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München - Bei der Pressekonferenz springt Eric Maxim Choupo-Moting beim FC Bayern als Dolmetscher ein. Der Neuzugang zeigt sofort, weshalb er als Kabinen-König gilt.

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Als bei Bouna Sarr die Übersetzung bei der Pressekonferenz des FC Bayern nicht klappte, da sprang Eric Maxim Choupo-Moting mal eben als Dolmetscher ein. Der zweite Neu-Münchner auf dem Podest übersetzte die Frage eines Journalisten kurzerhand für seinen Mitspieler auf französisch. (Die Pressekonferenz zum Nachlesen im LIVETICKER)

Es wurde deutlich: Choupo-Moting ist für seine Kollegen sofort zur Stelle, wenn sie Hilfe brauchen. 

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Der Neuzugang gilt nicht umsonst als Kabinen-König.

Neben seiner sportlichen Klasse war er mit seiner guten Laune in jeder Mannschaft ein wertvoller Bestandteil. "Für mich ist es nicht wichtig, dass jeder mich mögen muss. Ich will ich selbst sein, ich will mich nicht verstellen. Ich will Freude im Leben haben und es mit anderen teilen", sagte der 31-Jährige. Immer wieder beantwortete er die Fragen der Pressevertreter mit einem lächeln auf den Lippen und sorgte für Lacher. 

Bayerns Sportvorstand Hassan Salihamidzic bestätigte, dass Choupo-Moting vor allem wegen seiner Persönlichkeit zu Bayern kam. "Wir entscheiden uns auch für die Spieler, die einen Top-Charakter haben." 

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Bei keinem seiner Klubs hat jemals ein Verantwortlicher ein schlechtes Wort über ihn verloren. Stattdessen mochten ihn die Stars vor allem bei Paris Saint-Germain. 

Neymar und Mbappé lieben Choupo-Moting

Dort saß der Angreifer von 2018 bis 2020 oft auf der Bank. Trotzdem hielt er das Star-Ensemble zusammen. 

Neymar, sagen Kenner, habe "Choupo" regelrecht geliebt, aber mit Frankreichs Überflieger Kylian Mbappé kam er auch sehr gut aus. "Er kann mit jedem", sagte ein Insider der Pariser Kabine bei der Süddeutschen, "er ist ein Hamburger Junge geblieben, aber er spricht mehrere Sprachen und er hat die Leichtigkeit des Weltmanns."

Der Null-Euro-Star Choupo-Moting

Der Stürmer kann sich fließend auf französisch, englisch und deutsch ausdrücken und sich somit mit fast allen Mitspielern unterhalten. "In der Mannschaft spielt es keine Rolle, wie bekannt man ist. Es sind alle gleich", sagte Choupo-Moting bei der Pressekonferenz. "Bei Paris hat keiner Star-Allüren gehabt."

PSG-Trainer Tuchel: "Er ist sozialer Klebstoff"

Der Pariser Trainer Thomas Tuchel nannte seinen Schützling damals "sozialen Klebstoff". Beim FC Bayern wird Choupo-Moting wohl die gleiche Rolle einnehmen wie in Frankreich: als Edeljoker oder Vertreter eines Stars. 

Schließlich ist an Robert Lewandowski im Sturm kein Vorbeikommen in München. Für den Profi ist das kein Problem. Auf die Frage eines Journalisten, ob ihm ein Stammplatz oder Titel wichtiger seien, antwortete der Neuzugang: "Komische Frage. Jeder Fußballer möchte Stammspieler sein, aber es kommt immer aufs Jahr an und was der Trainer will. Das Wichtigste ist, als Team Erfolg zu haben."

Flick lobt seinen Neuzugang

Der Neuzugang - in Deutschland bereits für Hamburg, Nürnberg, Mainz und Schalke aktiv - nimmt seine Rolle als Joker an und hat von Trainer Hansi Flick in einem persönlichen Gespräch bereits Informationen über seine Aufgaben bekommen. "Er sagte mir, dass ich super reinpasse. Natürlich weiß jeder, dass Bayern Lewandowski vorne hat. Aber jeder Spieler wird im Laufe der Saison wichtig. Der Trainer hat signalisiert, dass es Einsatzzeiten geben wird."

Viele Spielminuten werden es - wenn bei Bayern alles nach Plan läuft - nicht werden. Aber Choupo-Moting will wieder auf seinen großen Moment warten - wie am 12. August als er als Einwechselspieler im Champions-League-Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo das 2:1 für Paris schoss. 

"Auch bei PSG hatte ich viele Stürmer vor mir, aber dann bin ich doch wichtig geworden. Ich kann der Mannschaft mit meiner Qualität helfen", sagte der kamerunische Nationalspieler. 

Seine Qualitäten als Dolmetscher sind außerhalb des Platzes ja bereits sehr gefragt beim FC Bayern.