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München - Serge Gnabry und Leroy Sané verstehen sich schon im ersten Saisonspiel fast blind. Erinnerungen an ein legendäres Duo beim FC Bayern werden wach.

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Irgendwann, gegen kurz vor 22 Uhr muss es gewesen sein, hatten Leroy Sané (24) und Serge Gnabry (25) dann Feierabend. Die beiden Mittelfeldspieler des FC Bayern wurden am Freitagabend beim Stand von 7:0 ausgewechselt, nahmen auf der Tribüne in der nahezu menschenleeren Allianz Arena Platz und legten die Füße entspannt hoch. Sie flüsterten sich etwas zu und lachten anschließend herzlich.

Sané und Gnabry – Bayern lacht vor Freude über sein neues Traum-Duo!

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Sané, vor der Saison als Königstransfer für rund 50 Mio. Euro von Manchester City geholt, und Gnabry schossen Schalke beim 8:0-Auftaktsieg quasi im Alleingang ab. Gnabry brauche nur drei Minuten und 26 Sekunden für das erste Tor der Saison. Er markierte - nach genialer Vorarbeit von Sané - noch das 4:0 und 5:0. Sané selbst traf zum 7:0.

Erinnerungen an Robbery werden wach - Pizarro schwärmt

Nach dem Gala-Auftakt gegen den kriselnden Pott-Klub werden sofort Vergleiche mit dem legendären Bayern-Duo Robbery gezogen. Zwischen 2009 und 2019 bildeten Arjen Robben (36, jetzt FC Groningen) und Franck Ribéry (37, AC Florenz) die vielleicht beste Flügelzange der Welt. Sie holten zusammen acht Meistertitel, fünf Pokalsiege und die Champions League.

Hansi Flick (55) wollte von Robbery-Vergleichen vorerst aber nichts wissen: "Wir haben das erste Spiel gemacht", trat der Bayern-Trainer ein wenig auf die Euphoriebremse. "Jetzt machen wir mal alle ganz langsam hier."

Im gleichen Atemzug kam Flick aber auch nicht an einem Lob für sein fulminantes Duo vorbei. "Wir hatten enorm viel Speed", sagte er. "Die beiden haben das hervorragend gemacht." Man habe schon bei der Nationalmannschaft gesehen, dass sie sich gut verstehen.

Sané und Gnabry sind zusammen Sanéry - und könnten Robbery schon bald vergessen lassen.

Auch der ehemalige Bayern Stürmer Claudio Pizarro schwärmt vom neuen Traum-Duo. "Beide sind sehr gute Spieler. Die Verpflichtung von Sané war sehr wichtig für die Bayern. Sie haben gegen Schalke gezeigt, wie schnell sie sind. Sie haben gezeigt, dass sie alle Mannschaften schlagen können", erklärte der Peruaner, der seit kurzen als Markenbotschafter des Rekordmeisters auftritt, bei Sky.

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Die Parallelen sind durchaus da: Sané trägt die Robben-Nummer 10, Gnabry Ribérys 7. Über die Flügel kommen sie, wie die beiden einstigen Bayern-Stars, über ein Höllen-Tempo. Mit einer Geschwindigkeit von 34,8 km/h in der Spitze lief Sané den völlig überforderten Schalkern um Sebastian Rudy (31,0) und Bastian Oczipka (30,6) davon.

Und: In ihrer ersten Bayern-Saison vor elf Jahren waren Ribéry (damals 26) und Robben (25) fast genauso alt wie Sané und Gnabry.

Zwei Kumpels finden zusammen

Sané und Gnabry sind gut befreundet, verstehen sich auch abseits des Rasens blendend. Schon vor einem Jahr setzte sich Gnabry öffentlich für einen Transfer seines Kumpels zu den Bayern ein. "Ich hätte ihn liebend gern bei uns in der Mannschaft", schwärmte Gnabry im Juni 2019 während einer Länderspielreise. "Leroy kann jeder Mannschaft helfen. Er wäre eine Bereicherung für den FC Bayern."

Jetzt ist Sané da – und überzeugte gleich bei seinem ersten Pflichtspiel im roten Trikot. "Ich will Vollgas geben, ich bin noch nicht bei 100 Prozent", sagt der neue FCB-Star nach dem Spiel.

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"Ich bin sehr glücklich, dass es so gut geklappt hat. Seitdem die Gespräche liefen hatte ich ein gutes Gefühl. Ich kenne schon viele Jungs, mit denen ich bei der Nationalmannschaft zusammengespielt habe. Auch die ich noch nicht kannte sind alle Top. Ich fühle mich komplett wohl. Deshalb wusste ich auch, dass es sportlich gut klappen wird."

Und Hattrick-Mann Gnabry ergänzte: "Es war ein perfekter Start für uns, ich habe drei Tore gemacht und die wurden mir von meinen Teamkollegen großartig vorgelegt. Wir sind immer noch hungrig und wollen Titel gewinnen."

Sanéry statt Robbery – Bayern hat ein neues Traum-Duo.