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München - Der FC Schalke 04 reagiert auf die Krise und entlässt Trainer David Wagner. Ein alter Bekannter wird als Nachfolger gehandelt - und schließt eine Rückkehr nicht aus.

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Schluss für David Wagner - Neustart für Ralf Rangnick?

Der FC Schalke 04 hat auf die sportliche Krise reagiert und sich, wie von SPORT1 bereits im Vorfeld berichtet, am Sonntag erwartungsgemäß von seinem Trainer getrennt.

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Auch Wagners Co-Trainer Christoph Bühler und Frank Fröhling müssen den Verein verlassen. Der als Interimscoach gehandelte Talenteschmied Norbert Elgert erklärte derweil, nicht als Zwischenlösung zur Verfügung zu stehen.

Als langfristige Lösung wurde unter anderem Marc Wilmots gehandelt. Dieser gehörte als Spieler den legendären Eurofightern an, die 1997 den UEFA-Pokal gewannen. (Spielplan der Bundesliga 2020/21)

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Der 51-Jährige bestritt am Sonntag jedoch, dass die S04-Verantwortlichen schon an ihn herangetreten seien. "Ich habe bisher keinen Kontakt zu Schalke", sagte Wilmots zu SPORT1.

Nach Informationen von Sky ist DFB-Nachwuchstrainer Manuel Baum der Top-Favorit auf den Trainer-Posten. Der 41 Jahre alte Baum trainierte von 2016 bis 2019 den FC Augsburg. Seit Juli 2019 ist er U20-Nationaltrainer.

Rangnick schließt Schalke-Rückkehr nicht aus

Ohne aktuelle Aufgabe ist hingegen ein anderer Name, der bereits im Zusammenhang mit der Wagner-Nachfolge gefallen ist: Ralf Rangnick. 

"Ich bin seit acht Wochen frei, wenn man so will. Wenn ich sagen würde, Schalke interessiert mich überhaupt nicht, würde ich lügen", erklärte Rangnick auf Nachfrage bei Sky. Der Verein liege ihm immer noch am Herzen.

"Im Moment fällt es mir schwer, mir vorzustellen, ein drittes Mal nach Schalke zurückzukehren", schränkte der 62-Jährige allerdings ein. Rangnick war zwischen 2004 und 2005 sowie im Jahr 2011 als Trainer auf Schalke tätig und hat auch eine Vorgeschichte mit Sportvorstand Schneider, mit dem er bei RB Leipzig und beim Red-Bull-Fußballprojekt zusammengearbeitet hatte.

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Ist ein Rangnick-Comeback auf Schalke eine ernsthafte Option? Guido Schäfer, Ex-Profi und Chefreporter der Leipziger Volkszeitung, hält es für nahezu ausgeschlossen. "Der hat zwar Lust aufs Leben, aber keine Lust mehr auf Schalke. Die müssen also nicht anfragen, und Mainz 05 muss auch nicht anfragen", sagte Schäfer im CHECK24 Doppelpass

"Die nächste Station von Ralf Rangnick wird in der Premier League sein - da wartet er, dass bei ManUnited irgendetwas schiefgeht oder bei Arsenal. Aber Schalke? Da sagt er: 'Da brauch ich ja fünf Transferperioden, um etwas Licht am Tunnel zu sehen, bei aller Liebe zu Schake 04'."

S04 ist nunmehr saisonübergreifend seit 18 Bundesligsspielen in Folge ohne Sieg, bei einer verheerenden Tordifferenz von 8:48. Zum Saisonauftakt hatte es eine 0:8-Niederlage beim FC Bayern gesetzt. 

Schneider: Entscheidung nicht leicht gefallen

Nach dem dem enttäuschenden 1:3 gegen Werder Bremen hatten die Verantwortlichen die Reißleine gezogen. Wagner war erst im vergangenen Sommer als Coach verpflichtet worden. 

"Wir alle hatten gehofft, dass wir die sportliche Wende zusammen mit David Wagner schaffen können", erklärte Schalkes Vorstand Sport und Kommunikation, Jochen Schneider, in einem kurzen Statement: "Leider haben die ersten beiden Spieltage der neuen Saison nicht die dafür notwendigen Leistungen und Resultate erbracht."

Man habe sich daher dazu entschlossen, den "Weg des personellen Neuanfangs zu gehen. Diese Entscheidung ist uns trotz der enttäuschenden Ergebnisse alles andere als leicht gefallen." Sein Dank gelte dem freigestellten Trainer-Trio, das jeden Tag alles dafür getan habe, "um Schalke 04 wieder zurück in die Erfolgsspur zu bringen."