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München - In einem völlig verrückten Spiel rettet Robert Lewandowski dem FC Bayern gegen Hertha BSC den Sieg. Leon Goretzkas Worte im Vorfeld spielen dabei eine Rolle.

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Als hätte Robert Lewandowski diesen Schuss Extra-Motivation gebraucht.

"Ich habe ihm vor dem Spiel gesagt: 'So langsam musst du mal zünden, wenn man sich mal anguckt, was die anderen Jungs machen, die sich da vorne tummeln'", sagte Leon Goretzka nach dem turbulenten 4:3 (1:0)-Sieg des FC Bayern gegen Hertha BSC bei Sky. (Spielplan der Bundesliga 2020/21)

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Und das ließ sich Bayerns Torjäger vom Dienst nicht zweimal sagen!

Lewandowski rettet mit Viererpack den Bayern den Sieg

Mit einem Viererpack (40., 51., 85. und 90.+3/Foulelfmeter) bewahrte Lewandowski die Münchner vor einem Fehlstart und mischte sich mit nun fünf Saisontoren gleich wieder unter "die anderen Jungs" wie Erling Haaland und Andrej Kramaric an der Spitze der Torjägerliste.

"Ich glaube, da hat er sich angesprochen gefühlt und mir dann gleich gezeigt, was Lewandowski kann", ergänzte Goretzka.

Der Ausnahmekönner bewahrte mit seinen Toren die Bayern eine Woche nach dem 1:4 bei der TSG Hoffenheim vor dem nächsten Rückschlag. Mit nun sechs Punkten schoben sich die Münchner vor der Länderspielpause zumindest auf Platz vier nach vorne - der Abstand zu RB Leipzig an der Tabellenspitze beträgt nur einen Punkt. (Tabelle der Bundesliga)

Hertha deckt Bayerns Defensiv-Schwächen auf

Die Gefahr eines Fehlstarts war allerdings real, schließlich bewies die Hertha Comeback-Qualitäten - und deckte dabei Bayerns Lücken in der Defensive auf. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Zunächst glich die Alte Dame die vermeintlich komfortable Zwei-Tore-Führung der Münchner durch Jhon Córdoba (59.) und Matheus Cunha (71.) aus. Auch auf Lewandowskis dritten Treffer antwortete die Hertha in Person von Joker Jessic Ngankam (88.) sogar noch mal - ehe Europas Fußballer des Jahres die etwas müde und überspielt wirkenden Bayern aufatmen ließ.

"Robert Lewandowski ist auch keiner, der aktuell schon bei 100 Prozent ist. Und er macht vier Tore aus den Chancen, die er hatte", sagte Bayern-Trainer Hansi Flick. "Von daher muss man sagen: Es geht. Kompliment an die Mannschaft, aber nur, was die Mentalität betrifft. Die Art und Weise wie wir Fußball gespielt haben - das wissen wir alle, dass das nicht Bayern-like ist."

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Für Lewandowski war es der zweite Viererpack in der Bundesliga, mit 13 Torschüssen in einer Partie stellte der 32-Jährige zudem einen persönlichen Rekord auf.

Flick lobt Lewandowski: "Qualität ist einzigartig"

Dazu war sich der Pole gerade auch in der Schlussphase nicht zu schade, nach hinten zu arbeiten. So klärte Lewandowski etwa in den letzten Minuten der Partie im eigenen Strafraum und nahm für ein taktisches Foul in der Nachspielzeit auch noch die Gelbe Karte in Kauf. Nebenbei feierte er mit seinem 100. Bundesliga-Tor in der Allianz Arena noch ein bemerkenswertes Jubiläum.

"Wir wissen alle, dass Robert ein absoluter Torjäger ist und in jedem Spiel Tore erzielen will", erklärte Flick. Zugleich legte der Bayern-Coach sehr viel Wert auf "die anderen Elemente, die im Teamsport wichtig sind", etwa "mal aufzulegen" oder gut "gegen den Ball zu arbeiten": "Das macht er absolut mit, deswegen bin ich mit ihm sehr zufrieden", lobte Flick seinen Torjäger. "Die Qualität, die er hat, ist einzigartig."

Eine Qualität, die in solch dramatischen Spielen eben den Unterschied ausmachen kann.