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München - Der FC Bayern verfügt über eine ganze Reihe an vielversprechenden Talenten. Einige durften sogar schon unter Flick ran - was eine rosige Zukunft verspricht.

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Der FC Bayern war in dieser Bundesliga-Saison einmal mehr das Maß aller Dinge und macht mittlerweile auch mit einer starken Entwicklung am Bayern-Campus von sich Reden. 

Die U23 der Münchner konnte in diesem Sommer sensationell die Meisterschaft der 3. Liga feiern und auch unter den Spielern aus der Jugendakademie befinden sich große Talente.

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Mit den vielversprechenden Millenials - also den Spielern, die ab dem Jahrgang 2000 geboren sind - lässt sich bereits eine schlagkräftige Elf zusammenstellen. Einige von ihnen durften schon Spielminuten bei den Profis absolvieren.

So könnte die Bayern-Elf der Zukunft aussehen: 

Tor

Christian Früchtl (Jahrgang 2000) gilt an der Säbener Straße schon seit einigen Jahren als mögliche Nummer eins der Zukunft. In dieser Saison agierte er als Stammkeeper der zweiten Mannschaft. Der Platz im Tor ist bei der ersten Mannschaft aber bekanntermaßen besetzt.

In der kommenden Spielzeit könnte er ausgeliehen werden, um den nächsten Schritt auf einem höheren Niveau zu machen. Er will sich langfristig im Bayern-Tor durchsetzen. Die Verpflichtung des 23-jährigen Alexander Nübel dürfte ihm dieses Ziel aber nicht leichter machen. 

Abwehr

Den Linksverteidiger der Zukunft haben die Bayern wohl bereits gefunden. Alphonso Davies (Jahrgang 2000) stellte sich als echter Glücksgriff heraus. Der 19-jährige Kanadier ist für Coach Hansi Flick schon jetzt nicht mehr wegzudenken und in München bereits zum Publikumsliebling geworden. 

In der Innenverteidigung könnte es ein weiterer Transfer-Coup in die Elf der Zukunft schaffen. Der 18-jährige Tanguy Nianzou (Jahrgang 2002) kam in diesem Sommer ablösefrei von Paris Saint-Germain. PSG zeigte sich von der Wechsel-Entscheidung des Franzosen alles andere als begeistert, Nianzou dürfte aber die nahe sportliche Perspektive unter Flick überzeugt haben. Die Bayern haben ihn zudem seit fast drei Jahren auf dem Radar.

Neben ihm könnte Bright Arrey-Mbi (Jahrgang 2003) spielen. Der 17-jährige kam im letzten Sommer vom FC Chelsea und überzeugte bislang in der U19 der Bayern. Er muss sich aber zunächst bei Bayerns Amateuren beweisen. Flick möchte ihn aber kurzfristig schon in den Trainings-Kader der Profis ziehen.

Rechts könnte sich ein US-Amerikaner einen Platz in der Zukunfts-Startelf erkämpfen. Chris Richards (Jahrgang 2000) absolvierte für die zweite Mannschaft 30 Saisonspiele. Er ist flexibel einsetzbar - neben seinen Spielen als Rechtsverteidiger kam er auch links und in der Mitte der Abwehrkette zum Einsatz. Nach SPORT1-Informationen hat ihn Bundesligist Union Berlin auf dem Zettel. Möglich ist, dass er sich ausleihen lässt, um Spielpraxis in der ersten oder zweiten Bundesliga zu bekommen. 

So könnte der FC Bayern der Zukunft aussehen
So könnte der FC Bayern der Zukunft aussehen © Credit: SPORT1-Grafik/Getty Images/Imago

Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld machen zwei deutsche Junioren-Nationalspieler auf sich aufmerksam. Der defensive Mittelfeldspieler Angelo Stiller (Jahrgang 2001) durfte in den letzten Monaten bereits 17 Partien bei der zweiten Mannschaft absolvieren. Der 17-Jährige ist in München geboren und durchlief alle Jugendabteilungen der Bayern. Sein Vertrag läuft 2021 aus, die Bayern wollen mit ihm verlängern, aber der Spieler zögert noch mit einer Unterschrift. 

