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Mönchengladbach - Mark Uth vom FC Schalke 04 legt sich bei der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach mächtig ins Zeug. Doch wer folgt dem Beispiel des neuen Anführers?

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Er stemmte sich auch in der Schlussphase, als das Spiel längst entschieden war, noch gegen die 1:4-Klatsche. Mark Uth lief die Gladbach-Verteidiger aggressiv an – und schimpfte auf alle Teamkollegen, die nicht bis zum bitteren Ende mitzogen (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga).

"Ey, Nassim! Was ist da los?", schrie der Schalke-Stürmer in Richtung des eingewechselten Boujellab und forderte lautstark: "Nachrücken!"

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Und zuvor motivierte der 29-jährige Uth, der ja bekanntlich lieber beim 1. FC Köln geblieben wäre, seine Kollegen und packte sie an der Ehre. "Kommt Männer, Kopf hoch! War's das jetzt? Es geht weiter!"

Anführer Uth knallt sich für Schalke rein!

Uth: Es wird nach Leistung aufgestellt

Angesprochen auf die Suspendierungen unter der Woche (Amine Harit, Nabil Bentaleb und Vedad Ibisevic) sagte der Angreifer: "Es wird immer nach Leistung aufgestellt, der Trainer entscheidet nach Trainingsleistungen. Der, der das Herz auf dem Platz lässt, der spielt."

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Wer folgt Uth und lässt sein Herz für das seit 25 Spielen sieglose Schalke? Auf welche Spieler kann sich der abstiegsbedrohte Pott-Klub wirklich verlassen? SPORT1 macht den Check:

Ozan Kabak: Als eines der "größten Innenverteidiger-Talente Europas" hat Sportchef Jochen Schneider ihn vor der Saison bei SPORT1 bezeichnet. Der 20-jährige Türke zählt zum S04-Tafelsilber. Robust, zweikampf- und spielaufbaustark - er kennt vor allem Abstiegskampf. Schlechtes Omen allerdings: 2019 stieg er mit Stuttgart aus der Bundesliga ab.

Der CHECK24 Doppelpass mit Benedikt Höwedes und Steffen Freund am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Frederik Rönnow: Vor der Saison aus Frankfurt geholt (im Tausch mit Markus Schubert) entwickelt sich Rönnow zum Top-Keeper (68 Prozent gehalten Bälle). Beim 1:4 in Gladbach verhinderte der Däne Schlimmeres, als er gegen Alassane Plea und Christoph Kramer stark parierte. Rönnow hat zweifelsohne Retter-Qualitäten (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Steven Skzrybski: Er kennt Abstiegskampf! In der vergangenen Saison stieg Skrzybski mit Fortuna Düsseldorf allerdings aus dem Oberhaus ab. Klar ist: Der gebürtige Berliner zerreißt sich für seinen Herzensklubs (ist seit seiner Kindheit glühender S04-Fan), hat aber auch spielerische Defizite. Seine Forderung ans Team: "Wir müssen Leistung bringen und mehr als Einheit auftreten. Wir müssen nicht mehr von Schritten sprechen, wir brauchen Ergebnisse."

Mascarell muss Kollegen mitziehen

Omar Mascarell: Der Kapitän ist der verlängerte Arm von Trainer Manuel Baum. Er spricht viel, kommuniziert, dirigiert. In Gladbach zeigte sich der Spanier formverbessert. Er muss jetzt allerdings auch auf dem Platz mit Leistung vorangehen und seine Kollegen mitziehen!

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Suat Serdar: Der Nationalspieler gehört zweifelsohne zu den besten Königsblauen. Er geht auf dem Platz die unbequemen Wege, grätscht und fegt dazwischen. Nach langer Verletzungspause muss der 23-Jährige aber so schnell wie möglich wieder in seinen Rhythmus finden.

Benito Raman: Nach 23 torlosen Spielen traf der Belgier endlich mal wieder. Beim 1:4 in Gladbach gelang ihm nach herrlichem Uth-Pass sogar ein Volley-Traumtor. Platzt jetzt sein Knoten? (Tabelle der Bundesliga)

Ahmed Kutucu: Brennt und rennt für Schalke – wenn er denn mal die Chance erhält. Fällt aktuell wegen Corona-Erkrankung aus. Der gebürtige Gelsenkirchener ist Publikumsliebling bei S04. Nach der Trennung von Vedad Ibisevic und der Knieverletzung Goncalo Paciencias könnte seine Stunde schlagen.

Baum: Auf Schalke wieder ein Team werden

"Wir müssen wieder dahin kommen auf Schalke, dass wir ein Team werden. Daran arbeiten wir momentan", erklärte Trainer Manuel Baum.

"Wir haben uns mit der Mannschaft zusammengesetzt und die Fragen gestellt: Was soll uns auszeichnen? Wie wollen wir außen wahrgenommen werden? Wer sind die Spieler, die Verantwortung übernehmen? Wir brauchen wieder Vertrauen innerhalb der Mannschaft!"