Nuri Sahin erzielte im Alter von 17 Jahren und 82 Tagen sein erstes Bundesliga-Tor
Nuri Sahin erzielte im Alter von 17 Jahren und 82 Tagen sein erstes Bundesliga-Tor © Imago
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München - Nuri Sahin blickt auf seine Karriere zurück. Er berichtet von einem "lukrativen Angebot" von Arsenal und schwärmt von seiner Zeit beim BVB.

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Nuri Sahin setzt seine Karriere bei Antalyaspor an der Seite von Lukas Podolski fort.

Der Mittelfeldspieler hatte große Jahre in seiner Laufbahn – vor allem beim BVB. In einem Beitrag für das Magazin Socrates berichtete Sahin von seinen Anfängen bei Borussia Dortmund.

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"Ich hätte viel früher zu Borussia Dortmund wechseln können, aber der Klub hatte zu der Zeit des ersten Angebots keinen Fahrdienst", berichtete Sahin, dessen Eltern damals berufstätig waren.

"Ich war mir sicher, dass der BVB irgendwann wiederkommen würde. Ich war überzeugt von meiner Qualität." Und 2001, in der U13, hatte Dortmund dann einen Fahrdienst und Sahin wechselte.

Sahin lehnte "lukratives Angebot" von Arsenal ab

"Ich durchlief alle Jahrgänge, es war eine wunderbare Zeit und ehe ich nach links und rechts schaute, stand ich als 16 Jahre alter Knirps vor meinem ersten Bundesliga-Spiel", schrieb der türkische Nationalspieler.

Dafür schlug Sahin auch ein "lukratives Angebot" aus England aus. "Das kam nämlich nicht vom BVB, sondern von Arsenal", erinnert er sich: "Dortmund hätte in einer Zeit, in der man vor dem Bankrott stand, dank mir acht bis neun Millionen Euro kassiert, ich hätte – ohne ein einziges Mal Bundesliga gespielt zu haben – ein wahnsinniges Gehalt bekommen, aber ich lehnte ab."

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Mit 16 Jahren und 335 Tagen gab Sahin beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg am 6. August 2005 als jüngster Bundesliga-Spieler der Geschichte sein Debüt. "Nachts, bevor ich ins Bett ging, träumte ich davon, wie ich mit Tomas Rosicky, Dede und allen anderen Fußball spiele. Im BVB-Trikot. Vor den Fans."

Sahin: Zu Klopp wäre ich gewechselt

"Hätte es nicht geklappt, hätte ich mir vielleicht in den Arsch gebissen, dass ich Arsenal und die vielen anderen Klubs, die viel Geld geboten hatten, abgelehnt habe."

Heute könne er Talente verstehen, die sich für das Geld entscheiden. "Ich kann es nachvollziehen, wenn einer aus ärmlicheren Verhältnissen kommt und die sichere Variante wählt."

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Sahin gibt aber zu: "Hätte damals bei den interessierten Klubs Jürgen Klopp gearbeitet, hätte ich mich wahrscheinlich sogar für einen Wechsel entschieden."

Jener Klopp war allerdings ab der Saison 2000/2001 als Trainer beim FSV Mainz 05 tätig, nachdem er dort zuvor auch gespielt hatte.

Sahin geht zum zweiten Herzensklub Real

Beim BVB lag Sahin anfangs "die Welt zu Füßen, es lief alles perfekt." Doch nachdem Jürgen Röber nicht wie Vorgänger Bert van Marwijk auf ihn setzte, ging Sahin 2007 zu Feyenoord und van Marwijk, ehe er ein Jahr später nach Dortmund zurückkehrte – mit einem Gedanken.

"Ich wollte nie vom BVB weg. Es sei denn, Real Madrid klopft an."

2011 verpflichteten die Königlichen den damals 22-Jährigen für 10 Millionen Euro. 2012 spielte Sahin dann eine Halbserie beim FC Liverpool, ehe erneut der BVB rief.

"Vielleicht lief es nicht wie erhofft, aber ich werde mir nie den Vorwurf machen, es nicht getan zu haben. Als ich 2013 zum zweiten Mal zurückkam, fühlte ich mich nie fremd", sagte Sahin, der bis 2018 in Dortmund spielte.

Nach zwei Jahren in Bremen wagt der heute 31-Jährige bei Antalyaspor nun ein neues Abenteuer.

"Es ist die Liebe zum Fußball, die aus mir Nuri Sahin, den Bundesliga-Profi, den Nationalspieler, den mehrfachen Titelgewinner gemacht hat", schließt Sahin.