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München - David Alaba nimmt Stellung zu den Vorwürfen gegen seine Seite im Vertragspoker. Der Innenverteidiger des FC Bayern stellt klar, worum es ihm geht.

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David Alaba vom FC Bayern hat auf die Äußerungen von Uli Hoeneß im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 reagiert und zu den Entwicklungen im Vertragspoker Stellung genommen.

"Ich wünsche mir, dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird. Daher haben mich ein paar Aussagen und Berichte der letzten Wochen verwundert und durchaus auch verletzt", sagte der Österreicher in der Bild.

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Alaba erklärte: "Viele Dinge, die im Moment geschrieben und gesagt werden, stimmen einfach nicht und entsprechen nicht der Wahrheit. Ich möchte allen Beteiligten eine öffentliche Diskussion ersparen, auch wenn nicht alle Details bekannt sind."

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Der Verteidiger wünscht sich "zeitnah eine Lösung, damit der Klub, die Verantwortlichen, meine Mitspieler, aber auch die Fans wissen, woran sie sind."

Hoeneß wettert gegen Alaba-Berater - Konter folgt

Hoeneß hatte tags zuvor bei SPORT1 erklärt, dass Alabas zweiter Berater Pini Zahavi ein "geldgieriger Piranha" sei, der unverschämte Gehalts- und Provisionsforderungen für die Verlängerung mit dem Österreicher verlange.

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Alabas Vater George hatte daraufhin bei Sky gegen Hoeneß geschossen: "Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut. Zu behaupten, dass wir wegen einer solchen Zahlung bei Vertragsunterschrift nicht zu einer Einigung kommen, ist eine von diesen dreckigen Anschuldigungen. Und das alles nur, weil wir die von ihnen vorgelegten Zahlen nicht akzeptieren. Wir haben unsere eigenen Vorstellungen."

Alaba mit Liebeserklärung an Bayern

Alaba selbst betonte am Montag, wie viel der FC Bayern ihm bedeute.

"Dieser Klub ist für mich nicht irgendein Verein, er ist Zuhause, Familie und Heimat", erklärte der 28-Jährige: "Seit zwölf Jahren trage ich das legendäre rote Trikot, und das habe ich jeden einzelnen Tag mit Hingabe, Stolz und Leidenschaft getan und tue das auch immer noch."

Das Wohl des Vereins stehe "einfach über allen Dingen und ist auch mir sehr wichtig". Er ließ einen Satz folgen, der sich durchaus aus kleine Spitze in Richtung Hoeneß interpretieren lässt. "In einer Familie ist man durchaus mal anderer Meinung, man streitet sich vielleicht auch, aber es bleibt immer innerhalb der Familie", sagte er: "Das werde ich auch weiter beherzigen."

Trotz des Vertragspokers ist auch die Wertschätzung für Alaba bei den Bayern weiterhin groß. "Jeder in diesem Verein liebt ihn", meinte Hoeneß: "Er ist ein super Typ, Hansi Flick will ihn unbedingt behalten. Alle wollen, dass er bei uns bleibt, er ist ein sehr guter Spieler." 

Hoeneß: "Wo soll Alaba noch hin?"

Laut Hoeneß würde Zahavi eine zweistellige Millionensumme für sich selbst fordern, George Alaba würde sich vom Star-Agenten stark beeinflussen lassen.

"Es geht wirklich nur um Geld, er ist ja schon beim besten Verein der Welt, wo soll er noch hin? Ich bin der Meinung, er sollte sich nicht von außen beeinflussen lassen", riet Hoeneß dem bis 2021 gebundenen Verteidiger. "Der Super-GAU wäre - und das ist das Ziel von Herrn Zahavi -, David nächstes Jahr vom FC Bayern ablösefrei loszulösen. Das muss der FC Bayern unbedingt verhindern."

Zahavi wiederum, der Mann hinter dem Alaba-Poker, dementierte hohe Provisions-Forderungen.