Lesedauer: 3 Minuten

München - Der FC Bayern muss in der Zukunft ohne Thiago auskommen. Der Mittelfeldspieler sucht eine neue Herausforderung. Auch bei David Alaba droht ein Abschied.

Anzeige

Der FC Bayern wird die Zukunft aller Voraussicht nach ohne Thiago bestreiten.

Karl-Heinz Rummenigge erklärte bei der Vorstellung von Leroy Sané, dass der Spanier den Verantwortlichen mitgeteilt habe, dass er eine neue Herausforderung suchen möchte.

Anzeige

"Bei Thiago ist der Stand, dass Hasan Gespräche mit ihm hatte und die waren immer sehr positiv und optimistisch", sagte der Vorstandsvorsitzende: "Vor einiger Zeit hat er mitgeteilt, dass er zum Abschluss seiner Karriere etwas Neues ausprobieren möchte. Bis dato hat uns aber noch kein Klub kontaktiert, der in konkrete Gespräche mit uns eintreten will."

Der FC Liverpool ist angeblich aber sehr an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers interessiert. 

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    So schlagen sich Bayerns Leihspieler
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Favres unnötige Derby-Baustelle
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Das überrascht Roca beim FC Bayern
  • Int. Fussball / Premier League
    4
    Int. Fussball / Premier League
    Klopp von United-Stürmer fasziniert
  • US-Sport / NFL
    5
    US-Sport / NFL
    Bradys Bucs holen wohl Skandalprofi

Rummenigge: Bei Alaba noch keine Lösung

Auch bei David Alaba ist ein Abschied gut möglich. Rummenigge erklärte: "Hasan ist in Gesprächen mit dem Berater von David. Wir haben bis dato keine Lösung gefunden."

Der Klub wolle weiterhin mit dem Abwehrspieler verlängern. Doch "sollte das nicht möglich sein, werden wir uns mit anderen Lösungen auseinandersetzen müssen." Bayern würde Alaba dann wohl verkaufen, da sein Vertrag im kommenden Sommer ausläuft.

Rummenigge betonte: "Fakt ist, dass wir mit Thiago und Alaba die noch ausstehenden Champions-League-Spiele bestreiten wollen."

Später fügte er an: "Sie haben beide einen Vertrag bis 30.06.2021. Sie werden teilnehmen, das Rückspiel gegen Chelsea bestreiten. Im Final-Tournament werden sie auf jeden Fall mitspielen. Dann werden wir weiter sehen."

Thiago habe "seine Entscheidung offenbar gefällt und will in diesem Jahr schon einen Transfer vollziehen. Bei David Alaba muss man abwarten. Ich stelle fest, dass sich die Transfersummen am Transfermarkt zwischen den Klubs schon merklich nach unten bewegt. Bei den Gehältern im Spitzenbereich scheint zumindest der ein oder andere Berater noch der Meinung zu sein, dass die Sonne auf der Welt trotz Corona draußen noch hell scheint. Dem ist aber nicht so, aber vielleicht gibt es am Ende des Tages trotzdem noch die Möglichkeit, zu einer Kompromisslösung zu kommen."

Rummenigge betont: Kein Summer Sale

Rummenigge erklärte, es gebe drei Optionen: "Die präferierte ist es, dass sie verlängern. Bei Thiago ist das sehr schwierig."

Dann könne es sein, dass Alaba und Thiago nicht verlängern wollen, aber bis zum 30.06.2021 bleiben. "Wenn wir aber entscheiden, dass wir eine Ablöse erzielen wollen, werden wir uns damit befassen", meinte Rummenigge.

Wichtig sei, was die Spieler wollen. "Wir werden allerdings für den Fall, dass sie ihre Verträge nicht verlängern wollen, uns erst bei einer gewissen Zahl mit einem Abgang beschäftigen", sprach der Bayern-Boss Klartext: "Einen Summer Sale trotz Corona wird es nicht geben."

Gehalts-Poker bei Alaba

Alaba könne sich grundsätzlich weiterhin vorstellen, seine Karriere in München zu beenden. Das habe Alabas Berater auch mitgeteilt.

"Dass es wie immer um die Finanzen geht, ist auch kein Geheimnis", sagte Rummenigge auf SPORT1-Nachfrage: "Wir haben die Karten offen hingelegt. Es liegt an seinem Berater, seinem Vater und an David, ob er bei diesem Klub bleiben möchte. Das ist unsere Option Nummer 1. Aber wir müssen auch nicht aufs Gaspedal drücken. Thiago als auch David müssen sich auf die Champions League konzentrieren. Dann werden wir in aller Ruhe die Dinge entscheiden können."

Alabas Wille sei entscheidend: "Möchte er noch was anderes machen, müssen wir dafür Verständnis haben."