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Dortmund - Jadon Sanchos Wechsel zu Manchester United schien nur eine Frage der Zeit. Doch nun hat er mit dem BVB große Ziele. Dass er manchmal zu spät zum Training komme, habe einen Grund.

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Der Verbleib von Jadon Sancho bei Borussia Dortmund schien in diesem Sommer lange Zeit ungewiss.

Laut mehreren Medien stand er dicht vor einem Wechsel zu Manchester United. Die Red Devils konnten sich mit dem BVB aber nicht einigen und das Supertalent bleibt in dieser Saison in der Bundesliga. 

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Mittlerweile hat Sancho die vergangenen Monate abgehakt, wie er im Interview mit der Soccerbible verrät - trotz der immer noch anhaltenden Wechselgerüchte in der englischen Presse. 

"Die Medien sind die Medien. Sie werden immer versuchen, eine Geschichte zu schreiben, so läuft das eben. Ich konzentriere mich nur auf meinen Fußball. Ich will nur das Beste für meine Mannschaft tun und am Ende des Tages Titel gewinnen", sagt der 20-Jährige. Keine Spur also von einem Wechselwunsch - vorerst zumindest. 

Stattdessen konzentriert sich das Megatalent, das erst nachträglich ins Trainingslager nach Bad Ragaz reiste, voll auf die Aufgaben in Dortmund und die großen Ziele mit den Schwarz-Gelben.

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100 Millionen Ablöse lassen Sancho kalt

Ein Grund für den Verbleib ist wohl auch das Stadion des BVB - auch wenn er es wegen Corona derzeit nicht genießen kann. "Die Gelbe Wand ist einfach verrückt. Vor 80.000 Leuten zu spielen, ist einfach verrückt." Druck spürt der Youngster durch die vielen Leute nicht. 

Sancho selbst macht sich am meisten Druck. "Für mich geht es darum, für mein Team und auch für mich selbst etwas Gutes zu tun. Wenn ich beschissen spiele, bin ich einfach am Boden. Ich fühle mich selbst scheiße. Deshalb will ich unbedingt gut spielen und den Leuten zeigen, was ich kann. Ich weiß, was ich kann, und wenn ich schlecht spiele, dann bin ich einfach sauer auf mich selbst."

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Sancho: "Ich habe ein Schlafproblem"

Die Spekulationen über die angeblichen 100 Millionen Euro Ablöse, die Manchester United zahlen wollte, interessieren Sancho derweil nicht. "Ich schätze, es ist ein schönes Gefühl, so viel wert zu sein. Aber noch einmal, ich schaue nicht wirklich so viel darauf."

Stattdessen blickt der Flügelspieler voraus und will beim BVB die nächsten Schritte gehen.

"Es gibt in Deutschland ein paar Dinge, an denen ich noch arbeiten muss. Ich komme zum Beispiel manchmal zu spät zum Training, weil ich ein Schlafproblem habe. Und es gibt andere Dinge, an denen ich arbeite. Es sind Dinge, bei denen ich professioneller werden muss. Aber ich arbeite daran und das Team hilft mir auch dabei. Langsam aber sicher werde ich auch älter und lerne neue Dinge", erklärt der Engländer selbstkritisch. 

Reus? "Weiß genau, was er will"

Deutsch lernen steht auf der Liste dieser Themen aber nicht beim gebürtigen Londoner. "Ich habe versucht, Deutsch zu lernen. Aber für meinen Kopf war es zu viel, nach dem Training zu lernen. Ich nehme keine Informationen auf wenn ich müde bin. Ich kenne die Begriffe im Training auf Deutsch. Aber in einer normalen Unterhaltung kenne ich nur wenig Vokabeln."

Trotz der kleinen Sprachschwierigkeiten versteht sich das Talent vor allem mit Marco Reus sehr gut auf dem Rasen. "Wenn du Tag ein, Tag aus mit den Leuten trainierst, dann versteht man sie und kann sein Spiel anpassen. Bei Marco Reus wusste ich zum Beispiel in der letzten Saison genau, was er will."