Mario Götze und Toni Kroos spielten in der Saison 2013/14 gemeinsam für den FC Bayern München
Mario Götze und Toni Kroos spielten in der Saison 2013/14 gemeinsam für den FC Bayern München © Imago
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München - Der Wechsel von Toni Kroos 2014 vom FC Bayern München zu Real Madrid sorgte bei Fans für Missstimmung. Rummenigge erklärt jetzt die Hintergründe.

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2014 verließ Toni Kroos zum Leidwesen vieler Fans den FC Bayern München und wechselte nach dem WM-Sieg zu Real Madrid.

Der Rekordmeister wollte die Gehaltsforderungen des damals 24-Jährigen nicht erfüllen. Nun bringt Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge neue Details zu den geplatzten Verhandlungen ans Licht.

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"Wir hatten damals eine Diskussion mit Toni und seinem Berater Volker Struth. Toni wollte genauso viel verdienen wie (Mario) Götze", erklärte Rummenigge im Bild-Podcast Phrasenmäher. Götze war ein Jahr zuvor als damals 21-Jähriger vom BVB zum Rekordmeister gewechselt. "Götze kam aus Dortmund und gehörte mit zu den Topverdienern, Toni war ein Eigengewächs und war ein Stück darunter angesiedelt", erklärte Rummenigge die damalige Gehaltsstruktur.

Allerdings hatte Kroos zwischenzeitlich in Leverkusen den Durchbruch geschafft und kam als etablierter Bundesligaspieler und frischgebackener Nationalspieler zu Bayern zurück.

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Bayern erfüllt Kroos-Forderung nicht

Das Thema sei dann irgendwann ein bisschen verkantet. "Dann kam die Forderung: Entweder sind wir bereit, den gleichen Betrag auf den Tisch zu legen, oder er geht", sagte Rummenigge. Da Kroos zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Jahr Vertrag hatte, akzeptierten die Bayern dessen Entscheidung für Real Madrid.

Lediglich 25 Millionen kassierten die Münchner für ihren Mittelfeldspieler, im Nachhinein einer der besten Real-Transfers der vergangenen Jahre. "Die Ablöse von 25 Millionen Euro ist natürlich nicht vergleichbar mit den 222 Millionen für Neymar, aber es war eine andere Zeit", erklärte Rummenigge.

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Rummenigge: "Spieler kommen und gehen"

Als Fehler sieht Rummenigge die Entscheidung, Kroos gehen zu lassen, nicht. "Wir haben uns ganz bewusst so entschieden. Mit der Summe, die er forderte, wäre er absoluter Topverdiener gewesen. Das war zu der Zeit finanziell für uns ein Kraftakt."

Im Nachhinein betrachtet sei alles zufriedenstellend verlaufen. "Das Wichtigste ist: Er hat hier eine erfolgreiche Zeit erlebt, eine erfolgreiche Zeit nach uns erlebt", erklärte der Bayern-Boss.

Dass Kroos nach seinem Wechsel nach Spanien so richtig durchstartete und mit den Königlichen dreimal die Champions League gewann, sei für Rummenigge kein Problem. "Ich habe bei keinem Spieler, der uns verlassen hat, gedacht: 'Hoffentlich spielt der jetzt einen Scheißdreck zusammen, damit für uns kein Problem in der Öffentlichkeit entsteht.' Spieler kommen und gehen. Es findet immer ein kontinuierlicher Wechsel statt, den man will und auch braucht."