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Hoffenheims Trainersuche läuft nun schon einige Wochen. Im Gespräch sind klangvolle Namen für die Nachfolge von Alfred Schreuder. Ein Überblick.

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Es gibt in der Bundesliga kaum einen klangvolleren Namen als Hoeneß. Über Jahrzehnte prägte Uli Hoeneß als Macher des FC Bayern München den deutschen Fußball, formte einen Klub von Weltformat, und auch dessen jüngerer Bruder Dieter drückte der Liga als Spieler und Manager seinen Stempel auf.

Nun drängt ein neuer Hoeneß ins Rampenlicht - Sebastian Hoeneß nämlich, Neffe von Uli und Sohn von Dieter, ist bei der TSG Hoffenheim als Trainer im Gespräch.

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Als einziges Team der Bundesliga suchen die Kraichgauer noch einen Chefcoach für die neue Saison.

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Kohfeldt bleibt in Bremen - holt Hoffenheim jetzt Hoeneß?

Lange galt Florian Kohfeldt als Wunschlösung, doch nach der erfolgreichen Relegation bleibt dieser bei Werder Bremen. Der Klub bestätigte am vergangenen Freitag, was SPORT1 bereits vorab berichtet hatte.

Nun brachte der kicker Sebastian Hoeneß (38) als einen von vier Kandidaten für die Nachfolge des am 9. Juni entlassenen Alfred Schreuder ins Spiel.

Für Aufsehen hatte der Hoeneß-Spross zuletzt allemal gesorgt.

Hoeneß passt ins Anforderungsprofil

Als Trainer der zweiten Mannschaft des FC Bayern holte er in der 3. Liga mit erfrischendem Offensivfußball überraschend den Meistertitel.

Klar, dass dies den Hoffenheimern nicht verborgen geblieben ist, zumal Hoeneß als junger Coach mit attraktivem Spielstil perfekt ins Anforderungsprofil der TSG passt. "Ein Schritt weg von hier müsste schon sehr gut durchdacht sein und perfekt passen", sagte Hoeneß aber jüngst der Sport Bild.

Als Spieler schon in Hoffenheim

Im Kraichgau kennt sich dieser jedenfalls bereits aus. In der Saison 2006/07 spielte er für die zweite Mannschaft der Hoffenheimer - doch genau das könnte nun zum Problem werden. Laut kicker sucht der Klub explizit einen neuen Coach ohne Stallgeruch.

Ein Nachfolger aus dem sechsköpfigen Interims-Trainerteam um Matthias Kaltenbach ist demnach schonmal ausgeschlossen. 

Salzburgs Marsch im Gespräch

Die Liste von Sportchef Alexander Rosen umfasst deshalb weitere externe Namen. Besonders interessant erscheint dabei der US-Amerikaner Jesse Marsch.

Der 46-Jährige gewann jüngst in Österreich mit Serienmeister Red Bull Salzburg das Double und empfahl sich für höhere Aufgaben. Bei Borussia Dortmund wurde er zuletzt sogar für den Fall einer Entlassung Lucien Favres als Nachfolger gehandelt.

Valérien Ismaël nach LASK-Aus bald Kraichgauer? 

Während Marsch aber noch bis 2022 in Salzburg unter Vertrag steht, wäre Valérien Ismaël (44) sofort zu haben. Der frühere Bayern-Profi hat ebenfalls in Österreich auf sich aufmerksam gemacht, führte den Linzer ASK sogar als Spitzenreiter in die Meisterrunde.

Da Ismael aber während der Corona-Pause trotz eines Verbots Mannschaftstraining durchführte, wurden dem LASK vier Punkte abgezogen. Durch eine zusätzlich schwache Meisterrunde rutschte das Team auf Rang vier ab, Ismaël wurde am vergangenen Samstag entlassen.

Reizvoll ist die Aufgabe Hoffenheim auf jeden Fall. Der Klub spielt in der kommenden Saison in der Europa League und überspringt als Bundesliga-Sechster sogar die lästige Qualifikation. Und dass Hoffenheim ein gutes Pflaster für junge, ambitionierte Trainer sein kann, hatte das Beispiel Julian Nagelsmann bestens gezeigt. 

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Entsprechend soll im Kraichgau auch der Name Gerardo Seoane (41) vom Schweizer Meister Young Boys Bern diskutiert werden, dieser wurde im Nachbarland bereits zweimal als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

Geeignete Kandidaten gibt es viele  - umso schwerer für Sportchef Rosen, den richtigen auszuwählen.