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München - Stefan Effenberg glaubt, dass bei der Nationalmannschaft nicht nur sportliche Kriterien entscheiden. Mit der Entwicklung der Bundesliga kann er trotz Bayern-Dominanz gut leben.

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Liebe Fußball-Freunde,

nach den großartigen Leistungen von Thomas Müller in den ersten Wochen der Saison stellt sich mal wieder die Frage: Sollte er wieder für die deutsche Nationalmannschaft spielen?

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Eigentlich sollte es bei der Nominierung darum gehen, dass die Besten nominiert werden - und da gehört Müller ohne Frage dazu. Darum geht es beim DFB allerdings nicht.

Dort wollen sie nicht das Risiko eingehen, dass eine neue, alte Hierarchie um Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng entsteht. Wenn es nur um Leistung gehen würde, dann verstehe ich die Nichtnominierung dieser Spieler nicht. 

FC Bayern kann auf allen Hochzeiten tanzen

Immerhin: die Drei sparen sich die anstrengenden Länderspielpausen. Die bringen für die Spieler natürlich eine extreme Belastung mit sich. Bei den Top-Klubs kommt dann auch noch hinzu, dass sie auf drei Hochzeiten tanzen und daher jede Woche mehrere Spiele haben. 

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Wenn eine Mannschaft mit der Teilnahme an drei Wettbewerben umgehen kann, dann ist das der FC Bayern. Der Kader ist mittlerweile so gut und breit aufgestellt, auch in Sachen Qualität, dass es nicht das große Problem sein wird, jeden dritten Tag zu spielen. 

Der BVB ist auf einem guten Weg

In der letzten Zeit wird viel über die fehlende Spannung in der Bundesliga diskutiert. Damit beschäftigt sich auch die von der DFL gegründete Taskforce "Zukunft Profifußball".

Die schlechte Nachricht für die Konkurrenz ist, dass sich Bayern München immer so aufstellen wird, dass sie die Champions League gewinnen - beziehungsweise den Titel verteidigen können. Dafür brauchst du eine extrem hohe Qualität, und wenn du dann in der Bundesliga spielst, haben die anderen Vereine in der Regel keine Chance, bis - vielleicht - auf Borussia Dortmund.

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Ich denke trotzdem: So wie die Bundesliga ist, ist sie gut. Sie ist zwar ganz vorne nicht spannend, weil Bayern einfach zu dominant ist. Das haben sie sich aber hart erarbeitet, sie haben diese Situation nicht geschenkt bekommen.

Die anderen müssen alles dafür machen, um in die Nähe zu kommen. Der BVB ist auf einem guten Weg.

Euer
Stefan Effenberg

Stefan Effenberg hat 2001 mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen. Mit den Bayern und Borussia Mönchengladbach wurde er zudem mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger. Seit Sommer 2018 bildet der 52-Jährige mit Marcel Reif und Mario Basler das feste Experten-Team des CHECK24 Doppelpass.