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Florian Kohfeldt verhilft Claudio Pizarro nicht zu einem letzten Einsatz in der Bundesliga. Doch der Oldie verspürt keinerlei Wut auf Werders Coach.

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Die glorreiche Karriere von Claudio Pizarro endete ohne einen finalen Einsatz im Relegations-Rückspiel.

Da Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim bis zur letzten Minute zittern und in der Schlusssekunde sogar noch den Ausgleich hinnehmen musste, blieb keine Zeit für Sentimentalitäten.

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Trainer Florian Kohfeldt konnte oder wollte also weder Philipp Bargfrede, dessen Karriere-Ende im Raum steht, noch Pizarro einwechseln.

"Ich war nach dem Spiel bei ihm und habe mich entschuldigt, dass ich ihn in seinem letzten Spiel nicht mehr bringen konnte", sagte Kohfeldt anschließend auf der Pressekonferenz und erklärte: "Die Situation war einfach nicht da".

Pizarro war es "scheißegal"

Auch dem Werder-Coach tat es leid, dass der Oldie nicht noch einmal auf den Rasen durfte – doch er wurde von Pizarro beruhigt.

"Er sagt: 'Es ist scheißegal, Hauptsache, wir sind drin'", meinte Kohfeldt.

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Denn sich mit seinem zweiten Abstieg – der 41-Jährige wurde mit dem 1. FC Köln 2018 Tabellenletzter – zu verabschieden, hätte nicht zu Pizarros glorreicher Karriere gepasst.

"Ich bin heilfroh, dass wir dieses Kapitel in der Bundesliga beenden konnten", sagte Kohfeldt, der von einer Videositzung mit seinem Trainerteam berichtete.

Kohfeldt verbeugt sich vor Pizarro

In einem Film aus den vergangenen drei Jahrzehnten war Pizarro immer dabei.

"Ich habe zum Co-Trainer gesagt: Es ist immer dieselbe Fresse, die da lacht", sagte Kohfeldt: "Und das zeigt einfach, welche Freude er den Werder-Fans gegeben hat, wie viel Bedeutung er für diesen Verein hat."

Der 37-Jährige könne seinen "Hut nicht tiefer ziehen und mich nicht tiefer verbeugen vor Claudio Pizarro und dem, was er für Werder Bremen, für die Bundesliga geleistet hat".

Seine Spieler sahen es ähnlich - und ließen Pizarro nach dem erfolgreichen Klassenerhalt hochleben.