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Berlin - Der BVB feiert bei Hertha BSC einen furiosen Sieg. Erling Haaland trifft viermal. Youssoufa Moukoko feiert sein Debüt und stellt einen neuen Rekord auf.

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Mats Hummels hatte mitgedacht.

Nach dem Schlusspfiff wusste der Abwehrchef, bei wem er sich für den Sieg gegen Hertha BSC zu bedanken hatte. Und er tat es auf seine Weise: Er schnappte sich den Spielball und übergab ihm dem strahlenden Erling Haaland. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Zuvor hatte der 20-Jährige die Dortmunder quasi im Alleingang zum 5:2-Sieg gegen die Berliner geschossen. In der ersten Hälfte ließ der frisch gekürte "Golden Boy" noch zwei gute Möglichkeiten liegen, nach dem Seitenwechsel zockte er dann groß auf. Innerhalb von 15 Minuten markierte der Norweger einen Dreierpack, kurz vor dem Ende legte er den vierten Treffer nach.

Der CHECK24 Doppelpass mit Jürgen Kohler, Marcel Reif und Mario Basler am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Haaland erstmals mit vier Toren für BVB

Es war sein erster Viererpack überhaupt im BVB-Dress, wodurch die Dortmunder auf Platz zwei sprangen und bis auf einen Zähler auf den FC Bayern München heranrückten. Die Münchner hatten am Nachmittag beim 1:1 gegen Werder Bremen gepatzt. (Tabelle der Bundesliga)

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Mit nun 23 Toren in 22 Bundesliga-Spielen stellte Erling Haaland einen Bundesliga-Rekord auf. Nie zuvor traf ein Spieler in seinen ersten 22 Bundesliga-Spielen so oft wie der Norweger.

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Haaland dreht nach der Pause auf - und erklärt Grund

Beim ersten Treffer musste Haaland nach Pass von Emre Can nur noch den Fuß hinhalten, beim 2:1 aus Sicht des BVB, das durch einen Treffer von Matheus Cunha in der ersten Hälfte in Rückstand geraten war, glänzte er dann durch einen typischen Laufweg in die Gasse.

Beim dritten Treffer spurtete er nach einem Berliner Fehlpass dazwischen und spielte Keeper Alexander Schwolow aus. Und beim Tor zum Endstand jagte er den Ball aus rund elf Metern ins Gehäuse der Berliner.

"Der Spielzug vor dem ersten Treffer war sehr gut, auch das zweite Tor war schön, alle dachten, es war Abseits" schwärmte Haaland bei DAZN. Als Grund für seinen Leistungsschub nach der Pause erklärte er: "Ich habe ein Red Bull getrunken und Flügel bekommen."

"Er ist uns momentan eine verdammt große Hilfe, weil das Spiel auch ein bisschen auf ihn ausgerichtet ist. Wir genießen es, wissen aber, dass auch andere Spieler Tore schießen können", erklärte Julian Brandt. Der Mittelfeldspieler schwärmte: "Ihm zuzuschauen mit seiner Dynamik und seinem Torriecher, ist sensationell."

Um ein Haar hätten die BVB-Fans die historische Haaland-Show gar nicht zu sehen bekommen. Denn eigentlich war dem Stürmer von den norwegischen Behörden eine zehntägige häusliche Quarantäne verordnet worden, nachdem in der norwegischen Nationalmannschaft ein Corona-Fall aufgetreten war. Doch nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Dortmund kam Haaland um eine Isolation herum.

"Golden Boy" huldigt Moukoko: "Größte Talent der Welt"

Einen besonderen Moment gab es dann wenige Minuten vor Schluss - und Haaland war direkt beteiligt. Supertalent Youssoufa Moukoko wurde in der 85. Minute eingewechselt, für ihn machte der Matchwinner Platz. Mit 16 Jahren und 1 Tag wurde Moukoko zum jüngsten Bundesliga-Spieler der Geschichte, verdrängte den Ex-Dortmunder Nuri Sahin auf Rang zwei.

Und Haaland? Der genoss den Trubel um seine Person sichtlich, wusste aber auch, dass er an diesem historischen Abend nicht der einzige Hauptdarsteller war. Und er huldigte seinem vier Jahre jüngeren Sturmkollegen mit einem Satz, der aus dem Mund des "Golden Boy" eine ganz besondere Bedeutung bekommt: "Er ist aktuell das größte Talent der Welt."

Trainer Lucien Favre war vor allem mit dem zweiten Durchgang zufrieden: "Wir haben am Anfang der zweiten Halbzeit gut gespielt. Hertha macht durch einen Konter ein Tor. Das kann passieren." Seine Anweisung in der Halbzeit: "Weitermachen wie die letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit."

Auch von Haalands Leistung war er beeindruckt, stellte aber auch fest: "In der ersten Halbzeit hat er eine große Torchance nicht gemacht." 

Ingesamt zeigte der Norweger bei seinem Gala-Abend dann aber doch ganz gut, dass er es besser kann.