Thomas Müller erzählt in seinem Buch nicht nur einen Schwank aus seinem Leben
Thomas Müller erzählt in seinem Buch nicht nur einen Schwank aus seinem Leben © Getty Images
Lesedauer: 4 Minuten

München - In seiner Biografie enthüllt Thomas Müller, dass er nicht immer Stürmer war, warum er nicht in Augsburg landete - und warum es seiner Lisa schwindelig wurde.

Anzeige

Thomas Müller hat immer etwas zu sagen.

Der Spieler des FC Bayern ist wohl einer der am häufigsten interviewten Fußballer in Deutschland. 

Anzeige

Doch es gibt immer noch Geschichten und Anekdoten, die das Fußball-Land noch nicht über den Ur-Bayern weiß, zumindest bis jetzt.

Denn am Montag erscheint seine Biografie "Mein Weg zum Fußballprofi", die er zusammen mit Journalist und Autor Julien Wolff aufgeschrieben hat.

Streifzug durch Müllers Leben

Es ist ein Streifzug durch sein bisheriges sportliches und privates Leben geworden. 

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Europa League
    1
    Fussball / Europa League
    Götze trifft für Eindhoven erneut
  • Fussball / UEFA Europa League
    2
    Fussball / UEFA Europa League
    Leverkusen startet mit Kantersieg
  • Transfermarkt
    3
    Transfermarkt
    Choupo-Moting strebt Rückkehr an
  • Fussball / Bundesliga
    4
    Fussball / Bundesliga
    Nächster Coronafall beim FC Bayern?
  • Fussball / Champions League
    5
    Fussball / Champions League
    Ein Gladbacher verzaubert weltweit

So erfährt der Leser zum Beispiel, dass das bevorzugte Revier des Torjägers nicht immer der gegnerische Strafraum war. Müller erinnert sich in dem Buch nämlich, dass er in der U14 als Kapitän auch mal in der Innenverteidigung ausgeholfen hatte.

Diesen Part spielte er danach fast ein ganzes Jahr lang - bis sein Team gegen Rosenheim früh mit 0:2 zurücklag und Müller wieder nach vorne beordert wurde. "Wer weiß: Wäre diese Halbzeit in Rosenheim nicht gewesen, wäre ich heute vielleicht immer noch Innenverteidiger", heißt es in seinem Buch: "Auf jeden Fall bin ich froh, dass es so gekommen ist und ich vorn unterwegs bin."

Müller verpatzt Gespräch mit FC Augsburg

Auch dass er als U19-Profi ein Gespräch mit dem interessierten FC Augsburg völlig verpatzt hatte, dürfte im Nachhinein nicht ganz so tragisch gewesen sein. "In meiner unbefangenen Art sage ich, dass ich nicht der Schnellste bin", erzählt der heute 30-Jährige.

Sein Berater Ludwig Kögl habe ihn damals "streng von der Seite" angeschaut. "Du kannst doch nicht sagen, dass du nicht schnell bist! Du schießt Tore wie am Fließband, das ist doch das Entscheidende", habe er ihm danach zugeraunt.

Statt beim FCA, der damals noch in der Zweiten Liga spielte, wurde Müller beim FC Bayern in den Profi-Kader berufen - und hat sich dort zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Spieler der letzten Jahrzehnte entwickelt. Dabei konnte es seine Mutter Klaudia kaum glauben, als der damalige Bayern-Coach Jürgen Klinsmann im Hause Müller anrief, um den Filius zum Training der Profis einzuladen.

"Als mein Mann nach Hause kommt, spiele ich ihm die Nachricht vor. Wir machen bei uns in der Familie gern mal einen Spaß, und wir haben kurz Thomas' Onkel in Verdacht. Hat er seine Stimme verstellt und spielt uns gerade einen Streich? Wir hören uns die Nachricht noch mal von vorn an und kommen zu dem Schluss: Das ist echt der Klinsmann!", erinnert sich Müllers Mutter.

Lisa Müller: "Du wirst auf jeden Fall Profi"

Bei der steilen Karriere des Bayern-Stars kann man sich gar nicht vorstellen, dass er sich für seinen ersten Urlaub mit seiner Freundin Lisa in der Nähe von Rimini von seinen Eltern 200 Euro leihen musste. Schon damals wusste sie aber, was aus ihrem Freund mal werden wird. "Du wirst auf jeden Fall Profi!", habe sie ihm damals prophezeit.

Und nicht nur das. Er wurde auch noch ihr Ehemann. An seinen Antrag kann er sich natürlich auch noch erinnern, es war Weihnachten 2008. "Wir kommen gerade von der Christmette, Lisa ist von all dem Weihrauch in der Kirche ein bisschen schwindelig geworden", schreibt der Weltmeister von 2014.

Dennoch wollte er seinen Plan nicht ändern und hielt um ihre Hand an: "Vor dem Haus meiner Eltern frage ich sie, ob sie meine Frau werden mag. Auf die Knie gehe ich dabei zwar nicht. Aber sie sagt trotzdem Ja! Wir sind beide total happy."