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Für Schalke ist der Coronafall in der Vorbereitung schmerzhaft. Weitere Spieler sind isoliert, Testspiele abgesagt, Trainer David Wagner steht nur ein Torhüter zur Verfügung.

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Ein Corona-Fall überschattet das Tirol-Trainingslager des FC Schalke 04.

Am Dienstagvormittag hielten die Königsblauen ihre erste Einheit nach Bekanntgabe des Befunds ab. In einer ersten Testreihe, das gab Schalke bekannt, fielen sämtliche Ergebnisse negativ aus. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden allerdings angezogen, Fans waren nicht mehr zugelassen, Medienvertreter durften nur mit Mundschutz auf das Gelände des SV Raika Längenfeld.

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Beim infizierten Spieler handelt es sich um den in Längenfeld aufgewachsenen Österreicher Alessandro Schöpf, der seit Sonntag separat in einem Quarantäne-Zimmer im Hotel liegt.

Der Corona-Fall trifft die ohnehin schon kriselnden Schalker besonders. Nach der schlechten Rückrunde der abgelaufenen Saison und den jüngsten Test-Pleiten gegen Verl (4:5) und Uerdingen (1:3) brauchen die Königsblauen endlich positive Erlebnisse. Die wollten man sich eigentlich in Testspielen gegen Würzburg (wurde am Montag abgesagt) und zwei weitere Gegner holen. Unklar, ob und wann die Tests nachgeholt werden.

So lief das Training

Um 10.06 Uhr betraten die Schalke-Profis am Vormittag das Trainingsgelände. Rund 20 Fans schauten von draußen gespannt über den Zaun. Bei der Einheit fehlten neben den Rekonvaleszenten Weston McKennie, Salif Sané und Omar Mascarell auch die Keeper Michael Langer und Markus Schubert sowie Guido Burgstaller und Benito Raman.

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Zu den einzelnen Gründen gab der Klub auch auf Nachfrage keine Auskünfte. Nicht auszuschließen allerdings, dass ein Teil der genannten Personen zur so genannten Kontaktgruppe 1 gehört. Die Personen, die längeren Kontakt mit dem infizierten Spieler hatten, sind - das ist Vorgabe der österreichischen Behörden - vorerst isoliert.

Trainer David Wagner machte mit seinem Stab noch das beste aus der schweren Situation, ließ vor allem Pressingspiel und Balleroberung auf der Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes üben. "Der erste Ball muss ankommen", sagte der aktive Übungsleiter immer wieder zu seinen Profis. Erschwert wurden die Bedingungen, weil in Ralf Fährmann nur ein einziger Torwart zur Verfügung stand.

Nachgereist ist kurzerhand U23-Innenverteidiger Mika Hanraths.