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Bei Schalke ist die Trainersuche in vollem Gange. Es sind nur noch zwei Kandidaten im Gespräch - ein früherer Bayern-Star ist aus dem Rennen. SPORT1 gibt einen Überblick.

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Die Trainersuche beim FC Schalke 04 ist nach der Trennung von David Wagner am vergangenen Sonntag in vollem Gange. Viele Namen wurden bisher gehandelt. 

Während am Dienstag die beiden Athletiktrainer Werner Leuthard und Quirin Löppert das Training leiteten, arbeitete Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider derweil in seinem Büro an der optimalen Nachfolge-Regelung.

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SPORT1 gibt einen Überblick über die Trainersuche in Gelsenkirchen -  aktuell kristallisieren sich nur noch zwei Namen als Kandidaten heraus. 

Manuel Baum: 

Der frühere Augsburg-Coach, der aktuell die U20 beim DFB trainiert, gilt als absoluter Taktik-Experte. Dass Schalke den 43-Jährigen auf der Liste hat, deckt sich auch mit SPORT1-Informationen.

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Baum erlebte Schalkes 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen auf der Tribüne und beobachtete vorher ein Spiel des Schalker Nachwuchses. Unter der Woche führten die Schalker Verantwortlichen zudem schon Gespräche mit Baum.

Auf Schalke glaubt die Führungsriege um Schneider, dass nach David Wagner ein Taktiker her muss, der der Mannschaft das nötige Rüstzeug gibt, um aus der sportlichen Krise rauszukommen.

Bei Baum ist allerdings nicht jeder im Aufsichtsrat vollends davon überzeugt, dass er die Kabine in den Griff bekommt. Als abschreckendes Beispiel gilt der Fall Martin Hinteregger in Augsburg. Dafür ist man von seiner taktischen Finesse absolut angetan. 

Dimitrios Grammozis:

Auch der frühere Darmstadt-Trainer, der als Profi unter anderem für den Hamburger SV, den 1. FC Kaiserslautern sowie beim 1. FC Köln spielte und in der Vorsaison als Trainer bei Darmstadt 98 tätig war, steht ebenfalls auf Schalkes Short-List.

Obwohl Grammozis nicht Baums Taktik-Repertoire aufweist, ist man auf Schalke von seiner Art angetan. Er könne in einer Mannschaft Feuer entfachen. Was zudem für Grammozis sprechen würde: Der Deutsch-Grieche hat eine bisher unbelastete Karriere. 

Seine Trainerkarriere startete Grammozis 2013 beim VfL Bochum. An der Castroper Straße arbeitete er in verschiedenen Funktionen und konnte vor allem im Jugendbereich ausgiebige Erfahrungen sammeln. 

SPORT1 erreichte den 42-Jährigen am Dienstagmittag. Er wollte sich allerdings nicht zu den laufenden Spekulationen äußern. 

Mark van Bommel:

Zuletzt tauchte auch der Name Mark van Bommel (43) bei der Trainersuche auf. Der Niederländer und frühere Bayern-Profi (2006 bis 2011) wurde im Dezember 2019 bei der PSV Eindhoven entlassen, seitdem ist er ohne Job. 

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Schalkes Aufsichtsrat Huub Stevens dementiert, dass der frühere Münchner für die Königsblauen tätig wird. "Wir haben über verschiedene Kandidaten gesprochen, aber Mark van Bommel war da nicht dabei", sagte Stevens bei Fox Sports. "Ich denke auch nicht, dass van Bommel in das Profil passt, das wir suchen. Ich denke, er kennt die Bundesliga nicht gut genug." 

Kein Kandidat ist auch Ralf Rangnick, der noch am Sonntag bei Sky nicht abgeneigt schien.

Inzwischen hat der 62-Jährige allerdings bei Funke Sport erklärtdass ein Engagement aktuell ausgeschlossen sei: "Ich kann mir zurzeit überhaupt nicht vorstellen, ein drittes Mal zu Schalke 04 zu kommen, und schon gar nicht als Trainer, der kurzfristig die Negativserie beenden soll."

Fazit:

Zwischen Baum und Grammozis wird am Ende die Wahl fallen, wobei der frühere FCA-Coach leicht favorisiert ist. Bis spätestens Freitag soll entschieden werden.