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München - Donis Avdijaj berichtet von einem Gespräch mit BVB-Wunderkind Youssoufa Moukoko. Der Ex-Schalker gibt dem 15-Jährigen einen Rat, seine eigene Zukunft ist offen.

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Youssoufa Moukoko steht seit Wochen im Mannschaftstraining der Profis von Borussia Dortmund, schon ab seinem 16. Geburtstag am 20. November könnte das Wunderkind in der Bundesliga debütieren.

Bis dahin stürmt der 15-Jährige jedoch in der Dortmunder U19, bei der er in der vergangenen Saison mit einem Torrekord Torschützenkönig wurde. Zwei Jahre zuvor hatte Moukoko den U17-Torrekord des damaligen Schalkers Donis Avdijaj pulverisiert.

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Der mittlerweile 24-Jährige erklärt nun, dass ihn Moukoko kurz nach Erreichen des Rekords kontaktiert hatte.

"Er ist ein super Spieler. Er hat gefragt, was ich dazu meine. Ich habe ihm das Gleiche gesagt, was ich selbst heute machen würde: 'Auf dem Boden bleiben, hart arbeiten und nie das Ziel aus den Augen verlieren'", sagte Avdijaj bei Transfermarkt.de.

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Avdijaj gibt sich geläutert

Der Deutsch-Kosovare schaffte trotz Profivertrags bei Schalke 04 und einer Ausstiegsklausel in Höhe von 50 Millionen Euro den Durchbruch bis heute nicht.

"Der frühere Donis dachte, er kann sich auf sein Können allein verlassen und braucht keine professionelle Unterstützung. Heute weiß ich, dass man diese Unterstützung braucht, viel Training, Fleiß und Verständnis. Auch Geduld, um die richtigen Entscheidungen zu treffen", gibt sich das Ex-Talent selbstkritisch.

Nach einigen Jahren in den Niederlanden wechselte Avdijaj in der vergangenen Saison zu Heart of Midlothian mit dem deutschen Trainer Daniel Stendel. Der schottische Erstligist verlängerte den Vertrag des Offensivspielers jedoch nicht, seit 1. Juli ist Avdijaj vereinslos.

Ex-Schalke-Talent bestätigt Interesse von Türkgücü

"Ich glaube, es wäre besser gewesen, in den Niederlanden zu bleiben. Die Eredivisie bietet eine sehr hohe Spielqualität, zudem ist es dort natürlich vom Leben und der Struktur her ähnlich wie in Deutschland. Ich habe mich da sehr wohlgefühlt. Ich hätte noch ein Jahr länger bleiben sollen", sagte er im Rückblick auf seine Zeit bei Willem II. "Ich glaube auch, dass der Weg wieder zurück in die Bundesliga über die Niederlande leichter gewesen wäre."

Avdijaj spielte in den vergangenen vier Jahren für sechs Klubs, schon in Kürze könnte er erneut bei einem neuen Verein unterschreiben. Das Interesse von Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München bestätigte der Kosovare.

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"Natürlich ist München eine tolle Stadt. Aber was das Richtige für mich ist, werde ich mit meinem Berater gemeinsam besprechen", lässt er sich nicht in die Karten blicken. "Ich würde gern in Deutschland bleiben, aber man wird sehen, was die Zukunft noch bringt."

Auch wenn eine Rückkehr zu Schalke 04 unwahrscheinlich ist, hat Avdijaj diese Hoffnung noch nicht aufgegeben. "Ich habe Schalke 04 sehr viel zu verdanken und natürlich hängt mein Herz an diesem fantastischen Klub und seinen Fans. Schalke wird auch wieder bessere Zeiten erleben, davon bin ich überzeugt. Klar würde ich herzlich gern wieder für Schalke spielen wollen. Zu jedem Zeitpunkt."