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Bremen - Werder Bremen verpasst in der Relegation die Chance sich einen Vorteil zu verschaffen. Das Remis gegen den 1. FC Heidenheim lässt die Kohfeldt-Elf dennoch hoffen.

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Weiche Knie bei Werder Bremen!

Dem Team von Trainer Florian Kohfeldt droht weiter der erste Bundesliga-Abstieg seit 40 Jahren. Nach einer insbesondere in der ersten Halbzeit schwachen Leistung kam der Bundesliga-16. im Relegations-Hinspiel im Weserstadion nicht über ein 0:0 gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Heidenheim hinaus und verlor zudem Kapitän Niklas Moisander mit Gelb-Roter Karte (87.). (Spielplan und Ergebnisse)

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"Das war ein sehr schlechtes Spiel von uns", gestand Kohfeldt bei DAZN. "Wir haben es nicht geschafft, die vorher besprochenen Lösungen zu spielen. Es war ein chancenarmes Spiel auf beiden Seiten. Das war von uns zu wenig."

Werder reicht Remis mit Toren im Rückspiel

Im Rückspiel am Montag (20.30 Uhr) würde Werder aufgrund der Auswärtstorregel aber schon ein Remis mit Toren zum Ligaverbleib reichen.

"Der einzige Vorteil ist, dass es Halbzeit ist und 0:0 steht. Sie haben trotz guter Leistung kein Auswärtstor geschossen. Wir haben ein Finale und müssen zusehen, dass wir Montag ein Tor schießen. Das war einfach schlecht von uns heute", meinte Kohfeldt. Seine Mannschaft habe nicht das gemacht, was sie sich vor genommen hatten, erklärte Kohfeldt: "Wir haben nicht den Plan gespielt heute, da schließe ich mich mit ein."

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Werder-Stürmer Niclas Füllkrug sprach hinterher vom "erwartet schweren Spiel". "Es war klar, dass sie mit Mann und Maus verteidigen werden. Wir haben es nur phasenweise gut gemacht. Wir fahren mit einem 0:0 nach Heidenheim, das ist okay", sagte er. "Wir können mitnehmen, dass wir sowieso heimschwach und auswärtsstark sind, wir werden versuchen, das Spiel dort zu gewinnen."

Bei zeitweise sintflutartigem Gewitterregen wahrte Außenseiter Heidenheim hingegen vor dem Rückspiel alle Chancen, tatsächlich erstmals in der Vereinsgeschichte erstklassig zu werden.

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Schmidt: "Wir lassen uns überraschen"

Die Gäste von Trainer Frank Schmidt waren gegenüber der 0:3-Niederlage am vergangenen Sonntag bei Arminia Bielefeld nicht wiederzuerkennen und verdienten sich dieses Resultat. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)   

"Ich bin froh, dass wir heute nach dem Spiel in Bielefeld so stabil sind. Ein Rädchen hat ins andere gegriffen. Wir haben fast keine richtige Torchance zugelassen. Wir sind seit ein paar Spielen zuhause ungeschlagen. Wir freuen uns und lassen uns überraschen", sagte Schmidt. "Wenn wir eins können, dann ist es hinfallen und wieder aufstehen. Das haben wir die ganze Saison gezeigt. Es hat uns Spaß gemacht und so wollen wir wieder Fußball spielen."

In der ersten Halbzeit war zwischen beiden Mannschaften kein Klassenunterschied bemerkbar. Mit engagiertem Einsatz und intensivem Laufspiel ließen die Gäste die phasenweise sogar hilflos wirkenden Bremer nur selten zur Entfaltung kommen. Auch gedanklich wirkte der Außenseiter zeitweise schneller.

Nervöse Bremer bauen Heidenheim auf

Und wenn den Platzherren Abspielfehler unterliefen, waren die Heidenheimer sofort da. In der 25. Minute schloss Tim Kleindienst einen Konter mit einem sehenswerten Schuss ab, den Werder-Torhüter Jiri Pavlenka mit den Fäusten parierte. Sechs Minuten später verfehlte Maurice Multhaup aus günstiger Position das Bremer Tor nur knapp.

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Wirklich gefährlich wurde es vor dem Heidenheimer Tor lediglich in der 28. Minute, als ein Kopfball von Yuya Osako nur knapp sein Ziel verfehlte. Sichtlich verärgert machte sich Werder-Coach Kohfeldt schon vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer auf den Weg in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Den Norddeutschen gelang es zwar häufiger, sich in der Hälfte der Gäste festzusetzen, doch es fehlte wie so oft in dieser Saison im Weserstadion an der notwendigen Durchschlagskraft. Vom Angriffsdruck aus der letzten Bundesligapartie gegen den 1. FC Köln (6:1) war nichts übriggeblieben.

Beermann verpasst Siegtor für Heidenheim

Kohfeldt reagierte und schickte bei einem Dreifachwechsel in der 65. Minute offensivere Kräfte auf den Rasen. Bei den Schwaben wurde in der 69. Minute "Klublegende" Marc Schnatterer eingewechselt. Starke Regenfälle führten in der Schlussphase zu vielen Ausrutschern und zahlreichen Fehlpässen auf beiden Seiten - in der Nachspielzeit hatte Timo Beermann per Kopf sogar den Siegtreffer für den FCH auf dem Kopf.  

Unerwartete Unterstützung hatte Werder wenige Stunden vor Spielbeginn erfahren. Bürgermeister Andreas Bovenschulte, ansonsten kein Fan des Profifußballs, ließ am Rathaus die Werder-Flagge hissen. Der Grund sei, so der 54-Jährige in einer Videobotschaft, "zu zeigen, dass die ganze Stadt, die ganze Region hinter unserem ruhmreichen SVW steht".

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)