Liveticker)

Vincenzo Grifo (7.), Ermedin Demirovic (59.), Manuel Gulde (67.) und Nils Petersen (90.+4, Foulelfmeter) trafen für die seit fünf Partien ungeschlagenen Freiburger, die mit 17 Punkten auf den zehnten Tabellenplatz kletterten. (Die Tabelle der Bundesliga)

Für die Hertha konnte nur Dodi Lukebakio (52.) einen Treffer erzielen.

Nicht genug, um Labbadia an diesem Tag zu besänftigen.

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