Neben ihm könnte Torben Rhein (Jahrgang 2003) den Sprung zu den Profis packen. Der gebürtige Berliner wechselte vor drei Jahren aus der Jugend von Hertha BSC an die Säbener Straße. Bei der U19 gehört er zu den Leistungsträgern. 

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Den offensiveren Part im Mittelfeld übernimmt in der zukünftigen Elf womöglich Jamal Musiala (Jahrgang 2003). Mit 17 Jahren und 125 Tagen wurde er zum Saisonende der jüngste Bundesliga-Debütant der Geschichte des FC Bayern. In acht Einsätzen für die zweite Mannschaft der Münchner erzielte der englische Junioren-Nationalspieler zwei Treffer.

Sturm

Auch Linksaußen Oliver Batista Meier (Jahrgang 2001) gehört zu den Millenials, die schon Bundesliga-Luft unter Flick schnuppern durften - immerhin zwölf Minuten. Der 19-Jährige soll wohl nicht ausgeliehen werden und daher in der nächsten Spielzeit als Leistungsträger der zweiten Mannschaft und Ergänzungsspieler der Profis agieren.

Auf der rechten Seite tut sich Leon Dajaku (Jahrgang 2001) hervor. Der Flügelstürmer kam vor einem Jahr vom VfB Stuttgart und durfte unter Flick schon zwei Bundesliga-Spiele absolvieren. Der 19-Jährige gilt als enorm vielseitig und wurde bei Bayern II auch als Linksaußen, hängende Spitze und Mittelstürmer eingesetzt. Als Rechtsaußen macht in der Jugend der Bayern aber auch ein weiteres Talent von sich reden: Lasse Günther (Jahrgang 2003). Günther kam als 13-Jähriger aus der Jugend des FC Augsburg und gilt seither als eines der größten Juwele auf dem Bayern-Campus. Auch für ihn gilt, dass er sich erst auf professionellem Niveau beweisen muss.

Ein Top-Talent wurde zur kommenden Saison mit Armindo Sieb verpflichtet. Der 17-Jährige kommt von der TSG Hoffenheim und wird aufgrund seiner Spielanlage oft mit Bayern-Star Serge Gnabry und Roberto Firmino vom FC Liverpool verglichen. Bevorzugt spielt er hinter den Spitzen oder auf der Außenbahn. Der Bayern-Plan: Sieb soll in der kommenden Saison bereits in der 3. Liga bei der U23 Spielpraxis sammeln. In den Gesprächen wurde ihm perspektivisch auch der Sprung zu den Profis zugetraut.

In der Sturmspitze ist wohl kein Vorbeikommen an Joshua Zirkzee (Jahrgang 2001). Der 19-jährige Niederländer bestritt für den FCB schon neun Bundesligaspiele, in denen er - teils enorm wichtige - vier Treffer erzielte. Er dürfte in der kommenden Spielzeit als Backup von Robert Lewandowski fungieren. Flick traut ihm den Durchbruch zu. 

Auf der Position des Mittelstürmers tut sich auch Malik Tillman (Jahrgang 2002) hervor. Der 18-Jährige machte mit fünf Toren in acht Spielen für die Amateure auf sich aufmerksam. Zudem geht auch Jann-Fiete Arp (Jahrgang 2000) gerade noch als Millenial durch. Ob sich der 20-Jährige noch bei den Profis durchsetzen kann, ist aber ungewiss.

Die Millenial-Aufstellung in der Übersicht

Früchtl - Davies, Nianzou, Arrey-Mbi, Richards - Stiller, Rhein - Musiala - Meier (Sieb), Dajaku (Günther), Zirkzee (Tillman/Arp)