Sebastian Hoeneß unterschrieb bei der TSG Hoffenheim einen Dreijahresvertrag
Sebastian Hoeneß unterschrieb bei der TSG Hoffenheim einen Dreijahresvertrag © Imago
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Ein großer Name für große Ziele? Trainer Sebastian Hoeneß tritt bei der TSG Hoffenheim in Sachen Zielsetzung zunächst auf die Bremse.

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Der neue Trainer Sebastian Hoeneß will sich zu Beginn seiner Amtszeit bei der TSG Hoffenheim nicht mit öffentlich geäußerten Ambitionen unter Druck setzen.

"Es nicht der richtige Moment, um über Ziele zu sprechen. Dafür nehmen wir uns ein wenig Zeit", sagte der 38-Jährige bei seiner Vorstellung am Montag: "Ich will mit der Mannschaft einen passenden Spielstil entwickeln. Ich möchte eine gute Atmosphäre schaffen, wo sich jeder entfalten kann."

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Die Kraichgauer holen sich mit dem Coach, dessen Verpflichtung in der vergangenen Woche bekannt gegeben wurde, einen äußert prominenten Namen in den Verein. Hoeneß ist der Sohn des früheren Nationalspielers und langjährigen Bundesliga-Managers Dieter. Sein Onkel Uli (als Spieler Welt- und Europameister) ist Ehrenpräsident von Rekordmeister Bayern München.

Hoeneß folgt in Hoffenheim auf Schreuder

Hoeneß hat einen Vertrag bis 2023 bei der TSG unterschrieben und tritt beim Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp die Nachfolge des im Juni entlassenen Niederländers Alfred Schreuder an. Unter einem sechsköpfigen Interims-Trainerteam hatte Hoffenheim anschließend in der Bundesliga noch Platz sechs erreicht und damit den Einzug in die Europa League geschafft.

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Hoeneß ist im Kraichgau ein alter Bekannter. In der Saison 2006/07 spielte er für die zweite Mannschaft der Hoffenheimer. Seine Sporen als Trainer verdiente sich Hoeneß, der seine Spielerkarriere schon im Alter von 28 Jahren beendet hatte, aber woanders. Er hospitierte bei Pep Guardiola, Thomas Tuchel und Huub Stevens, arbeitete in der Jugend von RB Leipzig und coachte die U19 der Bayern.

Zur Saison 2019/20 übernahm Hoeneß die zweite Mannschaft der Münchner in der 3 Liga. Der Trainer führte das Team zur Meisterschaft, was zuvor noch keiner Reservemannschaft eines Bundesligisten gelungen war. Aufgrund dieses Erfolgs wurde Hoeneß zum Trainer des Jahres in der 3. Liga gekürt.