Karim Onisiwo (l.) von FSV Mainz kämpft gegen Berlins Deyovaisio Zeefuik um den Ball.
Karim Onisiwo (l.) von FSV Mainz kämpft gegen Berlins Deyovaisio Zeefuik um den Ball. © Imago
Lesedauer: 4 Minuten

Berlin - Der FSV Mainz setzt im Abstiegskampf ein Lebenszeichen. Bei Hertha BSC erkämpft sich der Vorletzte ein Remis. Die Teams geben nur einen Torschuss ab.

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Der FSV Mainz 05 muss in der Fußball-Bundesliga weiter auf den dringend benötigten Befreiungsschlag warten. Der verdiente Punktgewinn beim überaus zähen 0:0 bei Hertha BSC am Dienstagabend war angesichts der brenzligen sportlichen Situation zu wenig, die Rheinhessen liegen auch nach dem 12. Spieltag auf einem Abstiegsplatz. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Am Mittwoch droht Mainz bei einem Sieg von Schalke 04 sogar der Sturz ans Tabellenende – auch für Trainer Jan-Moritz Lichte wird die Situation nicht leichter. Die Hertha hat weiter mit ihrer Heimschwäche zu kämpfen und läuft den eigenen Ansprüchen hinterher. (SERVICE: Ergebnisse & Spielplan der Bundesliga)

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Beide Teams lieferten ein schwaches Spiel ab und stellten deshalb fast einen Negativrekord auf. In den 90 Minuten gab es nur einen  Schuss auf das gegnerische Tor. Kurios: Die größte Chance des Spiels hatte Leandro Barreiro. Eine Hereingabe lenkte der Mainzer an die Latte (40.). Die weiteren Versuche wurden allesamt geblockt oder verfehlten das Gehäuse deutlich. Die Keeper Alexander Schwolow von Hertha und Robin Zentner von Mainz wurden von den Gegnern zu keiner weiteren Parade gezwungen. 

"Das Wichtigste war heute: Wir gesehen haben gesehen, dass wir zu Null spielen wenn wir 90 Minuten lang konzentriert sind", sagte Lichte bei der ARD nach der ersten Ligapartie in dieser Saison ohne Gegentreffer. 

Lichte rotierte und änderte seine Startelf im Vergleich zur jüngsten Niederlage gegen den 1. FC Köln auf fünf Positionen, unter anderem saß der Mainzer Top-Torjäger Jean-Phillipe Mateta zunächst nur auf der Bank. Hertha-Trainer Bruno Labbadia nahm drei Änderungen vor. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Man wisse um die Wichtigkeit des Spiels, hatte Lichte vorab gesagt, "wir fahren nicht nach Berlin, um Schadensbegrenzung zu betreiben."

Mainz überlässt Hertha das Spiel

Dennoch startete Mainz verhalten. Die Gäste zogen sich in der unspektakulären Anfangsphase weit in die eigene Hälfte zurück und überließen Hertha die Initiative. Die Berliner hatten deutlich mehr Ballbesitz, spätestens in Strafraumnähe fehlten trotz der Rückkehr des zuletzt Gelb-gesperrten Kreativspielers Matheus Cunha aber die Ideen. 

Die hoch verlanlagte Offensive mit Cunha, Krzysztof Piatek und Javayro Dilrosun biss sich die Zähne aus. Auch die eingewechselten Dodi Lukebakio, Matthew Leckie und Jessic Ngankam brachten kaum Schwung bei den Hauptstädtern. 

Mainz stand tief und defensiv sicher, nach gewonnenen Duellen war der Ball aber viel zu schnell wieder in den Reihen der Berliner. Chancen erspielte sich Hertha trotzdem keine. 

"Wir hätten das Spiel gerne gewonnen. In der ersten Halbzeit hatten wir noch die Ruhe, in der zweiten Halbzeit sind wir viel zu unruhig geworden. Wir müssen uns mit dem Punkt begnügen", fasste Labbadia zusammen. 

Hertha-Keeper Schwolow fügte bei der ARD an: "Es war schwierig gegen so eine massive Fünferkette. Aber wir hätten es trotzdem besser ausspielen müssen."

In einer schwachen und ereignisarmen Begegnung zeigte Mainz im Verlauf der ersten Halbzeit etwas mehr Offensivdrang. Die oft hohen Hereingaben waren für Herthas Hintermannschaft jedoch leicht zu verteidigen. Bei der einzigen großen Möglichkeit vor der Pause waren die Blau-Weißen aber auf ihr Glück angewiesen. Leandro Barreiro lenkt den Ball nach einer Hereingabe an die Latte.

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Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spielniveau schwach. Hertha fand keine Lösungen gegen die Mainzer, die kaum Vorstöße ins letzte Drittel zuließen. Bei den Berlinern häuften sich zudem Ungenauigkeiten und individuelle Fehler. 

Strafbares Handspiel von Onisiwo?

Mainz hatte Mühe, daraus Kapital zu schlagen. Chancen wie durch Kevin Stöger, dessen Schuss gerade noch geblockt wurde (53.), hatten Seltenheitswert.

Einen letzten Aufreger bot die Partie in der 80. Minute. Onisiwo köpfte sich das Spielgerät im eigenen Strafraum an die Hand. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck verzichtete nach Ansicht der Bilder aber auf einen Elfmeter.