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Die DFL zieht aus der Corona-Pandemie Konsequenzen und regelt die Verteilung der TV-Gelder neu. Der FC Bayern erhält den größten Anteil.

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Die Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga werden in der kommenden Saison angeblich 1,4 Milliarden Euro verteilt auf zwölf Raten aus der Vermarktung der Medienrechte erhalten.

Der kicker berichtete am Montag von einer entsprechenden Kommunikation der Deutschen Fußball Liga (DFL) an die 36 Profivereine, die bereits am 16. Juli erfolgt sei.

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Bayern erhält größten Anteil an TV-Geldern

Demnach erhält der FC Bayern mit 70,64 Millionen Euro insgesamt den größten Anteil der TV-Gelder, auf Platz zwei folgt der BVB mit 69,37 Millionen Euro. Platz drei belegt Bayer Leverkusen (67,47 Millionen Euro), vor RB Leipzig (65,95 Millionen Euro) und Borussia Mönchengladbach (64,45 Millionen Euro). Schalke 04 liegt mit nur 56,17 Millionen Euro im Mittelfeld. Aufsteiger Arminia Bielefeld bekommt mit 29,8 Millionen Euro den geringsten Anteil.

In der Zweiten Liga kassiert Hannover 96 mit 22,46 Millionen Euro am meisten, der HSV belegt mit 20,15 Millionen Euro nur den dritten Rang. Schlusslicht ist Aufsteiger Würzburger Kickers (7,49 Millionen Euro).

Rummenigge lässt TV-Geld-Debatte kalt

Dass die gravierenden Unterschiede bei den weniger begünstigten Klubs Unzufriedenheit hervorrufen, lässt die Bayern aber kalt.

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"Mir gefällt es nicht, wenn manche Vereine nur sagen, dass es geändert werden muss. Wir hatten in der Vergangenheit immer diese Diskussionen und wir waren immer in der Lage, faire und ernste Lösungen zu finden", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge schon mit Blick auf die künftige Verteilung der Gelder.

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In der Vergangenheit hatten die Vereine die ihnen zustehenden Summen in vier Tranchen erhalten. Wegen der Corona-Pandemie und der unsicheren Zahlung der vierten Rate hatten in der Schlussphase der zurückliegenden Saison einige Klubs um ihre Existenz gebangt.

Ähnliche Gefahren sollen durch zwölf Raten, die von insgesamt 70 Millionen Euro bis maximal 160 Millionen Euro monatlich reichen, gebannt werden.

1,2 Milliarden Euro werden laut kicker durch die nationalen Medienrechte erlöst, 200 Millionen Euro durch die internationalen Medienrechte. Für den Fall erneuter Schwierigkeiten wegen der Pandemie oder für die Entwicklung neuer Hygiene- und Stadionkonzepte hält die DFL zudem insgesamt 45 Millionen Euro zurück. Sollte diese Summe nicht benötigt werden, wird sie zu einem späteren Zeitpunkt ausgezahlt.

DFL-Regionalkonferenzen diskutieren künftigen Verteilerschlüssel

Die derzeitige Verteilung der TV-Gelder basiert auf einem Vier-Säulen-Modell, dabei werden Aspekte wie Wettbewerb, Nachhaltigkeit, Bestandsschutz oder Nachwuchs unterschiedlich stark berücksichtigt.

Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) befasst sich bereits mit dem Weg zu einer Entscheidung über den künftigen Verteilerschlüssel, der ab der Saison 2021/22 gültig sein wird. Die DFL teilte am Montag mit, dass dabei bei drei Regionalkonferenzen den Vereinen die "Möglichkeit zum Austausch" eingeräumt werden soll.