Lukas Hradecky bat nach Kai Havertz' Abschied um Geduld
Lukas Hradecky bat nach Kai Havertz' Abschied um Geduld © Imago
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Wolfsburg - Bayer Leverkusen präsentiert sich nach dem Abgang von Kai Havertz noch mit viel Luft nach oben. Mit einem Punkt beim VfL Wolfsburg ist die Werkself noch gut bedient.

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Sven Bender wollte zwar "nicht den Teufel an die Wand malen", doch die Lücken, die Kai Havertz und Kevin Volland der Offensive von Bayer 04 Leverkusen hinterlassen haben, waren beim Bundesliga-Auftakt offensichtlich.

"Es ist klar, dass uns zwei wichtige Spieler mit Kai und Kevin fehlen, die extrem wichtig waren fürs Team mit sehr vielen Torbeteiligungen", sagte Bender nach der müden Nullnummer beim VfL Wolfsburg am Sky-Mikrofon.

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Leverkusen-Offensive ohne Havertz harmlos

Der zum FC Chelsea abgewanderte Havertz und der nach Monaco gewechselte Volland wurden in der offensiv harmlosen Werkself nicht allein wegen ihren 47 Scorerpunkten in der Vorsaison schmerzlich vermisst. Im Spiel nach vorne fehlte es Bayer oftmals an der nötigen Kreativität und Durchschlagskraft. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir vorne einen machen, wenn wir hinten die Null halten, aber so ist es manchmal. Ich nehme den Punkt gerne mit. Aber wir dürfen es die nächsten Wochen doch besser machen", meinte Bender.  (Service: SPIELPLAN der Bundesliga)

Trainer Peter Bosz stimmte seinem Abwehrchef zu. "Nach vorne müssen wir uns verbessern, und das ist deutlich. Ich bin mir sicher, dass wir uns jede Woche verbessern werden", sagte der Niederländer.

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Keeper Lukas Hradecky sieht in Havertz' Abgang auch eine Chance.

"Ein Weltklassespieler hat uns verlassen, das hat er sich auch verdient. Aber ich sehe das nur positiv. Die anderen Jungs haben jetzt mehr Verantwortung zu übernehmen und sie müssen ihre Leistung bringen", sagte der finnische Nationalkeeper. "Hoffentlich werden wir das Potenzial, das in den anderen steckt, auch im Laufe der Saison sehen."

Hradecky bittet um Geduld

Gleichzeitig bat er aber auch um Geduld: "Keine Pflanze wächst an einem Tag."

In Wolfsburg schlüpfte der 17 Jahre alte Youngster Florian Wirtz in die Spielgestalterrolle und deutete in einigen Aktionen sein Potenzial an.

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Bender hofft auf Verstärkung

Bender nahm derweil das Team in die Pflicht: "Wir müssen das als Mannschaft kompensieren oder noch das eine oder andere auf dem Transfermarkt machen. Wir werden sehen, was die nächsten Wochen noch passiert." Bislang holte Bayer nur den zuletzt an RB Leipzig verliehenen Patrik Schick für 26,5 Millionen Euro von der AS Rom.

Sport-Geschäftsführer Rudi Völler äußerte sich vor dem Anpfiff zu den Gerüchten um Mario Götze. "Mario war eigentlich nicht richtig Thema bei uns. Auf der Position haben wir auch Spieler und auch junge Talente, vor allem Florian Wirtz. Er wird das in den nächsten Jahren sehr gut für uns machen", sagte Völler.

Für Wolfsburg ging das Remis drei Tage nach dem kräftezehrenden Europacup-Spiel in Tirana (4:0 in der Europa-League-Qualifikation gegen Albaniens Vizemeister FK Kukesi) weitgehend in Ordnung, dennoch haderten die Gastgeber mit verpassten Chancen. (Service: TABELLE der Bundesliga)

"Wenn man das ganze Spiel betrachtet, ist es ein faires Resultat", meinte Torhüter Koen Casteels. "Wenn wir die Konter ein bisschen besser ausspielen, hätte es auch für uns einen Sieg geben können."

Bayer im Glück! Wolfsburg-Tor zählt nicht

In einer lange Zeit zähen Partie sorgte Maximilian Arnold für das erste Highlight als er einen Eckball direkt aufs Tor zog, Lukasz Hradecky parierte reaktionsschnell (32.). Kurz darauf setzte John-Anthony Brooks einen Kopfball einen Tick zu hoch an (34.). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Auch nach der Pause waren die Wolfsburger das etwas stärkere Team, der vermeintliche Führungstreffer durch Admir Mehmedi zählte wegen einer knappen Abseitsstellung von Vorbereiter Joao Victor aber nicht (57.). (Service: TABELLE der Bundesliga)

Die beste Leverkusener Chance vereitelte Koen Casteels, der einen Schuss von Moussa Diaby aus kurzer Distanz mit dem linken Fuß entschärfte (67.). Auch der eingewechselte Leverkusener Königstransfer Schick (63.) blieb unauffällig.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)