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Uli Hoeneß echauffiert sich im CHECK24 Doppelpass über Alaba-Berater Pini Zahavi. Für Bayern-Reporter Stefan Kumberger der falsche Weg. Der SPORT1-Kommentar.

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Die Verantwortlichen des Rekordmeisters sollten im Poker um die Zukunft von David Alaba nicht am falschen Ende sparen.

Der 28-jährige Österreicher bietet alles, was der moderne FC Bayern braucht: Identifikationsfigur neben und absoluter Leistungsträger auf dem Platz. Letzteres übrigens konstant seit Jahren und auf jeder Position, auf die er gestellt wurde.

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Die Bayern sind ständig auf der Suche nach flexiblen Profis, die auf vielen Positionen spielen können. Und dann wollen sie ernsthaft einen so vielseitigen Mann wie David Alaba wegen der "letzten Millionen" (Zitat Uli Hoeneß im CHECK24 Doppelpass) gehen lassen?

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Die womöglich zu hoch gegriffenen 80 Millionen Euro für Lucas Hernández, der den Beweis seines Wertes bisher schuldig blieb, hatte man einst genau mit seiner Vielseitigkeit begründet.

Bei Lewandowski gelang der Deal mit Zahavi auch

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Ich verstehe nicht, wieso das Argument, dass Alaba die Rollen des Innenverteidigers, des Außenverteidigers und des defensiven Mittelfeldspielers auf höchstem Niveau ausfüllen kann, nicht mehr Beachtung findet.

Vor zwölf Jahren kostete Alaba bei seinem Wechsel von Austria Wien an die Isar 150.000 Euro. Auf die Jahre gerechnet und gemessen an seinen Leistungen ein wahres Schnäppchen.

Ein gleichwertiger Ersatz - wenn es ihn denn wirklich geben sollte - würde die Bayern mit Ablöse und allem Drum und Dran vermutlich ähnlich viel kosten, wie verbesserte Konditionen für den zweimaligen (!) Triple-Sieger David Alaba.

Einen neuen Spieler müsste man zudem neu integrieren. Auch diesen Aufwand würden sich die Bayern mit einer Verlängerung von Alabas Kontrakt ersparen.

Die Bayern-Bosse sollten sich also nicht medial an Alabas berüchtigtem Berater Pini Zahavi abarbeiten, sondern Alaba auch finanzielle Wertschätzung entgegenbringen. Bei Robert Lewandowski ist das schließlich - trotz "Piranha" Zahavi - auch gelungen.

Und Hoeneß sagte es im CHECK24 Doppelpass ja selbst: Einen ablösefreien Abschied im kommenden Jahr müsse man "unbedingt verhindern".

Auch wenn es schwerfällt: Es ist an der Zeit, den Piranha zu füttern.