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München - Ralf Rangnick löst den Vertrag mit RB Leipzig auf eigenen Wunsch auf. Er spricht vom "richtigen Zeitpunkt". Was er in Zukunft macht, ist noch offen.

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Die Ära von Ralf Rangnick bei RB Leipzig ist nach acht Jahren Geschichte.

Der Vertrag mit Red Bull wurde am Freitag in der Konzern-Zentrale in Salzburg auf Wunsch des 62-Jährigen aufgelöst.

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Eigentlich hätte Rangnick noch ein Jahr Vertrag als Head of Sport und Development Soccer gehabt.

Diese Tätigkeit füllt Rangnick aber offenbar nicht mehr aus, deshalb sucht er eine neue Herausforderung.

Rangnick: "Für mich jetzt der richtige Zeitpunkt"

"Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, meine Tätigkeit bei Red Bull zu beenden. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern und speziell bei Dietrich Mateschitz für die Unterstützung und das Vertrauen bedanken. Er hat mir die Möglichkeit gegeben, hier über all die Jahre etwas Einzigartiges aufzubauen", wird Rangnick in einer Mitteilung des Konzerns zitiert:

"Red Bull Soccer steht heute für eine höchst erfolgreiche Organisation, die rund um den Globus sehr gut aufgestellt ist. Hierzu einen Beitrag geleistet zu haben, war mir eine große Ehre und erfüllt mich mit Stolz. Ich wünsche Red Bull für die Zukunft weiterhin alles Gute."

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In der vergangenen Woche war Rangnicks Wechsel als Trainer und Sportdirektor zum AC Mailand gescheitert. Welche Aufgabe er nun angeht, ist noch offen. Zunächst will Rangnick weiter in Leipzig wohnen und sich dort verstärkt um seine Bildungsstiftung kümmern.

"Wir lassen Ralf Rangnick nur ungern ziehen, entsprechen aber seinem Wunsch nach Vertragsauflösung und danken ihm für die außergewöhnliche Arbeit, die er in den letzten acht Jahren geleistet hat", sagte Red-Bull-Chef Dietreich Mateschitz. "Dank Ralf Rangnick gilt Red Bull Soccer heute weltweit als Referenzpunkt und Vorbild für erfolgreiches Management im Fußball."

RB acht Jahre geprägt

Acht Jahre lang hatte Rangnick RB geprägt wie kein Zweiter. Der Schwabe übernahm den Klub 2012 in Doppelfunktion als Sportdirektor für Salzburg und Leipzig. Zwei Mal waren die Leipziger zuvor trotz großzügiger Anschubfinanzierung von Red Bull an der Relegation zur 3. Liga gescheitert. 

Unter Rangnicks Regie bekam der Klub eine klare Philosophie auf und neben dem Platz. Der Lohn war der Durchmarsch bis in die Champions League und zur Vizemeisterschaft 2017 unter Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl, der inzwischen Trainer beim FC Southampton ist.

Rangnick sprang zudem zweimal als Trainer ein. 2016 führte er die Leipziger zum Bundesliga-Aufstieg, 2019 ins Pokalfinale in Berlin, das RB 0:3 gegen den FC Bayern verlor.