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München - Bayerns Shooting Star Alphonso Davies sitzt in den ersten zwei Pflichtspielen hinter Lucas Hernández nur auf der Bank. Das hat Gründe, die Hansi Flick erklärt.

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Muss sich der Überflieger der Triple-Saison plötzlich Sorgen um seinen Stammplatz machen?

Alphonso Davies hatte großen Anteil an den Erfolgen des FC Bayern München in der vergangenen Saison. Als Linksverteidiger mauserte er sich in Windeseile zum Stammspieler. Mit seinen Tempodribblings und Assists verzauberte er die Fußball-Welt.

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Beim Kantersieg gegen Schalke 04 zum Bundesligaauftakt und beim Finalerfolg im UEFA Super Cup gegen den FC Sevilla nach Verlängerung saß das Supertalent allerdings nur auf der Bank. Auch, weil der 19-Jährige zuletzt leicht angeschlagen gewesen sein soll.

Seine Vertretung: der in der Triple-Saison nur selten im Blickpunkt stehende 80-Millionen-Mann Lucas Hernández.

Bayern-Trainer Flick: "Lucas hat sehr gut gespielt"

Bereits gegen die Königsblauen spielte der Franzose gut, gegen die Andalusier zeigte Hernández am Donnerstagabend eine seiner stärksten Leistungen im Bayern-Dress.

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"Das sehe ich auch. Lucas hat in der Defensive sehr gut gespielt", sagte Hansi Flick auf SPORT1-Nachfrage. Warum er erneut den Vorzug vor Davies erhielt, erklärte der Cheftrainer so: "Lucas war mehr im Rhythmus und bei der Nationalmannschaft in Frankreich dabei. Dort hat er gespielt und auch gut gegen Schalke. Deswegen haben wir ihn dringelassen."

Hernández rechtfertigte das Vertrauen und avancierte gegen Sevilla zum zweikampfstärksten Bayern-Spieler auf dem Feld. Er hatte auch die meisten Balleroberungen. Zudem war ihm anzumerken, dass er immer mehr Sicherheit in seine Aktionen bekommt und nicht mehr so überhastet wirkt, wie in Teilen der Vorsaison. Ebenso auffällig war seine Schnelligkeit und Technik, wenngleich der 24-Jährige diese Position etwas defensiver und weniger spektakulär interpretiert als Davies.

Nach 98 Minuten war Schluss für den Linksfuß. Geplagt mit Krämpfen nahm ihn Flick vom Feld und brachte Davies, den er ursprünglich als Joker für Leroy Sané und Serge Gnabry eingeplant hatte, um "mit Geschwindigkeit nachlegen" zu können, wie Flick erklärte.

Bleibt Davies vorerst außen vor?

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Alaba-Zukunft mitentscheidend 

Am Sonntag tritt der FC Bayern bei der TSG Hoffenheim an. (Bundesliga: TSG Hoffenheim - FC Bayern München So., ab 15.30 Uhr im LIVETICKER)

Sportliche Gründe, Hernández als Linksverteidiger abzuziehen, gibt es derzeit nicht. Gut möglich also, dass sich Davies vorerst hinten anstellen muss und Hernández an seinem Durchbruch links in der Viererkette feilen kann, obwohl er eigentlich als Innenverteidiger von Atlético Madrid verpflichtet wurde. Dort ist allerdings links David Alaba gesetzt, der mit seinem Zögern im Vertrags-Poker weiterhin für Wirbel sorgt und gegen Sevilla enttäuschte.

Sollte Alaba die Bayern noch in diesem oder im nächsten Sommer überraschend verlassen, spätestens dann dürfte Hernández in der Innenverteidigung die Top-Alternative sein. Vorher wohl nicht.

Zwar hat Hernández noch einen Vertrag bis 2024 bei den Münchnern. Aufgrund einer für ihn gebrauchten Premieren-Saison (nur 25 Pflichtspiel-Einsätze mit durchschnittlich 45 Minuten Einsatzzeit) kam er jedoch zuletzt bereits ins Grübeln. In einem Interview in Frankreich sagte er, dass er sehen müsse, wie es weitergeht, sollte es für ihn beim FC Bayern "weiterhin so kompliziert" sein. Paris Saint-Germain soll an ihm dran sein.

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Komplizierter wird es vorerst für Flick, der sich hinten links zwischen dem anscheinend topfitten Rekordeinkauf Hernández und Supertalent Davies entscheiden muss.