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München - Der FC Bayern könnte nach dem Triple mit Leroy Sané und noch mehr Varianten sogar noch gefährlicher werden, es gibt aber auch noch Baustellen zu schließen.

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Sie sind ganz oben angelangt - und weitere Gipfelstürme alles andere als ausgeschlossen.

Der Gewinn des Triples muss für den FC Bayern München nicht der Höhepunkt einer Ära bedeuten, es könnte auch nur der Anfang gewesen sein.

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Trainer Hansi Flick kann auch in den kommenden Jahren auf einen Kern junger und weiter hungriger Leistungsträger wie Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry bauen, verstärkt unter anderem durch Leroy Sané - mit spannenden Perspektivspielern wie Joshua Zirkzee, Michael Cuisance und anderen ergänzt.

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SPORT1 zeigt auf, wo die Münchner in der kommenden Saison sogar noch besser aufgestellt sind als in der vergangenen Saison - und welche Transfer-Baustellen noch offen sind.

Wo Bayern noch besser wird:

Noch stärkere Offensive:

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Luxus-Lückenfüller Philippe Coutinho geht, der Königstransfer kommt: Mit Leroy Sané hat der FC Bayern nun das offensive Kronjuwel, das es schon im vergangenen Sommer haben sollte.

Die seltene Extraklasse des Wirblers, vor allem im Eins-gegen-Eins, ist bekannt. Und Sané kommt doppelt motiviert: Zum einen wird er beweisen wollen, dass Ex-Coach Pep Guardiola im Unrecht war, als der in den entscheidenden Spielen bei Manchester City nicht auf ihn setzte. Zum anderen wird er nicht der Bayern-Star bleiben wollen, der die Chance, Teil eines Champions-League-Siegerteams zu sein, knapp verpasst hat.

Mit Sané, Serge Gnabry und Finalheld Kingsley Coman hat Flick bei den Außenstürmern mehr denn je die Qual der Wahl.

Mehr Auswahl in der Abwehr:

Der auf neuer Position über sich hinausgewachsene David Alaba und der wiedererstarkte Jérôme Boateng waren auf der Innenverteidiger-Position ein maßgeblicher Triple-Faktor - und in der kommenden Saison wächst dort auch ohne Neuzugänge die Qualität.

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Niklas Süle wird nach seinem Kreuzbandriss dann wieder vollständig fit sein und darauf brennen, diesmal eine prägende Rolle zu spielen. Dasselbe gilt für den von ähnlichem Pech verfolgten 80-Millionen-Mann Lucas Hernández, den Klubboss Karl-Heinz Rummenigge zuletzt im SPORT1-Interview stärkte ("Wir sind alle im Verein davon überzeugt, dass er der richtige Spieler ist"). Der junge Neuzugang Tanguy Nianzou buhlt auch um Einsatzzeiten.

Bleiben sowohl Alaba als auch Boateng, hat Flick eine hochkarätige Auswahl, fast schon ein Überangebot - wobei fast alle auch auf andere Positionen außen oder im Mittelfeld ausweichen können.

Apropos Überangebot: Im Tor kommt Alexander Nübel als neue Nummer 2 und designierter Erbe hinter Manuel Neuer hinzu. Wie gut diese frühe Wechsel-Idee aus Nübels Sicht war, darüber wird weiter gestritten werden. Der neue Konkurrenzdruck scheint Neuer aber schon vorab zu neuen Höchstleistungen motiviert zu haben.

Offene Baustellen:

Backup für Lewandowski:

Mit vier Toren in zwölf Bundesliga-Spielen hat der junge Joshua Zirkzee sich hervorgetan, in der Champions League musste er zuschauen, von einem Vier-Minuten-Einsatz im Gruppenspiel gegen Tottenham abgesehen.

Bei europäischen Topklubs ist es zuletzt zum Standard geworden, einen zweiten Mittelstürmer im Kader zu haben, der etwas weiter ist als Zirkzee oder auch Pechvogel Jann-Fiete Arp. Beim Triple ging es ohne, weil Lewandowski fast immer fit war, aber weiter darauf zu bauen, ist ein Risiko - zumal die neben Zirkzee auf der Position eingesetzten Thomas Müller und der ausgeliehene Ivan Perisic dort eher Notlösungen waren.

Das Problem bei der Suche nach einem 1b-Stürmer: Er muss sowohl die nötige Klasse mitbringen als auch die Bereitschaft, sich klar hinter dem spielwütigen Lewandowski einzuordnen. Nicht leicht, so einen zu finden.

Neuer Rechtsverteidiger:

Joshua Kimmich kann es noch immer, er hat es im Champions-League-Endspurt bewiesen, langfristig wird er sich dennoch wieder mehr in Richtung defensives Mittelfeld orientieren, gerade auch, wenn der sich abzeichnende Abgang von Thiago vollzogen wird.

Schon seit längerem fahndet Bayern nach einer weiteren Rechtsverteidiger-Option neben Benjamin Pavard - der auch auf eine andere Position in der Mitte schielt. Álvaro Odriozola, die für die Rückrunde geholte Leihgabe, geht zu Real Madrid zurück, diverse Talente wie Dodo oder Sergino Dest waren im Gespräch, bislang ohne Ergebnis.

Die Besetzung der Außenposition hinten ist traditionell eine knifflige Angelegenheit, der Transfermarkt bietet nur wenige Spieler, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Der kicker brachte soeben eine interne Lösung ins Gespräch: US-Talent Chris Richards, für den eine Umschulung vom Innen- zum Rechtsverteidiger die Durchbruchs-Chancen erhöhen könnte.