Christian Seifert ist seit 2005 Geschäftsführer der DFL
Christian Seifert ist seit 2005 Geschäftsführer der DFL © Imago
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Christian Seifert hält eine Einführung von Playoffs weiterhin für unrealistisch. Als Konkurrenten für die Bundesliga sieht er einen Streaming-Dienst.

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Christian Seifert hat einer möglichen Einführung von Playoffs in der Fußball-Bundesliga erneut eine Absage erteilt.

"Bislang ist dies nach meinem Kenntnisstand bei den Klubs kein Thema", sagte der DFL-Boss im kicker.

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Playoffs im K.o.-Modus "wären in der Bundesliga ein Kulturbruch – das müsste von der breiten Masse getragen werden, von Klubs und Fans."

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In den vergangenen Jahren waren aufgrund der Dominanz des FC Bayern immer wieder Rufe nach Playoffs laut geworden.

Seifert schloss auch erneut eine Umverteilung der TV-Gelder als probates Mittel gegen die Langeweile in der Bundesliga aus. "Höhere Spannung an der Spitze wäre vorrangig über eine Stärkung der Klubs zu erreichen, die auf den Rängen 2, 3 und 4 stehen", sagte er.

Die "Hebel sind in dieser Hinsicht überschaubar", sagte Seifert nach acht Meisterschaften für Bayern München in Folge: "Die nationalen Medienerlöse werden zu 54 Prozent gleich verteilt. Das ist mehr als in allen anderen europäischen Ligen. Ich halte es für eine Illusion, dass eine vollständige Gleichverteilung der nationalen Medienerlöse der Schlüssel für einen spannenderen Titelkampf ist."

Seifert: Netflix größter Konkurrent

Seifert befürchtet ein Problem in der fehlenden Begeisterung für die Bundesliga bei kommenden Generationen.

"Wie können diese für die Bundesliga begeistert werden? Umso mehr, wenn, wie coronabedingt in der aktuellen Situation, weniger Menschen in die Stadien dürfen", meinte der 51-Jährige.

Er habe "schon vor Jahren gesagt: Unsere größten Konkurrenten der Zukunft sind die Premier League und Netflix."

Laut einer Studie der ECA verliere der Fußball in der Zielgruppe der 16- bis 24-Jährigen sehr an Bedeutung. "Der Fußball muss sich also generell fragen, wie man auch in Zukunft noch viele Menschen für sich begeistert", meinte Seifert.