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Lucien Favre schwärmt von Mario Götze früherer Zeiten. An Jadon Sancho stellt der BVB-Coach eine Forderung. Social Media sieht Favre kritisch.

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Jadon Sancho bleibt Borussia Dortmund trotz großem Interesse anderer Vereine mindestens eine weitere Saison erhalten. Das freut auch Trainer Lucien Favre. (Testspiel: Borussia Dortmund - Austria Wien am Sonntag ab 15.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

"Jadon ist ein guter Junge, und er hat tolle Fähigkeiten. Er hat sicher seinen eigenen Kopf, aber man kann auch Spaß mit ihm machen", sagte der Schweizer der Welt am Sonntag. Allerdings sieht Favre Sancho noch nicht am Zenit: "Doch er muss auch noch einiges lernen. Das ist wichtig für seine und für unsere Zukunft. In bestimmten Situationen vergisst er noch, konzentriert zu verteidigen oder mit zurückzulaufen, um den Kollegen zu helfen. Er ist bereits ein sehr guter Spieler, aber er kann, wenn er diese Dinge beherzigt, ein noch größerer werden."

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Neben dem 20 Jahre alten Engländer stehen in Dortmunds Kader aktuell besonders viele sehr junge Spieler. Favre zieht einen interessanten Vergleich.

Favre: "Ein wenig wie eine Schule"

"Wir sind tatsächlich ein wenig wie eine Schule. Aber das gefällt mir, denn es sind alle gute Jungs mit sehr viel Potenzial. Bellingham zum Beispiel ist zwar erst 17, aber er hat schon eine sehr große Präsenz", schwärmte der 62-Jährige vom Neuzugang und ergänzte: "Und Reyna (17 Jahre, Anm. d. Red.) ist für sein Alter schon ein unglaublich cleverer Spieler."

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Ein ehemaliger BVB-Spieler hatte in diesem Alter ein ähnlich großes Potenzial, konnte dieses aber nie wirklich ausschöpfen: Mario Götze. Favre erwähnte ihn sogar in einem Satz mit Superstar Lionel Messi, als er über die Meistermannschaft der Dortmunder von 2012 sprach.

"Mario Götze war damals wie Messi"

"Damals gab es mit Neven Subotic und Mats Hummels zwei gute, sehr junge Innenverteidiger, auf den Außenverteidigerpositionen gab es mit den jungen Piszczek und Schmelzer zwei Maschinen. Du hattest im Mittelfeld zwei Killer und vorne sehr gute Spieler: Mario Götze war damals wie Messi, und über Robert Lewandowski müssen wir gar nicht erst reden", erklärte Favre.

Der frühere Trainer von Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach weiß zwar um die Titelansprüche des BVB, geht damit aber gelassen um. "Ich fürchte keinen Druck und spüre auch keinen. Du brauchst einfach eine stabile und starke Mannschaft, die konstant auf höchstem Niveau spielt. (...) Du brauchst als Trainer Zeit, eine Mannschaft aufzubauen. Aber das ist heutzutage nicht mehr ganz so einfach. Und: Bayern war zu der Zeit (2012, Anm. d. Red.) auch nicht so stark wie heute", führte Favre weiter aus.

Eine Gefahr für die derzeitige Fußballer-Generation macht Favre in den sozialen Medien aus. "Es ist eine Sucht, viele Spieler sind süchtig nach Social Media – übrigens nicht nur die jungen. Und das ist nicht gut – definitiv auch nicht für die Gesundheit: Wenn du dich noch sehr spät abends damit beschäftigst, geraten deine Schlafgewohnheiten durcheinander. Und wenn du nicht gut schlafen kannst, kannst du auch nicht gut trainieren", warnte der Schweizer.