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Leipzig - Der FC Schalke 04 setzt auch unter seinem neuen Trainer seine Talfahrt fort. RB Leipzig ist beim Debüt von Manuel Baum eine Nummer zu groß.

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Neuer Coach, nächstes Debakel: Der FC Schalke 04 setzt auch unter Manuel Baum seine Talfahrt fort.

Bei der 0:4 (0:3)-Pleite bei RB Leipzig waren die Gelsenkirchener in allen Belangen unterlegen. (Spielplan der Bundesliga 2020/21)

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Der CHECK24 Doppelpass mit dem ehemaligen Köln-Geschäftsführer Armin Veh und Europameister Christian Ziege am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

"Wir brauchen nichts schönreden, das war keine gute Leistung von uns. Aber auf der anderen Seite haben wir jetzt wichtige Erkenntnisse aus einem Spiel gewonnen. Das gilt es jetzt anzugehen", sagte Baum bei Sky und sah eine lange Mängelliste: "Wir waren im Pressing zu spät dran, bei den Toren hat die Abstimmung noch nicht gepasst und wenn wir mal den Ball erobert haben, war er gleich wieder weg. Genau dasselbe im Spielaufbau, da haben wir auch nicht mutig gespielt."

Schalke stellt Negativrekord ein - RB Leipzig jetzt Erster

Die seit 19 Spielen sieglosen Schalker bleiben mit null Punkten und 1:15 Toren Tabellenschlusslicht der Bundesliga. Zugleich stellten die Königsblauen mit saisonübergreifend sechs Liganiederlagen in Folge den fast 50 Jahre alten Klub-Negativrekord ein.

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"Mit dem 0:1 gehen die Köpfe runter, dann beginnen wieder die Selbstzweifel. Aber ich blicke positiv nach vorn, mich reizt es enorm, uns wieder da rauszuziehen", meinte Baum.

Schalkes Abwehrchef Salif Sané ergänzte: "In diesem Moment läuft es nicht so gut für uns. Es ist klar, dass wir es besser machen müssen und im nächsten Spiel drei Punkte holen. Wir müssen Punkte holen, auch für die Stimmung in der Kabine. Wir müssen den Kopf oben halten und nach vorne schauen."

Als erstes Team in der Liga-Historie kassierte Schalke an den ersten drei Spieltagen 15 Gegentore. Einzig der zur Pause für den angeschlagenen Ralf Fährmann eingewechselte Frederik Rönnow hielt die dritte Niederlage im dritten Saisonspiel einigermaßen im Rahmen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die nach drei Spielen noch ungeschlagenen Leipziger eroberten dagegen zumindest für eine Nacht die Tabellenführung. (Tabelle der Bundesliga)

Ein Eigentor von Can Bozdogan (31.), sowie Kopfballtore von Angelino (35.) und Willi Orban (45.+2) sorgten bereits in den ersten 45 Minuten für klare Verhältnisse. Marcel Halstenberg erhöhte in der Schlussphase per Handelfmeter (80.).

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 

Serdar und Fährmann verletzt raus

Für Suat Serdar verlief der Abend besonders bitter: Schalkes Nationalspieler, der von einer Muskelblessur gerade erst genesen war, verletzte sich bei seinem Comeback in der 20. Minute erneut und musste früh ausgewechselt werden. Sein Einsatz bei den anstehenden Länderspielen ist nahezu ausgeschlossen. Zudem blieb Fährmann zur Pause wegen muskulären Problemen in der Kabine.

Baum veränderte die Schalker Startelf auf vier Positionen. Für Sebastian Rudy, Nassim Boujellab, Benito Raman und den gesperrten Ozan Kabak rückten Matija Nastasic, Salif Sane, Alessandro Schöpf und Pechvogel Serdar ins Team. Flügelflitzer Rabbi Matondo stand nicht im Kader, Medienberichten zufolge soll der walisische Nationalspieler kurz vor einem Wechsel stehen.

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Taktisch schickte der neue Coach sein verunsichertes Team mit einer klar defensiven Marschroute ins Spiel: Zwei Dreier-Ketten sollten die flinken Leipziger stoppen, doch auch die offensiveren Spieler arbeiteten permanent mit nach hinten. Die Folge: Offensiv traten die Gäste so gut wie gar nicht in Erscheinung.

RB auch ohne Stürmer in Torlaune

Die Taktik von RB-Trainer Julian Nagelsmann, ohne gelernten Stürmer anzutreten, ging eine halbe Stunde nicht auf - doch dann ging es schnell. Nach einem Pass von Kevin Kampl in die Schnittstelle der Abwehr brachte Emil Forsberg den Ball aufs Tor, wo ihn der für Serdar eingewechselte Bozdogan beim Rettungsversuch unglücklich über die Linie drückte. Damit war Schalkes Gegenwehr fast schon gebrochen, die Gegentreffer Nummer zwei und drei folgten auf dem Fuß.

Baum reagierte und brachte zur zweiten Halbzeit Stürmer Vedad Ibisevic für den wirkungslosen Goncalo Paciência. Ein wirklicher Ruck ging aber nicht durchs Team, auch wenn Bozdogan mit einem satten Fernschuss RB-Keeper Peter Gulacsi prüfte (54.). Die Leipziger blieben spielbestimmend, vergaben ihre Chancen aber teilweise zu fahrlässig. Zudem parierte Rönnow mehrmals stark.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)