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München und Frankfurt am Main - Amin Younes zeigt nach seiner Einwechslung beim FC Bayern trotz des 0:5 eine ordentliche Leistung. So wird Adi Hütter nicht mehr lange am Neuzugang vorbeikommen.

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"Nein!" Adi Hütter positioniert sich vor Spielen ganz selten, wenn er nach Einsätzen von einzelnen Spielern gefragt wird.

Doch vor dem Duell gegen den FC Bayern München antwortete der Eintracht-Trainer eindeutig auf die SPORT1-Nachfrage, ob Amin Younes ein Startelfkandidat sei. Der 27-Jährige musste trotz guten ersten Eindrücken beim deutschen Rekordmeister 45 Minuten warten und kam erst zur Pause, als es allerdings schon 0:2 stand.

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Hütter lobt Younes nach Einwechslung

"Das war natürlich keine einfache Situation", gab Hütter gegenüber SPORT1 nach der 0:5-Pleite in München zu. Doch an Younes waren die drei Gegentreffer im zweiten Durchgang nicht festzumachen. Der Confed-Cup-Sieger versuchte viel, ging ins Risiko und brachte sich gut ein.

"Man sieht, dass er immer besser wird. Ihm fehlt noch Spielpraxis, aber er wird uns auf Dauer gesehen weiterhelfen", sagte Hütter über seinen Neuzugang.

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Younes bringt eine bestimmte Unbekümmertheit mit, er sucht permanent die Eins-gegen-Eins-Duelle und wagt Zuspiele in die Tiefe. 26 Ballkontakte, eine Passquote von 75 Prozent und 45 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind trotz hoher Niederlage eine insgesamt ordentliche Statistik.

"Younes bringt mit seinen kleinen Bewegungen und seiner Spielintelligenz ein anderes Element in unser Spiel", analysiert der Coach. Der 27-Jährige sei “sehr ehrgeizig”, er befinde sich auf einem "guten Weg".

Schlüsselspieler Kamada vom Platz genommen

Hütter nahm dafür sogar seinen Schlüsselspieler Daichi Kamada vom Platz, was aber nicht an der Leistung des Japaners lag. "Ich wollte Younes sehen" so Hütter. Er hatte weitere Überlegungen: "Ich hätte auch eine Spitze rausnehmen und mit zwei Zehnern spielen können. Aber wir lagen mit 0:2 hinten und wollten den Anschlusstreffer erzielen."

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Younes konnte sich vor den Duellen auf Augenhöhe, gegen die dann wohl eher etwas tiefer stehenden Gegner Werder Bremen und den VfB Stuttgart, dennoch anbieten.

Der Offensivallrounder strebt in die Startelf und der wuchtige Sturm um Bas Dost und André Silva, dem für auf Konter ausgelegte Duelle wie in München das Tempo fehlt, ruft förmlich nach diesem "anderen Element", das von Hütter so geschätzt wird. So wird der 50-Jährige nicht mehr lange an dem 1,68 Meter kleinen Dribbler vorbeikommen.

Trotz deftiger Niederlage lässt sich sagen: Younes zählte in der Allianz Arena zu den Gewinnern bei der Eintracht.